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Internationaler Börseneinbruch: Attac fordert starke Schrumpfung und strenge Regulierung der Finanzmärkte

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    Acht Jahre nach der letzten umfassenden Krise auf den Finanzmärkten platzen schon wieder Blasen. "Aktien müssen in erster Linie Instrumente sein, die Mittel für die Finanzierung von Produktion und Arbeitsplätzen zur Verfügung stellen", sagte Detlev von Larcher, Sprecher der Attac AG Finanzmärkte und Steuern.

    Darauf müssten Finanzmärkte und Bankensystem ausgerichtet werden. Tatsächlich aber gehe die Zockerei auf den Finanzmärkten geht ungebremst weiter.  Der Computerhandel verstärke noch den Herdentrieb der Spieler. „Wenn ein großer Investor verkauft, beginnt der große Verkaufs-Run.  Deutlich ist, dass die Finanzmärkte immer noch ein Eigenleben außerhalb der Wirtschaft führen, diese aber durch ihre wüsten Spekulationen nach wie vor bedrohen“, so von Larcher weiter. „Unser kapitalistisches Wirtschaftssystem wird nach wie vor von den Finanzmärkten getrieben.“

    Dabei ist es nach Meinung von Attac nicht ausschlaggebend, ob die Börsentalfahrt in China den Beginn des großen Crashs darstellt, wie einige Wirtschaftsgurus zu erkennen glauben, oder ob es sich um eine „gesunde“ Normalisierung handelt. Die völlig überhitzten und durch das billige Zentralbankgeld  aufgeblähten Märkte reagieren hektisch. Die Kursgewinne dieses Jahres sind jedenfalls in China und an der Frankfurter Börse innerhalb einer knappen Woche verloren worden. Das Handelsblatt urteilt folgendermaßen: „Das Grollen über den Weltbörsen ist der Soundtrack einer Geldkultur, die von einer Panik zur nächsten flüchtet. Wir sind Zeitzeuge eines finanzpolitischen Thrillers, bei dem nur noch unklar ist, wann der Mord passiert.“

    „Unsere Kritik an den viel zu schwachen Stabilisierungsmaßnahmen in der Europäischen Union erweist sich als berechtigt“, sagte Werner Rätz, Mitglied im Attac-Koordinierungskreis und bei Blockupy aktiv. „Die Politik hat nicht die Finanzmärkte gezähmt, sondern sich noch verstärkt von ihnen abhängig gemacht.“ Das zeigten nicht zuletzt die ökonomisch völlig unsinnigen Maßnahmen, die Griechenland im Interesse der Finanzanleger  aufgezwungen wurden. „Neoliberale Ideologie und Finanzlobbyismus haben die Politik  fester denn je im Griff“, so Rätz weiter. „Noch immer wird beispielsweise über die Einführung einer Finanztransaktionsteuer diskutiert, statt sie endlich einzuführen.“

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