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Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Nach Nazi-Krawallen in Connewitz: RSL sammelt für Betroffene Geld

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    Am 11. Januar um 19:30 Uhr wütete ein nazistischer Mob in Leipzig-Connewitz, das klar antifaschistisch positioniert ist. Während die Nazihooligans auf ihrem Weg (Biedermannstr. - Hermannstr. - W.-Heinze Str.) erschreckend ruhig und geschlossen waren, entlud sich die Gewalt vor allem im direkten Umkreis unseres Roter Stern Leipzig-Fanladens.

    Glücklicherweise gibt es an unserem Laden selbst keine nennenswerten Schäden, dennoch waren auch wir als antifaschistisches Sportprojekt ein Ziel dieses Angriffes. Darüber hinaus wird die rassistische und gewaltsuchende Motivation der Angreifer dadurch unterstrichen, dass ein benachbarter Imbiss, der von einem migrantischen Besitzer geführt wird, im besonderen Maße angegriffen wurde.

    Wir zeigen uns als Verein solidarisch mit den Opfern der neonazistischen Gewalt und möchten die Betroffenen – auch finanziell – unterstützen. Deswegen rufen wir gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung zu einer Spendenaktion auf. Die Spenden sollen an die Läden und Geschäfte gehen, die direkte Schäden (Schaufenster, Inneneinrichtung usw.) zu begleichen haben, insbesondere jene ohne Versicherungsschutz.

    Folgendes Spendenkonto ist eingerichtet:

    Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung, Stichwort: Leipzig
    GLS Bank Bochum
    BLZ 430 609 67
    Konto 6005 0000 02
    IBAN: DE75 4306 0967 6005 0000 02
    BIC: GENODEM1GLS

    Wir möchten im Zusammenhang mit den gestrigen Ereignissen an dieser Stelle auch noch einmal auf die Spielabsage unseres Vereins am 12. Dezember 2015 eingehen. Wir hatten diese auch mit der Gefährdungslage bei jenem Auswärtsspiel in Liebertwolkwitz im Zuge der am selbigen Tag angekündigten Nazi-Demonstrationen begründet. Die Polizei Sachsen folgte dieser Einschätzung nicht, so dass der Sächsische Fußballverband unsere Absage als unbegründet ablehnte. Nach den Ereignissen von gestern, bei denen 250 Nazis weitestgehend ungestört nach Connewitz ziehen konnten, während 3.000 Polizist_innen in der Stadt Leipzig im Einsatz waren, sehen wir uns in unserer Gefahreneinschätzung und der daraus resultierenden Absage vom 12. Dezember 2015 bestätigt.

    Wir sind nicht geschockt ob der Ereignisse vom 11.01.2015. Wir sehen uns eher bestärkt in unserem Engagement gegen Faschismus und Diskriminierung. Wie erste Ermittlungsergebnisse zeigen, haben nicht unbeträchtliche Teile der Angreifer vom 11.01. Verbindungen zur Nazi- und Hooligan-Szene. An den Aufmärschen von Legida beteiligte sich im gesamten letzten Jahr immer ein geschlossener, gewaltsuchender  Block der ‚Brigade Halle‘ bzw. aus dem Umfeld der ‚Saalefront‘. Gegendemonstrierende und Journalisten wurden angegriffen. Mit Silvio Rösler kann eine Personalie aus dem nazistischen Hooliganmilieu benannt werden (Link: https://www.taz.de/!5023306/). Gerade deswegen ist eine entschlossene antifaschistische Positionierung auch und im Besonderen im Fußball notwendig.

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