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Kirche

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„Mit den Augen der Liebe“: Passionsspiel in der Heilig-Kreuz-Kirche

Schweigt Gott etwa zu all dem, was täglich an Unrecht geschieht? Oder haben wir Menschen verlernt zu hören? Das Passionsspiel „Mit den Augen der Liebe“ im Abendgottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche Neustadt, Neustädter Markt 8, am kommenden Sonntag, 3. April 2022, 18 Uhr, ist auf der Suche nach tragfähigen Antworten in den alten Geschichten der Bibel. […]

Christian Wolff (Ex-Pfarrer, Thomaskirche). Foto: LZ

Gastkommentar von Christian Wolff: In Krisenzeiten geistesgegenwärtig bleiben – der schwere Weg der Kirchen zur Glaubwürdigkeit

Den Kirchen in Deutschland geht es nicht gut. Sie befinden sich in einer dramatischen, sich derzeit selbst beschleunigenden Krise. Das wird nicht nur durch die neuesten Zahlen der Mitgliedschaftsentwicklung der evangelischen Kirche deutlich. Die fortschreitende Säkularisierung, der Verlust der Menschennähe und der nach wie vor schwelende Missbrauchsskandal legen schonungslos die Schwäche der kirchlichen Institutionen offen. […]

Autor, Leipziger und Kolumnist David Gray. © Erik Weiss

Haltungsnote: Kondome im Kirchenschiff

Als beim Weltjugendtag der katholischen Kirche in Rom im Jahr 2000 nach dem Hauptevent der Rasen des Hauptevents voller Kondome zurückblieb, sagte der spätere Papst Benedikt XVI dazu, dass die Kirche „solche Jugendliche“ nicht brauche. Zweifellos sah Joseph Aloisius Ratzinger in der Anwendung von Kondomen eine moralische Niedertracht, die ein eher düsteres Schlaglicht auf nur vermeintlich gute und schon deswegen auch sexuell enthaltsame Jungkatholiken warf.

Seit 1176 mehrfach umgebaut: die Nikolaikirche auf dem Nikolaikirchhof. Foto: Ralf Julke

Nikolaikirche: Kirchenführung für Kinder

Bei einer Kirchenführung am Mittwoch, dem 25. August 2021, können Kinder die Nikolaikirche erkunden. Los geht es 10.30 Uhr am Haupteingang der Kirche. Unter Leitung von Gemeindepädagogin Christiane Heinrich lernen die Kinder nicht nur den Kirchenraum mit seinen interessanten Gemälden kennen. Sie erfahren auch Wissenswertes z. B. zum Altar, zur Kanzel, zu den Glocken oder dem Taufbecken und zur Geschichte der Kirche.

Kirche Rehbach: Segnungsfeier für verliebte und verheiratete Paare

Die besondere Segnungsfeier für Paare hat in der Kirche Rehbach bereits eine langjährige Tradition und erfreut sich großer Beliebtheit. Gern nehmen Paare das Angebot an, einmal zwischen den großen Ehejubiläen Danke zu sagen. In diesem Jahr sind all jene herzlich eingeladen, die zwischen 26 bis 49 Jahren zusammenleben.

Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag

Gastkommentar von Christian Wolff: Der tote Punkt

Dass ein Bischof den Papst um die Entbindung von seinem Amt bittet, ist so außergewöhnlich nicht. Dass er diesen Schritt aber nicht aus Alters- oder Gesundheitsgründen vollzieht, lässt aufhorchen. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, hat Papst Franziskus seinen Rücktritt angeboten und seine weitere Verwendung als Priester in die Hände des Papstes gelegt.

Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag

Gastkommentar von Christian Wolff: Drei Geburtstage – oder: eine gute Verbindung von Heiligem Geist und gesundem Menschenverstand

Morgen fallen sie auf einen Tag: das Pfingstfest, das auch als Geburtstag der Kirche begangen wird, der Verfassungstag und der 158. Gründungstag der SPD. Eigentlich drei Anlässe, kräftig zu feiern – wenn da nicht die tiefe Krise wäre, in der die evangelische wie katholische Kirche in Deutschland stecken; wenn da nicht die Grundwerte der Verfassung, die freiheitliche Demokratie von innen insbesondere durch Rechtsnationalisten und egomanische Querdenker und von außen durch autokratische Systeme einem erheblichen Legitimationsdruck ausgesetzt wären; Wenn da nicht die Auflösungserscheinungen der Sozialdemokratie einen um die Existenz der ältesten Partei Deutschlands bangen ließen.

Peterskirche. Foto: Alexander Böhm

„Anhalten und Innehalten“: online-Fastenandachten aus der Leipziger Peterskirche

FASTEN – da denken wir vor allem erstmal an Verzicht: Das abendliche Netflixprogramm weglassen, keine Schokolade oder Alkohol kaufen, 16 Stunden am Tag nix essen,…und so weiter. Aber eigentlich verzichten wir im Moment doch schon genug! Gab und gibt es nicht schon viele Leerstunden des Vermissens und „Nicht-dürfens“ seit nun bereits einem Jahr?

