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Der Tag: Universität verschiebt Vorlesungsbeginn um einen Monat

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    Buchmesse, Fußball und nun auch die Bildung: Die Universität Leipzig folgt einer Empfehlung des sächsischen Wissenschaftsministers Sebastian Gemkow und verschiebt den Vorlesungsbeginn um einen Monat. Für die Stadt gilt mittlerweile ein Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden und "Leipzig plus Kultur" veröffentlicht erste Hilfetipps für Künstler und Freiberufler. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 12. März 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

    Dass eine der größten Bildungseinrichtungen und Arbeitgeberinnen der Stadt in Zeiten der Coronakrise den Betrieb nicht wie gewohnt fortführen kann, war klar. Heute hat die Universität Leipzig bekanntgegeben, den Beginn der „Präsenzzeit“ für Studierende im kommenden Sommersemester zu verschieben.

    Ursprünglich sollten die Vorlesungen und Seminare Anfang April 2020 wieder starten. Der Beginn der Lehrveranstaltungen verschiebt sich nun um einen Monat. Was das für die etwa 30.000 Studierenden konkret bedeuten wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Denkbar wären beispielsweise Online-Ersatzangebote. Informationen zu den anderen Leipziger Hochschulen sowie Maßnahmen in Bibliotheken und Mensen gibt es bei der Hochschulzeitung luhze.

    Und zu guter Letzt, heißt es nun seit heute auch noch: ein Wochenende ohne Handball beim HC Leipzig. Hier teilt man mit: „Wir erhielten am heutigen Nachmittag die Mitteilung, dass für das kommende Wochenende sämtliche Spiele der 1. und 2. Handballbundesliga ausfallen. Dies betrifft somit auch unser Auswärtsspiel gegen die HSG Freiburg! Des Weiteren fallen auch alle Spiele auf Verbandsebene aus, was den kompletten Nachwuchsbereich mit einbezieht. Und zu guter Letzt, entfällt auch die Endrunde um die mitteldeutsche Meisterschaft in der weiblichen Jugend B, welche am Sonntag in der Sporthalle Brüderstraße stattgefunden hätte.“

    Unterdessen hat die Leipziger Initiative „Leipzig plus Kultur“ einige erste Tipps für Freiberufler im künstlerischen Bereich ins Netz gestellt. Markus Müller, Sprecher der Initiative zur Linksammlung mit Formularen und Informationen auf mögliche Schadensersetzungen von Veranstaltungsabsagen Betroffener: „Die Auswirkungen der aktuellen Gesundheitskrise sind bisher noch nicht abzuschätzen. Veranstaltungsabsagen betreffen viele in der Freien Szene, Veranstalter- und Künstler:innen gleichermaßen. Hier stellen wir eine Linksammlung zur Information für Betroffene zur Verfügung.

    Bafögzahlungen gefährdet?

    Das Deutsche Studentenwerk sorgt sich derweil um die finanzielle Situation der Bafög-Empfänger/-innen. Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde fordert, dass diese „lückenlos“ weiter Geld erhalten. Zudem müsse es eine „Kulanzlösung“ für Studienanfänger/-innen geben, die eigentlich erst zu Beginn des Studiums Geld erhalten würden.

    Unterdessen hat die Stadt heute auf einer Pressekonferenz erklärt, alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden abzusagen und Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmer/-innen nur in Ausnahmefällen zu genehmigen. Dies hängt unter anderem von Kriterien wie körperliche Nähe sowie Teilnahme älterer Menschen und von Personen aus Risikogebieten ab. Veranstalter sollten sich also mit ihren Anmeldungen an die Veranstaltungsstelle des Ordnungsamtes unter einsatz.veranstaltungsstelle@leipzig.de wenden.

    „Wir haben momentan sechs Infizierte in Leipzig, das heißt, die Lage ist zur Zeit beherrschbar“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung. Oberstes Ziel sei es, die Ausbreitung des Coronavirus‘ zeitlich zu verzögern.

    AfD-Flügel unter Beobachtung

    Bundeskanzlerin Angela Merkel plädierte heute auf einer Pressekonferenz dafür, vorerst so weit wie möglich auf Sozialkontakte zu verzichten. Das genaue Ausmaß aller Einschränkungen ist weiterhin nicht absehbar. Klar ist, dass es massive Auswirkungen auf den Alltag haben wird und beispielsweise der Kulturbereich erheblich davon betroffen sein wird.

    Was heute außerdem wichtig war: Der Verfassungsschutz hat den „Flügel“ der AfD und dessen Anführer Björn Höcke und Andreas Kalbitz zum Beobachtungsobjekt erklärt. Das könnte Folgen haben – zum Beispiel für die zahlreichen Polizist/-innen, die im „Flügel“ aktiv sind und nun mit beruflichen Konsequenzen rechnen müssen.

    Zudem hat der Verfassungsschutz das früher in Leipzig produzierte Rechtsaußen-Magazin „Compact“ als „Verdachtsfall“ eingeordnet (via Spiegel).

    Stadt verbietet Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern, Schulen und Kitas bleiben vorerst geöffnet

    Die Veranstaltung als Livestream stattfinden lassen?

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