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Athleten des SC DHfK Leipzig holen 12 Medaillen bei Finals-Premiere in Berlin

Ein großes gelungenes Sportfest – das war die Premiere von „Die Finals – Berlin 2019“ wirklich. Nicht nur für die Sportarten, die sonst eher im Schatten der großen Aufmerksamkeit stehen. Sondern auch aus grün-weißer Sicht: Bei der Leichtathletik-, Bahnrad- und Kanu-DM der Elite holten die Sportler des SC DHfK Leipzig 12 Medaillen.

KANU

„Für uns Sportler war das ein großartiges Event. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr in die zweite Runde geht.“ Canadier-Fahrerin Johanna Handrick vom SC DHfK Leipzig hatte eine klare Meinung zu den erstmals ausgetragenen Finals in Berlin.

10 Sportarten – 10 deutsche Meisterschaften. Liveübertragung vieler Wettkämpfe in ARD und ZDF. So auch die Deutschen Meisterschaften im Kanu-Parallelsprint. 160 Meter im Eins-gegen-eins-Duell auf der Spree vor der berühmten East Side Gallery. „Es war eine super Kulisse, da paddelt man nicht alle Tage“, sagte Handrick.

Mehrere tausend Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe und sahen auch die Bronzemedaille der 24-jährigen Leipzigerin. „Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich hatte vorab schon damit geliebäugelt, ins kleine Finale einzuziehen.“ Clubkollege Peter Kretschmer schaffte es am Sonntag sogar ins große Finale und unterlag dort Olympiasieger Jan Vandrey (KC Potsdam) hauchdünn mit 21 Hundertsteln.

„Die DM über 160 Meter war cool und ein schöner Zwischenschritt für mich. Das große Ziel ist jedoch die WM Ende August“, so Kretschmer, der seinen WM-Bootspartner im Zweier-Canadier Yul Oeltze im Halbfinale besiegte. „Yul muss jetzt nochmal ein bisschen mehr ackern“, sagte der 27-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Gemeinsam mit Johanna Handrick bereitet er sich nun in Duisburg auf die WM vor. SC DHfK-Athletin Laura Roloff musste leider bereits im Vorlauf gegen die spätere Zweite Annika Loske die Segel streichen.

BAHNRAD

Eine medaillenreiche Angelegenheit wurde die Deutschen Bahnradmeisterschaften für zwei Leipziger Radsportler. Radsport-Ass Felix Groß durfte im Velodrom in Berlin gleich dreimal jubeln. Nach seinem ersten Deutschen Meistertitel bei den Männern in der 4000m Einerverfolgung ärgerte er die Konkurrenz über die Kurzstrecke und holte Silber im 1000m Zeitfahren. Den goldenen Abschluss bildete Platz eins in der Mannschaftsverfolgung mit seinem Team Heizomat rad-net.de.

Die Freudentränen kullerten bei Michaela Ebert nach ihrem ersten Deutschen Meistertitel im Scratch-Rennen. „Dass ich hier Gold hole, ist echt der Wahnsinn. Damit habe ich nicht gerechnet“, sagte eine überglückliche Gewinnerin. Silber im Zweier-Madison rundete das tolle Ergebnis der 22-Jährigen ab. „Die Leistungen im Erwachsenenbereich waren deutlich über dem Soll“, sagte ein zufriedener Roland Hempel, Abteilungsleiter Radsport des SC DHfK. Felix’ Groß Bruder Franz, langjähriger SC DHfK-Fahrer und noch immer Vereinsmitglied, startete für den RC Luckau und holte in der Mannschaftsverfolgung bei den U19-Junioren Gold.

LEICHATHLETIK

Höhen und Tiefen hielt das Olympiastadion für die SC DHfK-Leichtathleten bereit. Einmal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze erkämpften sich die Leipziger bei den Deutschen Meisterschaften. Überglücklich waren vor allem die Silberjungs Martin Vogel (110m Hürden, 13,88sek) und Robert Farken (800m, 1:47,48min).

