Gastkommentar von Christian Wolff: Kirche auf gutem Grund? Eher nicht

Für alle LeserAn sich ist es zu begrüßen, dass die Repräsentant/innen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf die dramatische Krise der eigenen Institution reagieren. Seit einigen Tagen liegt ein Papier des „Z-Teams“ vor – eine Kommission, die sich mit Zukunftsfragen der Kirche beschäftigt. Dem Team gehören 18 Personen an, darunter allein 10 Bischöf/innen, Oberkirchenrät/innen und ein Superintendent. Doch wer die „Elf Leitsätze für eine aufgeschlossene Kirche“ liest, der kann die Kirche nicht „auf gutem Grund“ basierend sehen.
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Vielmehr gewinnt jede/r schnell den Eindruck: Hier wird mit viel Ratlosigkeit, übertünchendem, pseudo-intellektuellem, theologisch verbrämtem Wortgeklingel das Fundament der Kirche zermahlen. Weder setzt sich das Papier mit dem dramatischen Erosionsprozess, dem die Institution Kirche in Deutschland ausgesetzt ist, ehrlich auseinander, noch können die Autor/innen eine diskussionswürdige Zukunftsperspektive aufzeigen.

Das liegt auch daran, dass überhaupt nicht klar ist, welche Funktion die „Elf Leitsätze“ haben. Sollen sie eine Zukunftsidee von Kirche entwickeln, oder handelt es sich um einen Kriterienkatalog für zukünftige Fördermaßnahmen der EKD? Zehn der „Elf Leitsätze“ beginnen mit dem Satzgefüge „Zukünftig wird … gefördert …“ – was sofort den Anschein erweckt: Es geht um Verteilung von Geldern. Doch ist das das Hauptproblem der Kirche, der EKD?

Auffällig ist, was in dem Papier überhaupt nicht vorkommt: der Mensch, der nach Orientierung, nach Gewissheit, nach Trost und Wegweisung sucht. Der Mensch, der sich in der digitalen Welt nicht in Algorithmen auflöst. Er/Sie lebt an einem bestimmten Ort, will in seinen/ihren Ängsten, seinen/ihren Bedürfnissen ernst genommen werden und ist sicher empfänglich für ermutigende Hinweise, welchen Mehrwert oder Gewinn es hat, wenn er/sie Mitglied in der evangelischen Kirche ist, bleibt oder wird.

Ebenso wird mit keinem Gedanken reflektiert, dass die Krise der Kirche zu einem erheblichen Teil hausgemacht ist: der Verlust der Menschennähe durch seelenlose Funktionalisierung kirchgemeindlicher Arbeit und aberwitzige Strukturmaßnahmen, mit denen Kirchgemeinden nachhaltig beschädigt werden.

Bei sorgfältiger Lektüre des Papiers wird sehr schnell klar, was es bezweckt – die Abkehr von zwei Grundsäulen kirchlichen Lebens: die Gemeinde vor Ort und der Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen. Beidem soll der Todesstoß (oder in der Sprache des Papiers: „Versäulte Strukturen werden abgebaut …“ – 10. Leitsatz) versetzt werden:

  • „Parochiale Strukturen werden sich wandeln weg von flächendeckendem Handeln hin zu einem dynamischen und vielgestaltigen Miteinander wechselseitiger Ergänzung“ (6. Leitsatz) Es geht aber noch blumig-verräterischer: „Die Organisation und Institution wird insgesamt fluider und risikobereiter werden. Es gilt Beharrungskräfte einzuhegen. Parochiale Strukturen werden sich verändern …“ (10. Leitsatz, Zeile 469ff) Man könnte es auch einfacher sagen: Lösen wir doch die Ortsgemeinden auf und gründen virtuelle Glaubenszentren, die „dynamisch“ und „vielgestaltig“ agieren.
  • „Das Gottesdienstangebot wird insgesamt kleiner, aber es wird auch vielfältiger und darum nicht ärmer werden. Die evangelische Kirche braucht eine differenzierte und analytisch aufmerksame Selbstwahrnehmung ihres geistlich-gottesdienstlichen Lebens, um die Bedeutung des traditionellen Sonntagsgottesdienstes in Relation zu setzen zu den vielen gelingenden Alternativen gottesdienstlicher Feiern und christlicher Gemeinschaft.“ (6. Leitsatz, Zeile 268ff). Kein Wort zu den Alleinstellungsmerkmalen des Gottesdienstes: Liturgie, Predigt, Kirchenmusik und deren dringend erforderliche Qualifizierung, dafür ein Plädoyer für Luftnummern.

Da wird das ganze Dilemma des Papiers deutlich: Nicht einmal wird das thematisiert, worum sich die EKD-Gremien wirklich kümmern müssten, nämlich die Tatsache, dass der Kirche mit zunehmender Rasanz die Kundschaft wegläuft, und für viele Menschen nicht mehr erkennbar ist, warum Kirche für ihr Leben existenziell wichtig sein soll.

