Leo Leu auf Holzwegen (11): Molmerswende – vom Baronsyndrom verschluckt

Wenn Wege verschwinden, sollte man misstrauisch werden. Aber wem sag ich das? Sind nicht genug Wege, die in meinen Wanderkarten dick und rot eingemalt sind, unter meinen Füßen verschwunden? Eben noch da, einfach fort? Was hab ich im Land des Vaters von Münchhausen anderes erwartet? Gänseschwärme, die mich zum Fliegen einladen? Bezopfte Reiter, die sich aus Sumpflöchern ziehen?
Anzeige

Braucht ja auch nur einer zu sein, der beschwingten Hufes vorbeigeritten kommt: „Sie suchen einen Weg, Herr Leu? Und glauben, hier müsste einer sein? Machen Sie es wie ich – nehmen Sie ihren Zopf und …“

Ich habe doch keinen, Herr Baron.

„Das nennt man Pech, mein Lieber.“ Sagte er und hob sich samt Zopf und Pferd von dannen. Über ein Maisfeld, das Leo den Weg versperrt. Genau da, wo eigentlich ein Wegweiser hätte stehen müssen: „Leinemühle“. Ein ordentlicher Baron hätte sich zumindest durchgeschlagen. Leo aber ist keine Wildsau und läuft lieber querfeld, wie gewohnt, über eine wundergrüne Wiese, die natürlich – wie kann es anders sein – nach einer Weile verrät, warum sie so wundergrün ist: Sie ist bestens gedüngt. Vor gar nicht langer Zeit müssen hier ein paar fröhlich kauende Futterverwerter gestanden haben, Gras in Milch verwandelnd.

Ihre Erinnerungsstücke liegen herum, schön trocken, so dass dem Wiesenerklimmer zumindest kein Malheur geschieht. Dafür blühen allerlei gelbe Blumen. Und es summst und sirrt und flattert. Was Leo zum Wedeln zwingt. So ist die freie Natur.

So frei, dass sich die grüne Wiese weit aufbeult im Land. Oben, so sagt seine Karte, müsste der andere Wanderweg kreuzen. Es kreuzt auch was, schön geschottert und breit gefahren. Ein echter Feldweg mit allem drum und dran. Nur eins fehlt auch hier: ein Schild. So dass der wedelnde Wanderer mal wieder am Kreuzweg steht. Links sagt seine Karte. Doch links ist Stoppelfeld. Rechts ist ein Feldweg. Da sirren die Drähte und 54 malmende und wedelnde Milcherzeuger schauen Leo an, höchst interessiert. Hier kommt sonst tagsüber niemand vorbei. Und der hier – der schaut, sucht im Gras nach einem Schilderbaum, könnte ja sein, das fleißige Bauernvolk hat das Schild nur umgenietet, um schneller ernten zu können.

Nichts findet Leo. Nur geradeaus der Weg lädt ein – mit grünem Gras in der Mitte und dicken Zwetschgen an den Bäumen. Ein allerschönster Wanderweg, wenn auch ohne Schild. Aber so könnte man sich ja den kleinen Gottfried A. Bürger denken, wie er mit seinem Lateinbuch unterm Arm hinläuft nach Molmerswende, den Gallischen Krieg im Kopf oder eine zünftige Rede Ciceros: Ihr Römer und Landsleute!

Leo kommt so in Wald und Grund, es wird heimelig, wie man sich einen Wald vorstellt, wenn er anfängt und den Weg verschluckt, als würde der Weg da nun munter über Hügel und Gräbelein springen. Das macht er auch zwei Mal, dann ist er kein Weg mehr und wieder steht ein Wanderer im Wald, schaut stumm und verwirrt.

Hier müsste doch … Aber da war doch … und eben gerade …

Hört er nicht ein Pferd wiehern? Einen Jägermeister lachen? Ein paar Wölfe heulen?

