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Montag, der 26. Oktober 2020: Einigung im Tarifstreit und ein plötzlicher Tod

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    In Sachsen hat es heute viele Reaktionen auf Nachrichten von der Bundesebene gegeben. Während die Einigung bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst für Erleichterung sorgte, rief der unerwartete Tod des SPD-Politikers Thomas Oppermann parteiübergreifend Bestürzung hervor. Außerdem: Leipzig hat eine Online-Umfrage zur Markthalle gestartet. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 26. Oktober 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

    Bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst hat es am Sonntag eine Einigung gegeben. Die Beschäftigten von Bund und Kommunen sollen in den kommenden Jahren bis zu 4,5 Prozent mehr Gehalt bekommen. Gruppen mit niedrigem Einkommen sollen prozentual stärker profitieren als Gruppen mit hohem Einkommen. Zudem sollen Beschäftigte in Pflegeberufen und in der Intensivpflege einen großen Vorteil von der Einigung haben.

    Kampf in schwierigen Zeiten

    Oliver Greie, Verdi-Landesbezirksleiter für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, teilte heute mit: „Es ist uns gelungen, in dieser nicht einfachen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation Gehaltsanhebungen zu erkämpfen und gravierende Einschnitte in bestehende Verträge zu verhindern.“ Zudem seien die Erwartungen bezüglich einer Arbeitszeitangleichung in Ost und West „in ersten Schritten umgesetzt“.

    In Leipzig und anderen Städten hatte es in den vergangenen Wochen mehrere Warnstreiks gegeben. Davon betroffen waren unter anderem die Stadtreinigung, die städtische Verwaltung und Kitas in kommunaler Trägerschaft.

    Reaktionen aus der Kommunal- und Landesebene gab es heute noch auf ein weiteres Ereignis aus der Bundespolitik – in diesem Fall jedoch ein für viele Menschen sehr trauriges: den Tod des SPD-Politikers und Bundestags-Vizepräsidenten Thomas Oppermann am Sonntagabend.

    Engagiert und humorvoll

    Martin Dulig, der sächsische SPD-Landesvorsitzende, bezeichnete die Zusammenarbeit mit Oppermann als „vertrauensvoll“. Er habe sich „für Land und Leute und für die Sozialdemokratie immer leidenschaftlich engagiert“. Dirk Panter, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag, ergänzte: „Mit ihm verlieren Republik und Sozialdemokratie einen über die Parteigrenzen hinweg respektierten, aufrechten Parlamentarier.“

    Aus den anderen Parteien gab es zahlreiche Beileidsbekundungen. So schrieb der Bundestagsabgeordnete und Stadtrat Sören Pellmann (Linke) auf Twitter: „Ich habe ihn immer als streitbaren und sehr fairen Mitstreiter erlebt.“ Frank Müller-Rosentritt, Landesvorsitzender der sächsischen FDP, bezeichnete Oppermann als „Kämpfer für unsere pluralistische Gesellschaft“.

    Viele Politiker/-innen nannten zudem Oppermanns Humor als besonderes Merkmal.

    Coronakrise, Baumpflanzungen und ausgezeichneter Journalismus

    Worüber die L-IZ heute berichtet hat: über die Corona-Lage in Leipzig und den angrenzenden Landkreisen, über eine Baumpflanzaktion im Leipziger Südraum und über ausgezeichneten Journalismus aus Leipzig.

    Was heute außerdem wichtig war: Der sächsische Flüchtlingsrat kritisiert die Diskussionen über Abschiebungen nach Syrien, nachdem unter anderem Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) in Bezug auf islamistische „Gefährder“ genau das gefordert hatte. Außerdem hat die Stadt Leipzig eine Online-Befragung der Bürger/-innen zur Markthalle am Wilhelm-Leuschner-Platz gestartet.

    Durchgeführt wird diese von den Firmen SK Standort & Kommune Beratungs GmbH und Steinbauer Strategie aus Fürth, welche die Stadt mit einem Gutachten beauftragt hat. So heißt es zum Hintergrund: „Neben der Untersuchung der Potenziale der Stadt und des Standortes Wilhelm-Leuschner-Platz sind es vor allem Sie, die Menschen der Region und Ihr heutiges sowie zukünftiges Einkaufsverhalten, welches uns interessiert.“

    Dazu würden also hier neben den Händlern der Stadt auch die Bürger befragt, um die neue Markthalle auf städtischem Grund und Boden nicht am Bedarf vorbei zu konzipieren.

    Die zweite Welle: Landkreis Nordsachsen hat noch zu kämpfen, um die Corona-Fallzahlen in den Griff zu bekommen

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