Stattdessen nimmt man die Coronapandemie und das Reformationsjubiläum 2017 zum Ausgangspunkt für ein Schön-Wörter-Kartenhaus – ohne auch nur im Ansatz darüber nachzudenken, dass die Coronapandemie die schon lange währende Krise der Kirche krass an die Oberfläche gespült hat und das Reformationsjubiläum alles andere als gelungen betrachtet werden kann, geschweige denn nachhaltig wirksam war. So wird mit dem EKD-Papier der Weg der Selbsttäuschung weiter beschritten, den man schon 2017 eingeschlagen hatte.

Der Göttinger Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann hat am Schluss seines Buches „Erlöste und Verdammte. Eine Geschichte der Reformation“ (München 2016) sieben prägnante Thesen auf die Frage „Was könnten wir in der frühen Reformation finden?“ notiert.

Die erste These lautet: „Eine Organisationsvision der Kirche, die von der Gemeinde her gedacht und angelegt ist, nicht von einer klerikalen Funktionärshierarchie;“ (S. 426). Genau diesem reformatorischen Kriterium entsprechen die „Elf Leitsätze“ nicht. Sie wollen offensichtlich das vollenden, was in vielen Landeskirchen schon ziemlich weit gediehen ist: die Auflösung der Parochie (Ortsgemeinde) in funktional agierende Regionalstrukturen.

Da werden nicht nur sinnlos Personalressourcen verbrannt, es geht auch die Nähe zum Menschen, zum Kirchenmitglied verloren. Ohne Menschennähe lässt sich das Evangelium von Jesus Christus aber nicht kommunizieren. Dabei könnte die Kirche an kriselnden Kaufhausketten wie traditionsreichen Parteien erkennen, was geschieht, wenn man die Fläche aufgibt und meint, sich auf einige Zentren konzentrieren zu können: Man entfernt sich immer mehr von der eigenen Klientel und trocknet so auch die vermeintlichen Zentren aus.

Ich bin jetzt 50 Jahre Mitglied der SPD, davon fast 29 Jahre in Leipzig. In Ostdeutschland hat man nach 1990 den kapitalen strategischen Fehler gemacht, nicht in die Fläche zu gehen. Ebenso wurde versäumt, die Vernetzung der Parteiarbeit mit den anderen Vereinen und Institutionen vor Ort ernsthaft zu betreiben. Jetzt bleibt man dort, wo es überhaupt noch regelmäßig tagende Ortsvereine gibt, weitgehend unter sich – kaum verbunden mit dem, was am Ort geschieht, und erreicht die Menschen nicht mehr.

In Sachsen steht die SPD dicht vor der Fünf-Prozent-Hürde. Eine solche Entwicklung scheint die Kirche für sich selbst befördern zu wollen – anstatt alles zu tun, um die Ortsgemeinden zu stärken, Kirchgemeinden als Motor, Motivator und Moderator wirksam werden zu lassen und um größtmögliche personale Nähe zu gewährleisten.

Denn nur so und durch eine darauf ausgerichtete entschlossene Qualifizierung des hauptamtlichen Personals der Kirche werden wir der Aufgabe gerecht, „in alle Welt“ zu gehen, für die Menschen (unabhängig von Kirchenmitgliedschaft) da zu sein und ihnen die biblische Botschaft nahe zu bringen.

Man kann der EKD-Synode nur dringend raten, sich auf ihrer nächsten Tagung nicht mit diesem peinlichen Papier zu beschäftigen, sondern sich zum Beispiel einem sehr konkreten Problem exemplarisch zuzuwenden: Was bedeutet es, dass sich seit Jahren in Deutschland 25 Prozent der Kirchenmitglieder (in den Städten sind es 50 Prozent und darüber) nicht mehr kirchlich bestatten lassen, und was müssen wir verändern, um diese Entwicklung entschlossen umzukehren?

Wer sich damit ernsthaft auseinandersetzt, der verlässt jede Form von „Selbstbezüglichkeit“ (eine der blumigen Wortschöpfungen in den „Elf Leitsätzen“) und beginnt zu begreifen, wie weit weg wir inzwischen von den Menschen sind und was wir an Kernkompetenzen bereits verloren haben. Es ist leider so: Da, wo Kirche den Menschen ganz nahe ist, wie in diakonischen Einrichtungen, ist sie zu oft nicht erkennbar. Da wo Menschen unsere Nähe brauchen, sind wir nicht mehr vorhanden.

Nachtrag:

  1. Mit diesem Blogbeitrag knüpfe ich an die beiden vorherigen Beiträge an: http://wolff-christian.de/die-basis-broeckelt-leise-anmerkungen-zu-den-kirchenaustritten/ und http://wolff-christian.de/was-tun-praktische-erwaegungen-zur-krise-der-kirche/
  2. Man fragt sich, wieso honorige Leute und gute Theolog/innen wie Heinrich Bedford-Strohm, Annette Kurschus oder Friedrich Kramer einen solchen Text mitzeichnen. Oder ist es doch so, wie manche vermuten, dass der Text allein aus der Feder des Vizepräsidenten Thies Gundlach geflossen ist? Dann aber wäre es jetzt höchste Zeit, dies klarzustellen.

Gastkommentar von Christian Wolff: Was tun? – Praktische Erwägungen zur Krise der Kirche

Gastkommentar von Christian Wolff: „Die Basis bröckelt leise“ – Anmerkungen zu den Kirchenaustritten

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