Hört er natürlich nicht. Es summt und sirrt. Und was sich öffnet, ist eine neue grüne Wiese. Gut gedüngt. Ein bisschen steiniger als die erste. Aber das kümmert die Brummer und Summer und Sirrer wenig. Leo wedelt, versucht’s wieder querfeld durch Gras und Klee. Diesmal schauen ihn begeisterte Milchverwerter von rechts her an, kauen und käuen wieder und finden das äußerst interessant, was der Wanderer da anstellt auf der Suche nach dem verschwundenen Weg. Oder dem erhofften Ziel, das ja hier sein müsste. Er hat eindeutig den höchsten Punkt weit und breit gefunden. Er sieht alles, was zu sehen sein müsste.

Zu sehen sein müssten ein Bach, eine Mühle und der Kirchturm eines Dorfes namens Molmerswende.

Löse einer das Rätsel.“Du hast mich reingelegt“, murrt Leo. Und die wiederkäuenden Zuschauer wissen natürlich nicht, wen er damit meint. Hier war heute noch weit und breit kein Anderer, auch keiner mit Zopf. Nur der kleine, füllige Zeitgenosse auf zwei Beinen, der argwöhnisch den verdächtig nassen Fleck auf der Wiese umläuft. Es könnte ja der berühmte Sumpf sein. Hier weiß man ja nie. Und einen Zopf zum Wiederrauskommen hat er ja nicht. Eins nur steht fest an dieser Stelle: ein Molmerswende gibt es hier nicht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es eine reine Erfindung eines fröhlichen Barons ist, ist ziemlich groß. Größer jedenfalls als die Chance, hier noch auch nur die Spur eines Weges zu finden. Es sei denn, die Wiederkäuer wissen was. – Da lang oder da lang, fragt ein frustrierter Leo die Rindviecher.

Da lang, brummelt die eine Hälfte.

Nö, da lang, brummelt die andere.

Seine Karte hilft ihm nicht weiter. Da, wo Molmerswende sein müsste, ist es nicht. Und das Flugblatt des Bürger-Museums hilft auch nicht weiter. Vielleicht hat es auch nur ein wohlmeinender Zeitgenosse dem Wandersmann in die Hand gedrückt, denn das Museum wird augenscheinlich wieder einmal saniert. Es gäbe sowieso nur eine Übergangsausstellung zu sehen. Und das Münchhausen-Zimmer wäre wohl auch gar nicht begehbar.

Da sucht man den Horizont doch lieber nach einem tollkühnen Jäger ab, der sich von einem Schwarm Gänse über den Berg tragen lässt. Leo schaut und lauscht. Doch er hört nur das Sirren und Summen, Zupfen und Malmen. Zuweilen auch ein freundliches Kladderadatsch.

Und er merkt schon beim Umdrehen, wie enttäuscht die Malmer und Zupfer sind, als sich die Attraktion des Tages entfernt. Über grüne Wiesen, durch einen dunklen Wald bis zu der Stelle, an der er wohl den falschesten aller vier Wege genommen hat: den in der Mitte.

Die Mitte lockt immer. Sie scheint der schönste Kompromiss. Aber was muss er nun feststellen: Die Regel bestätigt sich wieder. Wer den Kompromiss nimmt, und sei er noch so pflaumenbehangen, der landet im gut gedüngten Nirgendwo. Nur ein Trost bleibt einem da: Dass es vielleicht wirklich kein Dorf namens Molmerswende gibt und dort auch kein altes Pfarrhaus. Alles schön erlogen.

Nur vage sieht unsereiner noch einen Kerl in rotem Rock am anderen Ende aus Pansfelde herausreiten. Als hätt er einen Streich vollbracht. In Pansfelde an der Kreuzung steht noch das Schild, das mich in die Wiese schickte. Es zeigt noch immer in diese Richtung. Aber ich habe kein Pferd.

Dafür noch eine Schnitte im Ränzlein. So komm ich wenigstens wieder zurück über den Berg. Mit dem Weg, auf dem die Pferdeäpfel dampfen. Als wäre hier gerade wieder einer geritten. Den Berg rauf oder runter, in fröhlicher Hatz.

Es muss der Baron von Molmerswende gewesen sein.