„Ich bin sehr froh über den Podestplatz. Meine erste DM-Medaille vor dieser tollen Kulisse zu holen ist einfach großartig“, sagte Hürdensprinter Vogel. Robert Farken ließ seinen Emotionen nach einem beherzten Zielsprint auf Platz 2 freien Lauf: „Ich bin total happy mit dem Ergebnis. Nach der Vorgeschichte war das nicht unbedingt zu erwarten. Bereits im Vorlauf hatte ich ein gutes Gefühl und wusste, dass im Endlauf etwas gehen kann. Mit Silber habe ich mich heute belohnen können.“

Belohnen war auch das Stichwort für die 100m-Sprinter des SC DHfK. Nach einer verpassten Medaille im 100m-Finale (Marvin Schulte – Platz 7 (10,39 sek), Roy Schmidt – Platz 8 (10,42 sek)) drehten sie gemeinsam mit Felix Straub und Niels Torben Giese im Staffelwettbewerb über die 4×100 Meter richtig auf (39,02 sek) und ließen das favorisierte Team aus Wetzlar hinter sich. „Deutscher Meister mit der Staffel zu werden fühlt sich gut an“, sagte der erfahrene Roy Schmidt, der dennoch mit seiner Leistung über die 100 Meter haderte. Für ihn und Schulte liegt der Fokus nun auf der Team-EM am kommenden Wochenende in Bydgoszcz (Polen).

Mit Bronze dekoriert, aber eher unzufrieden waren Speerwerferin Christine Winkler und Kugelstoßer David Storl. „Mit der Platzierung darf ich zufrieden sein, mit der Weite bin ich es nicht. Von den Trainingsleistungen her kann ich mehr“, bilanzierte Christine Winkler kritisch. Das Titel-Abo des ehemaligen Welt- und Europameisters David Storl (acht DM-Titel in Folge) wurde am Samstag jäh beendet.

19,77 Meter im letzten Versuch retteten ihm noch knapp eine Medaille, dennoch blieb er deutlich unter seinen Erwartungen: „Ich bin ziemlich enttäuscht. Mein Rücken machte mir ziemlich zu schaffen. Da war heute nicht mehr drin. Die Medaillenfarbe und die Weite waren nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Mit Blick auf Doha müssen wir jetzt analysieren, wohin die weitere Reise gehen soll.“ Storls Teamkollege Dennis Lewke wurde Siebter (19,01m), Patrick Müller gelang kein gültiger Versuch.

Die weiteren Ergebnisse der SC DHfK-Leichtathleten:

Speerwurf, Frauen: Lea Wipper – Platz 10 (45,94m)
Speerwurf, Männer: Jakob Nauck – Platz 8 (70,71m)
100m Männer:  Niels Torben Giese – Platz 4 im Halbfinale (10,55sek)
200m, Männer: Felix Straub – Platz 4 (21,05sek)
800m, Männer: Conrad Kieselberger – Platz 11 (1:51,82min)
3000m Hindernis, Frauen: Ronja Böhrer – Platz 14 (10:40,60min)
5000m, Männer: Felix Rüger – Platz 13 (14:20,59min)

TRIATHLON

Nach ihrem Sieg beim Leipziger Triathlon vor einer Woche wusste SC DHfK-Triathletin Bianca Bogen auch bei den Deutschen Meisterschaften über die Sprintdistanz zu überzeugen. In 1:01:44 Stunden kam sie als gute Fünfte ins Ziel und möchte nach überstandenem Drüsenfieber noch an einigen Welt- und Europacups in diesem Jahr teilnehmen.

SC DHfK-Generalsekretär Alexander Schlenzig hatte selbst in Berlin vorbeigeschaut, um die DHfK-Athleten zu unterstützen. „Die Finals waren eine gute Werbung für alle Sportarten, um gemeinsam mehr Aufmerksamkeit zu erzielen. Es waren Meisterschaften mit Höhen und Tiefen unserer Athleten. Dennoch sind wir durchaus zufrieden mit dem Gesamtergebnis.“

Leichtathletik-DM 2019: Die goldene Revanche der DHfK-Sprinter

SC DHfK LeipzigMelderSport
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