Dienstag, der 14. April 2020: Begleitpersonen dürfen wieder in den Kreißsaal

Für alle LeserDie vor zwei Wochen verkündete Entscheidung, in Kreißsälen keine Begleitpersonen mehr zu erlauben, sorgte für viel Ärger und Empörung. Weil sich die Umstände mittlerweile geändert hätten, haben drei Kliniken in Leipzig diese Entscheidung heute zurückgenommen. Viele weitere Entscheidungen in allen Bereichen des Lebens sind ab morgen zu warten. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 14, April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Der erste Tag nach dem langen Osterwochenende hält eine gute Nachricht für werdende Eltern bereit: Das Uniklinikum, das Klinikum St. Georg und das St.-Elisabeth-Krankenhaus erlauben ab sofort wieder Begleitpersonen während der Geburt im Kreißsaal.

In den vergangenen beiden Wochen war dies verboten. Die Kliniken begründeten die drastische Maßnahme mit dem Schutz vor dem Coronavirus und waren damit auch vor Gericht erfolgreich. Ein werdender Vater hatte gegen die Regeln geklagt – allerdings erfolglos, weil aus Sicht des Gerichts das öffentliche Interesse größer sei als sein persönliches.

Mittlerweile habe sich die Lage jedoch etwas entspannt, teilten die Kliniken mit. Es gebe zum einen eine bessere „Versorgungssituation mit Schutzmaterialien“ und zum anderen seit Monatsbeginn keinen positiven Virustest bei stationär aufgenommenen Patient/-innen.

Wie geht’s weiter?

Morgen oder spätestens am Donnerstag ist mit vielen weiteren Nachrichten zu rechnen, welche Beschränkungen es auch nach dem 19. April geben und in welchen Bereichen eine Lockerung in Aussicht stehen wird. Bundesregierung und -länder wollen am Mittwoch über die aktuelle Lage beraten.

In den vergangenen Tagen hatte es unter anderem anlässlich eines Gutachtens der Leopoldina-Wissenschaftler/-innen Diskussionen über Lockerungen bei Schulen und Kitas, aber auch beispielsweise bei Baumärkten gegeben.

Hochschulen sollen selbst entscheiden

Viele Unklarheiten bestehen aktuell auch bei Studierenden im Freistaat. Diese betreffen etwa Prüfungen, Studiendauer und finanzielle Fragen. Das sächsische Wissenschaftsministerium teilte heute mit, dass es in erster Linie den Hochschulen überlassen sei, wie diese mit der Coronakrise umgehen; also ob beispielsweise das laufende Sommersemester auf die Regelstudienzeit angerechnet werden soll.

Holger Mann, der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im sächsischen Landtag, sieht aber weiterhin den Freistaat gefordert, Vorgaben zu Studienzeit, Studiengebühren und Prüfungsfristen zu erarbeiten. Auch bezüglich der Beschäftigungsverhältnisse von wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen müsse der Gesetzgeber tätig werden.

Was heute außerdem wichtig war: Das sächsische Innenministerium würde trotz der Coronakrise gerne am für September geplanten EU-China-Gipfel in Leipzig festhalten. Dies sei in Anbetracht der vielen anderen Absagen ein „richtiges Zeichen“, heißt es in der Antwort auf eine Kleine Anfrage, über die wir heute berichtet haben.

Für Sachsens Innenminister wäre die Durchführung des EU-China-Gipfels in Leipzig ein wichtiges Zeichen in Corona-Zeiten

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Die Auswärtstorregel bremste Lok im Kampf um den 3. Liga-Aufstieg am Ende aus. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

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