Morgen, so schwört sich Leo, wird er um dieses so romantisch sirrende Fleckchen einen ganz gewaltigen Bogen machen. Lieber sucht er die nächste Burg. Eine hat er nämlich noch.

Die elfte Karte:

„Mein liebes Mauseherz,

ich bin heil zurückgekehrt aus Münchhausen-Land. Vielleicht gibt es Molmerswende. Vielleicht sind sich die Dörfler auch spinnefeind und haben deshalb alle Wegweiser ausgerissen, damit keiner ins andere Dorf findet. Ich weiß es nicht. Ich weiß jetzt nur, dass man auf wundergrünen Wiesen nie niemals nie barfuß laufen sollte. Egal, wie sehr die Füße ächzen nach frischem Grün. Frisches Grün ist gefährlich. Zwetschgen liegen schwer im Magen.

Vielleicht ist es auch ein verschlepptes Heimweh. Ich werde es heute in der Abendstund mit einem Gläschen lindern. Oder zwei. Und dabei mit Fernfreude an mein Bählämmchen denken.

Dein Leo, der Einsame.“

www.gottfried-august-buerger-molmerswende.de

www.mansfeld.eu/?p=molmerswende

HarzWanderung
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Aktueller Monitoringbericht zur Situation der Kultur: Auch in Leipzig drohen hohe Verluste
Rüdiger Wink, Professor für Volkswirtschaftslehre an der HTWK Leipzig. Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Für alle LeserBesonders hart treffen die Verfügungen zur Corona-Pandemie-Bewältigung den Kulturbereich. Gerade hier sind tausende Solo-Selbstständige unterwegs, deren Auftritte und Projekte reihenweise abgesagt sind. Ein Monotoringbericht hat jetzt untersucht, mit welch großen Verlusten unsere Gesellschaft im Kulturbereich rechnen muss. Es trifft freilich nicht alle gleich, stellt auch ein Leipziger Forscher fest.
SPD-Fraktion beantragt 20 Millionen Euro extra Kapital für die L-Gruppe, um die Verkehrswende zu finanzieren
Gleisbau der LVB - hier in Lindenau. Archivfoto: Marko Hofmann

Archivfoto: Marko Hofmann

Für alle LeserWas der Oberbürgermeister da jetzt als Vorlage zur Umwandlung des Gesellschafterdarlehens der Stadt Leipzig an die Stadtholdiung LVV in Eigenkapital vorgelegt hat, hat bei der SPD-Fraktion im Stadtrat gelindes Unbehagen ausgelöst. Beschlossen hat der Stadtrat die Umwandlung schon im Mai 2019. Auch mit der konkreten Auflage, Geld für wichtige Verkehrsinvestitionen anzusparen. Aber das ginge nun nicht mehr, heißt es in der OBM-Vorlage.
Gutverdiener verursachen mehr CO2-Emissionen und werden bei der Steuer trotzdem bevorzugt
Unterschiedliche Steuerlast für Privat-Pkw und Firmenwagen. Grafik: Öko-Institut

