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Anschlag auf rechten Szenetreff in Eisenach

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    Unbekannte haben in der Nacht auf Montag, den 11. Januar, eine rechte Szenekneipe in Eisenach angegriffen. Dabei wurde ein Fenster beschädigt. Es ist genau jene Kneipe, die bereits im Oktober 2019 angegriffen wurde – laut Bundesanwaltschaft von einer Gruppe aus Leipzig, zu der die im November 2020 festgenommene Lina E. gehören soll. In Leipzig flogen unterdessen Brandsätze auf eine Wohnungstür – laut Polizei aber wohl ohne politisches Motiv.

    In der thüringischen Stadt Eisenach hat es in der Nacht zu Montag, den 11. Januar, einen Sprengstoff-Anschlag gegeben, der im Zusammenhang mit einer Verhaftung in Connewitz stehen könnte.

    Laut Polizei „wurde gegen 4:45 Uhr durch Unbekannte offenbar ein Sprengmittel vor beziehungsweise in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Mühlhäuser Straße zur Detonation gebracht“. In dieser Straße befindet sich die Gaststätte „Bulls Eye“, die sowohl bei Antifaschist/-innen als auch beim Verfassungsschutz als rechte Szenekneipe gilt. Die „Thüringer Allgemeine“ bestätigt in einem Bericht, dass es sich um diese Einrichtung handelt.

    Durch die Explosion wurde ein Fenster zerstört und ein Auto beschädigt. Um was für einen Sprengsatz es sich handelte, ist noch nicht bekannt. Die „Thüringer Allgemeine“ berichtet, dass „Fight Nazis Everyday“ an die Wand gesprüht wurde. Auch die Polizei hatte einen „Schriftzug mit politischem Bezug“ erwähnt. Bei dem Angriff wurden laut Polizeiangaben keine Personen verletzt.

    Schon im Oktober 2019 angegriffen

    Bereits im Oktober 2019 hatten Unbekannte die Kneipe angegriffen. Es ist von zehn bis 15 Personen die Rede, die Fensterscheiben und Teile des Inventars zerstörten sowie Anwesende mit Schlagstöcken, Reizstoff und Faustschlägen attackierten.

    Die Bundesanwaltschaft ist der Auffassung, dass eine „kriminelle Vereinigung“ aus Leipzig für den Angriff vor 15 Monaten verantwortlich ist. Die im November 2020 in Connewitz festgenommene Lina E. soll in der Vereinigung eine „herausgehobene Stellung“ eingenommen haben. Seitdem hatte es mehrere Solidaritätsbekundungen für die Festgenommene gegeben.

    Lina E. befindet sich seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft. Ihre Verteidiger beklagten kurz vor Weihnachten in einer Pressemitteilung, dass sie bislang keine vollständige Akteneinsicht erhalten hätten. Zudem erstatteten sie Anzeige gegen Unbekannt, weil Inhalte der Ermittlungsakten an die Presse gelangt seien.

    Brennende Flaschen in Leipzig

    Nicht nur in Eisenach, sondern auch in Leipzig hat es in der vergangenen Nacht einen gefährlichen Angriff gegeben. In Mockau warfen Unbekannte zwei brennende Flaschen gegen eine Wohnungstür. Die betroffene Person konnte den entstandenen Brand löschen und blieb unverletzt. Jedoch musste eine Person aus einer anderen Wohnung wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

    In jener Straße, in der sich der Vorfall ereignete, wohnte zumindest vor einigen Jahren noch eine Person, die am Naziangriff auf Connewitz am 11. Januar 2016 beteiligt gewesen sein soll. Jenes Ereignis jährt sich heute zum fünften Mal. Im vergangenen September richtete sich eine antifaschistische Demonstration im Leipziger Osten explizit gegen diese Person.

    Laut Polizei handelt es sich allerdings nur um einen Zufall. Auf Anfrage der L-IZ erklärte diese, dass die Tat nicht im Zusammenhang mit dem 11. Januar 2016 stehe. Generell gebe es keine Anhaltspunkte für eine politische Motivation. Es handelt sich demnach offenbar um eine andere Person.

    Auf der Wolfgang-Heinze-Straße: Aktivisten kritisieren fehlende Aufklärung durch Connewitz-Prozesse

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