In der vergangenen Nacht brannte ein leerstehendes Haus in Leipzig-Mockau. Die Rechtsextreme Marla Svenja Liebich ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, die Auslieferung nach Deutschland zu verhindern. Und: Sachsens Kultusminister Conrad Clemens wurde wegen eines Verkehrsdelikts schuldig gesprochen. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 7. Juli 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Nächtlicher Brand: Flammen zerstören leerstehendes Gebäude

In Leipzig-Mockau kam es in der vergangenen Nacht zu einem Gebäudebrand. Wie die Polizeidirektion (PD) berichtet, brach das Feuer gegen 01:20 Uhr in einem leerstehenden Haus in der Kieler Straße aus. Mehr als 30 Einsatzkräfte kümmerten sich um die Löscharbeiten. Ein geparkter Škoda Superb wurde zudem beschädigt. Verletzte gab es nicht.

Das Innere des Hauses wurde durch die Flammen weitgehend zerstört, der Dachstuhl gilt jetzt als einsturzgefährdet. Zur Höhe des Sachschadens ist noch nichts bekannt. Ermittlungen zur Ursache des Feuers wurden durch die zuständige Kripo aufgenommen.

Neonazi Liebich gescheitert: Tschechisches Gericht ebnet Weg zur Auslieferung

Die Rechtsextreme Marla Svenja Liebich darf aus Tschechien nach Deutschland überstellt werden: Das Oberlandesgericht in Prag verwarf eine Beschwerde der 55-Jährigen gegen die geplante Auslieferung. Diese könne bereits innerhalb der nächsten Tage erfolgen. Derzeit ist Liebich noch im Gefängnis von Pilsen unter als hart geltenden Haftbedingungen untergebracht. 

Liebich war nach monatelanger Flucht am 9. April im böhmischen Vogtland nahe der Grenze zu Deutschland gefasst worden. Vor drei Jahren hatte das Amtsgericht Halle/Saale sie wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu anderthalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Damals war Liebich noch unter männlichem Vornamen bekannt und verlässlicher Bestandteil in Verfassungsschutzberichten. 

Dem Haftantritt in Chemnitz hatte sie sich im Spätsommer 2025 entzogen und war bis zur Ergreifung untergetaucht. Vor dem tschechischen Gericht machte Liebich Angst geltend, in einem deutschen Männergefängnis ums Leben zu kommen, und stellte zudem einen Befangenheitsantrag gegen die zuständige Richterin in Pilsen. Die Einwände wurden nun abgewiesen.

Umstrittene Entscheidung: Schuldspruch vor Gericht für Sachsens Kultusminister

Das Amtsgericht Weißwasser hat den sächsischen Kultusminister Conrad Clemens wegen illegalen Kraftfahrzeugrennens schuldig gesprochen. Der 43-jährige CDU-Politiker erhielt eine Verwarnung mit Strafvorbehalt in Höhe von 60 Tagessätzen zu je 400 Euro (24.000 Euro) sowie Bewährung auf zwei Jahre. Dazu kommen 8.500 Euro an den Weißen Ring und 20 Fahrstunden, wie der MDR berichtet.

Conrad Clemens (CDU), hier im Jahr 2025, ist seit 2024 sächsischer Kultusminister. © Jan Kaefer

Clemens war im September 2023, damals noch als Staatssekretär, vor einer Seniorenresidenz im Landkreis Görlitz mit 81 km/h geblitzt worden – erlaubt waren 30. Daraus leitete sich der Vorwurf eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ab, der entgegen dem Wortlaut juristisch nicht nur ein illegales Straßenrennen umfasst, sondern auch grob rücksichtsloses Verhalten mit dem Ziel, im Straßenverkehr eine größtmögliche Geschwindigkeit zu erreichen.

Sowohl Anklage als auch Verteidigung hatten einen Freispruch bzw. die Verfahrenseinstellung beantragt: Die Staatsanwaltschaft sah den Sachverhalt als solchen zwar als erwiesen an, kritisierte jedoch die Überführung des Ordnungswidrigkeitenverfahrens in ein Strafverfahren. Zudem reiche der Sachverhalt nicht für eine Verurteilung wegen eines Kraftfahrzeugrennens. Clemens‘ Rechtsanwalt nahm den Ball dankbar auf und monierte auch das Auftreten des Richters, sprach dazu von Verfahrensfehlern. Der Minister selbst ließ erklären, seinen Fehler zu bereuen. Gegen das Urteil möchte er Berufung einlegen.

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