Grafik: Öko-Institut

Für alle LeserWenn man genauer hinschaut, sieht man etwas, was in der deutschen Klimapolitik fast immer ausgeblendet wird: Dass selbst im reichen Deutschland die ärmeren Bevölkerungsteile viel weniger zur Klimazerstörung beitragen als die reichen. Aber die Diskussion und die Politik werden von den Reichen bestimmt. Sie sollten deshalb auch die Kosten tragen, findet auch das Öko-Institut e. V.
Und wenn die Welt voll Teufel wär: Luthers aufregende Reise zum Reichstag nach Worms
Klaus-Rüdiger Mai: Und wenn die Welt voll Teufel wär. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVieles ist auf einen markigen Spruch eingedampft in der Erinnerung an Martin Luther. Sein Auftritt in Worms auf dem Reichstag zum Beispiel auf dieses legendäre: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Als wenn das so leicht gewesen wäre. Und als wenn es eine schnurgerade Linie vom Thesenanschlag in Wittenberg 1517 zum Wormser Reichstag gegeben hätte. Aber der Weg nach Worms war kurvenreich. Und auch Dr. Martin Luther ahnte 1517 nicht, wo er 1521 landen würde.
Gewaltverbrechen im Leipziger Auwald: Kumpel des Angeklagten hegte sofort einen Tatverdacht
Der mutmaßliche Mörder Edris Z. (31) beim Prozessauftakt. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserAm Freitag wurde vor dem Leipziger Landgericht weiter gegen den mutmaßlichen Mörder vom Leipziger Auwald verhandelt. In der Zeugenvernehmung kam unter anderem ein langjähriger Freund des Angeklagten Edris Z. zu Wort, der diesen schon kurz nach dem Verbrechen im Verdacht hatte.
Freitag, der 27. November 2020: Corona-Verharmlosung im Erzgebirge
Man sieht es nicht, aber auch im Erzgebirge ist das Coronavirus unterwegs. Foto: Oimheidi, Pixabay

Foto: Oimheidi, Pixabay

Für alle LeserEin Bürgermeister im Erzgebirge vertritt die Auffassung, dass die „allermeisten“ Corona-Erkrankten keine Symptome hätten. Vielleicht erklärt das die „Spitzenposition“ des Erzgebirges in Sachsen. Außerdem: Die IG Fortuna hat den Zuschlag beim „Kino der Jugend“ erhalten und Michael Ballweg antwortet auf unsere Fragen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 27. November 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
50-Kilometer-Weltrekordversuch verschoben: Marcus Schöfisch geht erst im Dezember aufs Laufband
Marcus Schöfisch hat nun drei Wochen mehr Zeit für die Vorbereitungen. Foto: Lauftraining.com

Foto: Lauftraining.com

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelEigentlich wollte Marcus Schöfisch jetzt bereits einen nagelneuen Weltrekord in der Tasche haben. Wie in der letzten LZ-Ausgabe berichtet, hatte der Leipziger für vergangenen Sonntag den Angriff auf den Bestwert über 50 Kilometer auf dem Laufband angekündigt. Doch das Vorhaben konnte noch nicht stattfinden. Die Leipziger Zeitung (LZ) hat beim 33-jährigen Athleten nachgefragt.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #54
The Courier-Journal, Louisville, Kentucky, Seite 9 vom 4. Januar 1885. Quelle: newspapers.com