Klagezeit Leipzig. Foto: Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig

Klagezeit – Hören. Schweigen. Beten.

Seit 15. Januar wird jeden Freitag um 17 Uhr zur „Klagezeit“ eingeladen – abwechselnd in der Peterskirche und der Propsteikirche. In einer reichlichen halben Stunde kommen ein oder zwei Menschen zu Wort, die von den Folgen der Coronapandemie persönlich betroffen sind. Ihre Erfahrungen werden im Gebet aufgenommen.

Nikolaikirchhof. Foto: L-IZ.de

Offene Kirchen und digitale Angebote

Einige Leipziger Kirchgemeinden haben sich nach intensiver Überlegung angesichts der Infektionslage kurzfristig entschieden, keine Christvespern und Weihnachtsgottesdienste in ihren Kirchen zu feiern. In der Regel halten sie jedoch die Kirchen offen und Besucher haben die Möglichkeit zu stiller Andacht und Besinnung.

Nikolaikirchhof. Foto: L-IZ.de

Gastkommentar von Christian Wolff: Weihnachten in Coronazeiten

KommentarSie beginnt mit einer staatlichen Anordnung, die Geschichte von Geburt Jesu: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. (Die Bibel: Lukas 2,1ff)

Nikolaikirchhof. Foto: L-IZ.de

Gastkommentar von Christian Wolff: Was braucht der Mensch?

KommentarDer Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer (CDU) ruft dazu auf, über Weihnachten keine Gottesdienste zu besuchen. Er brauche nicht „die schöne Kirche zu Weihnachten“, ließ er im Landtag verlauten. Zusätzlich wies er darauf hin, dass Maria und Joseph auch einsam in Krippe und Stall gewesen wären.

Wird ab jetzt jede Menge mit den Verwaltungsgerichten zu tun haben - "Querdenken"-Anwalt Ralf Ludwig aus Leipzig. Foto: L-IZ.de

„Querdenken“! Kehrtwende in der Hotelfrage

Nach tagelangen und teils sehr emotional geführten Debatten rings um die „Hotelentscheidung“ des Sächsischen Sozialministeriums vom Montag dieser Woche gab es am heutigen Donnerstag, 5. November 2020 eine gravierende Änderung. Wie BILD Leipzig zuerst berichtet, habe sich das Sächsische Ministerium für Soziales umentschieden und bewertet nun die Reisen aus „Demonstrationsgründen“ als touristischen und nicht dienstlichen Reisegrund.

Pfarrarin Britta Taddiken. Foto: Alexander Böhm

Pfarrerin Britta Taddiken erkrankt

Britta Taddiken, erste Pfarrerin an der Thomaskirche, ist an Krebs erkrankt und seit Ende September in Behandlung. Sie wird voraussichtlich ein Jahr ihre Aufgaben in der Kirchgemeinde nicht wahrnehmen können. Die Kirchgemeinde setzt alles daran, die Veranstaltungen wie gewohnt stattfinden zu lassen und auch in allen anderen Bereichen die Aufgaben weiter zu erfüllen.

Die Säule der mitteleuropäischen Kultur – das Christentum. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Gastkommentar von Christian Wolff: Bemerkungen zu Ulrich Körtners Kommentar zu den „Elf Leitsätzen“ der EKD

Keine Frage: Die „Elf Leitsätze für eine aufgeschlossene Kirche“ des sog. Z-Teams der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sind sprachlich wie inhaltlich ein Zeugnis einer horrenden Armseligkeit kirchenleitenden Handelns. Werden diese Leitsätze tatsächlich auf der EKD-Synode verhandelt oder gar verabschiedet, so käme dies einer Bankrotterklärung der evangelischen Kirche gleich.

Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag

Gastkommentar von Christian Wolff: Kirche auf gutem Grund? Eher nicht

An sich ist es zu begrüßen, dass die Repräsentant/innen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf die dramatische Krise der eigenen Institution reagieren. Seit einigen Tagen liegt ein Papier des „Z-Teams“ vor – eine Kommission, die sich mit Zukunftsfragen der Kirche beschäftigt. Dem Team gehören 18 Personen an, darunter allein 10 Bischöf/innen, Oberkirchenrät/innen und ein Superintendent. Doch wer die „Elf Leitsätze für eine aufgeschlossene Kirche“ liest, der kann die Kirche nicht „auf gutem Grund“ basierend sehen.

Blick zum Turm der Peterskirche. Foto: Ralf Julke

Gastkommentar von Christian Wolff: Was tun? – Praktische Erwägungen zur Krise der Kirche

„Ging eine Schockwelle durchs Land? Hörten Kommentatoren Alarmglocken läuten? Nein. Stattdessen: Apathie, Ratlosigkeit, Verdrängung, Ignoranz.“ – mit dieser Feststellung kommentiert Malte Lehming im Berliner „Tagesspiegel“ die weitgehende Nicht-Reaktion der Kirchen auf die erschreckenden Austrittszahlen 2019. In der Tat: In vielen Kirchgemeinden verläuft die Debatte über die düsteren Zukunftsperspektiven der eigenen Institution mehr als verhalten.

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