Die Mehrheit meldet sich zu Wort: 3.000 Menschen folgen dem ersten Leipziger „Aufruf 2019“ + Videos

Für alle LeserVideoMit ungefähr 2.000 Teilnehmenden hatten die Initiatoren des „Aufruf 2019“ gerechnet. Es dürften noch einige Menschen mehr gewesen sein, die sich am Montag, den 14. Januar, bei eisigen Temperaturen auf die Straße begeben haben, um für Demokratie, Toleranz und Solidarität zu demonstrieren. Nach einem Friedensgebet in der Nikolaikirche folgte ein Aufzug über Teile des Rings und die Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz. Am Goerdeler-Denkmal verkündete OB Burkhard Jung, dass über 3.000 Menschen gekommen waren, bevor es zur Abschlusskundgebung auf dem Markt weiterging.

Kein anderer Wochentag ist in Leipzig so stark mit Massendemonstrationen für gesellschaftliche Veränderungen verknüpft wie der Montag. Am 4. September 1989 gab es die erste „Montagsdemonstration“ gegen SED und Stasi; viele weitere und größere folgten. Am Montag, den 12. Januar 2015, protestierte Legida erstmals gegen Merkel, Presse und Geflüchtete. Und am selben Abend gab es auch zehntausende Menschen in Leipzig, die gegen diese Hetze auf die Straße gingen.

Der „Aufruf 2019“, der an diesem Montag, den 14. Januar, im 30. Jahr nach der friedlichen Revolution mit einer Demonstration in der Leipziger Innenstadt startete, bezieht sich auf beide Ereignisse. Er folgt fast auf den Jahrestag des Legida-Auftakts und bringt wesentliche Akteure des jahrelangen Gegenprotests – darunter „Leipzig nimmt Platz“ und der Ex-Thomaspfarrer Christian Wolff – wieder zusammen. Und er hat seinen Ausgangspunkt an der Nikolaikirche – so wie 1989.

Inhaltlich geht es den Initiatoren – darunter neben Wolff auch Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Musiker Sebastian Krumbiegel – aber um einen Blick nach vorn: „Gesellschaft gestalten, statt Ängste zu verbreiten; Probleme lösen, statt Sündenböcke zu schaffen; Demokratie leben, statt sie auszuhöhlen“. So formulierten sie ihren Anspruch in einem vorab veröffentlichten Aufruf.

Jung warnt vor Neonazis

Die Demonstration unter dem Motto „Für ein weltoffenes Leipzig – Für ein demokratisches Sachsen – Für ein friedliches Deutschland – Für ein geeintes Europa“ knüpfte an diese Forderungen an. Nach einem Friedensgebet in der Nikolaikirche setzten sich gegen 18 Uhr mehrere tausend Menschen in Bewegung. Sowohl ältere als auch jüngere Personen beteiligten sich zahlreich. Mehrere dutzend Mitglieder der „aufstehen“-Bewegung waren anhand gelber Westen deutlich sichtbar präsent.

Auf dem Weg zum Marktplatz gab es mehrere Zwischenkundgebungen; eine am Goerdeler-Denkmal am Neuen Rathaus. Dort erinnerte Jung an den ehemaligen Oberbürgermeister, der die Nationalsozialisten zunächst positiv betrachtete, sich später jedoch als Konservativer dem Widerstand anschloss und deswegen hingerichtet wurde.

Rede (Ausschnitt) von OB Burkhard Jung am Carl-Friedrich Goerdeler-Denkmal. Video L-IZ.de

Jung verwies in diesem Kontext darauf, wie wichtig es sei, Haltung gegen Rassismus und andere Formen der Menschenfeindlichkeit zu zeigen – in der Schule, an der Universität und bei der Arbeit. Er erinnerte zudem an die verbalen und tätlichen Eskalationen der vergangenen Jahre: den Neonaziangriff auf Connewitz oder die NS-Relativierung mit Ausdrücken wie „Schuldkult“ und „Denkmal der Schande“.

Den heute infolge eines Mordanschlags verstorbenen Bürgermeister der polnischen Stadt Danzig, Pawel Adamowicz, bezeichnete Jung als „Freund“. Hier habe sich gezeigt, wie „aus Worten Taten werden“.

Gegen das Polizeigesetz und für zivilen Ungehorsam

Bei der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz folgten nach einem Demokratie-Lied von Sebastian Krumbiegel weitere Redebeiträge (alle im Video am Ende des Beitrages). Die DDR-Bürgerrechtlerin Gesine Oltmanns, die zu den wichtigsten Protagonistinnen der damaligen Leipziger Montagsdemos zählte, erinnerte in ihrer Ansprache an die ersten Vorläufer der späteren Demonstrationen 1989 bereits im Januar 1989. Und wofür die Menschen damals mehr und mehr auf die Straße gingen. Sie kritisierte das geplante Polizeigesetz in Sachsen; dieses schränke die Bürgerrechte ein, die vor 30 Jahren erkämpft worden seien.

Thomas Karnik, Betriebsrat bei Halberg-Guss, plädierte für Solidarität und Zusammenhalt. Diese hätten der Belegschaft im Kampf um den Erhalt des Werkes in Leipzig die nötige Kraft gegeben. Selma Roth, Mitglied des Jugendparlaments der Stadt Leipzig, warb für die im März anstehende Neuwahl des Gremiums, das für Schüler/-innen und Student/-innen eine „Demokratieschule“ sei.

Und Unternehmer Matthias Sturm erinnerte sich und die anderen Teilnehmer an eine einfache Geschichte: die Demokratie stand und steht über allem, was er und die Menschen nach 1989 tun konnten. Und warb für das „Für“ etwas zu sein, statt gegen, um festzustellen, dass er „leiser und leiser“ wurde. Die Sorge um den sozialen Frieden und das Miteinander treibt ihn seitdem um.

Ein „Herz mit Haltung“ wünschte er sich als gemeinsames Zeichen in seinem Redebeitrag (siehe Video am Ende).

Demonstrationsimpressionen & der Song von Sebastian Krumbiegel auf dem Marktplatz. Video: L-IZ.de

Abschließend sprach sich Irena Rudolph-Kokot vom Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ für entschiedenen Widerstand gegen die AfD aus, falls nötig auch mit Mitteln des zivilen Ungehorsams. Diese Forderung stieß im Publikum jedoch vereinzelt auf Widerspruch. „Nein, das geht gar nicht“ war beispielsweise von einem Teilnehmer zu hören.

Kurz vor 20 Uhr beendete Christian Wolff die Veranstaltung. Nicht ohne ein paar wichtige Hinweise loszuwerden. Für den 4. März ist das nächste Treffen geplant. Und für die Initiative hat das Jahr 2019 gerade erst begonnen, weitere Mitstreiter, Unterstützer und Unterschriften werden gesucht.

Aufruf 2019„-Redebeiträge vom 14. Januar auf dem Marktplatz Leipzig. Es sprechen (in der Reihenfolge): Sascha Kodytek (Jugendparlament Leipzig), Gesine Oltmanns (Vorstand Stiftung Friedliche Revolution, Bürgerrechtlerin), Thomas Kahrig (Betriebsrat Halberg Guss), Selma Roth (Landesschülerrätin, Jugendparlament Leipzig), ein Vertreter der streikbereiten Schüler, Matthias Sturm (Leipziger Unternehmer), Irena Rudolph-Kokot (Leipzig nimmt Platz) und Initiator Christian Wolff.

Der „Aufruf 2019“ sucht beständig neue Mitstreiter und Unterschriften

* Video *DemokratieDemonstrationAufruf 2019
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