Quelle: newspapers.com

Für alle LeserBlack Friday. Großer Ausverkauf heute. Donald kündigt an, das Weiße Haus zu verlassen. Melania kündigt nichts an, wird Donald aber trotzdem verlassen. Allerdings erst wenn der Black Friday Sale vorbei und sie aus dem Weißen Haus raus ist. Da aber niemand – nicht mal das Weiße Haus – weiß, wo der Black Friday Sale eigentlich herkommt, kündige ich hiermit an, den Anlass, den Ort und die Zeit für diesen seltsamen Tag hier und heute zu nennen.
Schluss mit dem Kahlschlag: Kommunen sollen über den kommunalen Baumschutz wieder selbst entscheiden können
Gefällter Baum in Connewitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNoch ist es nicht beschlossen, sondern gab es am Donnerstag, 26. November, erst einmal die Anhörung zum neuen sächsischen Naturschutzgesetz, das die schlimmsten Fehler der Gesetzesänderung von vor zehn Jahren reparieren soll. Im Zentrum steht dabei der Passus, der das Fällen tausender Bäume auf Privatgrundstücken möglich gemacht hatte unter dem Label „weniger Bürokratie“.
Große Pandemiemüdigkeit: Auch die Psyche leidet unter der Verunsicherung durch Corona
Prof. Dr. Hannes Zacher. Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Für alle LeserSeit acht Monaten geht das nun so. Mal wird gelockert, dann wieder verschärft. Meistens trifft es immer wieder dieselben Berufsgruppen und Branchen. Da kann niemand mehr planen. Und das zehrt an der Psyche. Eine zunehmende „Pandemiemüdigkeit“ beobachtet der Leipziger Arbeitspsychologe Prof. Dr. Hannes Zacher.
Jetzt werden die Dienstwagen der Leipziger Bürgermeister/-innen wieder mal ein Thema für den Stadtrat + Update
Schon 2011 testete OBM Burkhard Jung den damals neuen E-BMW. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLeipzig hat nicht ohne Grund 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Die Zeit, dass die Welt die Kurve kriegen muss, um überhaupt noch ein halbwegs erträgliches Klima zu sichern, läuft ab. Und das bedeutet nun einmal: Verhaltensänderungen auf allen Ebenen. Auch ganz oben. Aber selbst die regelmäßigen Untersuchungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zu den Dienstwagen der Ministerinnen und Minister bewirken kaum eine Änderung. Und wie sieht das mit Dienstwagen in Leipzig aus?
Doppelhaushalt 2021/2022: Die wichtigsten Investitionsprojekte können jetzt in einer interaktiven Karte gefunden werden
Karte mit den Investitionsprojekten 2021 / 2022. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserAm Dienstag, 24. November, hat Leipzigs Finanzbürgermeister Torsten Bonew dem Leipziger Stadtrat den Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2021 und 2022 vorgelegt. Für jedes Jahr enthält er ein Gesamtvolumen von 2 Milliarden Euro. Es werde keine Kürzungen geben, betonte Bonew in seiner Stadtratsrede. Aber mit entsprechenden zusätzlichen Kreditaufnahmen um die 200 Millionen Euro bis 2022 müsse die Stadt rechnen.
Michael Ballweg zum 21. November in Leipzig: Halbe Distanzierungen und geschraubte Gegenfragen + Video & Bildergalerie
Michael Ballweg am 7. November in Leipzig per Videoeinspielung dabei. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDass der ehemalige Unternehmer Michael Ballweg ein Freund der freien Presse wird, steht auch in Zukunft kaum zu erwarten. Vielleicht liegt es am Oberlehrer-Tonfall gegenüber langjährigen Journalisten, den seine Anhänger offenbar als „widerständig“ verstehen. Oder seinem Hang zu devoten Fan-TV-Machern auf Youtube, die ihm unangenehme Nachfragen stets ersparen. In jedem Fall aber wohl an der Art, wie er einer normalen, schriftlichen L-IZ.de-Presseanfrage vom 23. November gegenübertritt, welche auch im Interesse des Stuttgarter „Querdenkers“ selbst erfragen möchte, wie die „Querdenken“-Bewegung zu den Vereinnahmungsversuchen von Rechtsextremisten am 21. November 2020 in Leipzig steht. Gar nicht, könnte man die Antworten des Bewegungs-Initiators Ballweg an die L-IZ.de überschreiben.
Wolfgang Rischer zum Fünfundachtzigsten: Ein ganz persönliches Poesiealbum für den Dichter aus dem Grenzgebiet
Poesiealbum neu: Wolfgang Rischer zum Fünfundachtzigsten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich passt kaum etwas so gut in diese Zeit des zuweilen erzwungenen Stillehaltens wie Gedichte. Jene meist kurzen und knappen und dichten Texte, die sich erst richtig erschließen, wenn man sich Zeit und Aufmerksamkeit für sie nimmt. Ja, genau das, was einigen Leuten so schreckliche Kopfschmerzen bereitet, weil sie das mit sich selbst konfrontiert. Dabei wird die Welt für uns so erst ahnbar. Wie in den Gedichten Wolfgang Rischers.
Donnerstag, der 26. November 2020: Innenausschuss diskutiert über das „Fahrradgate“
Sachsens Innenminister Dr. Roland Wöller (CDU). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie heutige Sitzung des Innenausschusses des sächsischen Landtages hat offenbar nicht viel geändert: Linke fordern wegen des „Fahrradgate“ weiter den Rücktritt des Innenministers, Grüne und SPD äußern Kritik an Polizei und Ministerium. Außerdem: In Leipzig klettert der Corona-Inzidenzwert über 100. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 26. November 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.