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Rund 1000 Schlaganfallpatienten pro Jahr

Behandlungsqualität auf höchstem Niveau am Universitätsklinikum Leipzig erneut bestätigt

Die Überregionale Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit) der Klinik und Poliklinik für Neurologie ist erneut durch einen unabhängigen Prüfungsausschuss rezertifiziert worden. Das Zertifikat der LGA InterCert Zertifizierungsgesellschaft bescheinigt, dass die UKL-Stroke Unit die Qualitätsstandards der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe eingeführt hat und anwendet. Geprüft wurden unter anderem die personelle Ausstattung sowie Art, Umfang und Qualität der Behandlung.

Auf der Überregionalen Stroke Unit des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) behandelt ein interdisziplinäres Team aus speziell geschulten Ärzten, Pflegekräften, Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten etwa 1000 Patienten pro Jahr. Die Behandlungsdauer hängt vom Schweregrad ab und reicht von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen. Zur Standardbehandlung gehört unter bestimmten Voraussetzungen die so genannte systemische Thrombolyse, bei der das Gerinnsel im Kopf, welches zu einem Gefäßverschluss und damit zum Schlaganafall geführt hat, durch eine Infusion aufgelöst werden soll. Ein Schwerpunkt der Bemühungen besteht weiterhin in der Suche und Behandlung von Faktoren, die zu einem erneuten Schlaganfall führen können.

Die UKL-eigene Stroke Unit ist Teil einer kombinierten, insgesamt 23 Betten umfassenden Schlaganfall- und Neurologischen Intensivstation der Klinik und Poliklinik für Neurologie. „Das hat für Patienten den entscheidenden Vorteil, dass auch schwere und schwerste Schlaganfälle vom gleichen interdisziplinären Schlaganfallteam behandelt werden können“, erläutert Privatdozent Dr. Dominik Michalski, Oberarzt der Stroke Unit. Zur Anwendung kommen dabei moderne Therapiestrategien wie die mechanische Rekanalisation, bei der von den Neuroradiologen des UKL verschlossene Hirngefäße mit einem Katheter wiedereröffnet werden können. Zur Behandlung sehr großer Schlaganfälle, bei denen die zusätzliche Schädigung benachbarter, gesunder Hirnareale droht, greift das Behandlerteam auf die medikamentöse Hirndrucktherapie und  die Hemikraniektomie zurück, bei der durch die Experten der Neurochirurgie als oft lebensrettender Eingriff eine Eröffnung des Schädels durchgeführt wird.

Mit der erfolgten Rezertifizierung sieht das Behandlerteam um Prof. Joseph Claßen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie, und Oberarzt Dr. Michalski seine Stellung in der universitären Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten in der Region Leipzig bekräftigt: „Wir sind gut auf die Herausforderungen – auch durch die jährlich steigende Anzahl von Schlaganfallpatienten – vorbereitet“, so Dr. Michalski.

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