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Promovierende können sich ab heute um einen Arbeitsplatz in der Uni-Bibliothek bewerben. Auf dem Weinfest gibts Musik mit tiefen Tönen, in Liebertwolkwitz wird ein Spielplatz nach Wünschen der Kinder saniert, über den Leipziger Architekturpreis können in diesem Jahr erstmals auch Bürgerinnen und Bürger abstimmen. Und nach der Freigabe der Karlbrücke ist nun die benachbarte Könneritzbrücke gesperrt.

Einschränkung im Grenzverkehr

Zum Glück ist die Karlbrücke an der Industriestraße inzwischen wieder befahrbar. Denn jetzt ist der zweite der beiden Verbindungswege zwischen Schleußig und Plagwitz dicht! Ab heute müssen sich Verkehrsteilnehmende auf eine langfristige Sperrung am Beginn der Könneritzstraße einstellen. Die Leipziger Wasserwerke beginnen zwischen Klingerweg und Könneritzbrücke mit umfangreichen Arbeiten an der Trink- und Abwasserinfrastruktur, die nach dem neuen Zeitplan vom 7. Juli 2026 bis Ende April 2027 andauern sollen.

Im Zuge der Baumaßnahme werden Trinkwasserleitungen im Straßenbereich umverlegt und erneuert. Anschließend folgt die Sanierung des sogenannten Rödeldükers auf dem Gelände der Karl-Heine-Villa und des Bootshauses Klingerweg des Sportclub DHfK Leipzig e.V. Ein Düker ist eine Leitung, die Wasser oder Abwasser unter Hindernissen wie Flüssen oder Straßen hindurchführt. Darüber hinaus entstehen zwei neue Schachtbauwerke, bestehende Rohrsysteme werden zurückgebaut beziehungsweise neu errichtet.

Trotz der Arbeiten bleibt die Trinkwasserversorgung grundsätzlich gesichert. Lediglich während der Umbindung einzelner Hausanschlüsse kann es nach Angaben der Wasserwerke zu kurzen Versorgungsunterbrechungen kommen. Darüber werden die betroffenen Grundstücke rechtzeitig per Aushang informiert. Für den Verkehr bedeutet die Baumaßnahme erhebliche Einschränkungen.

Die Könneritzstraße ist zwischen der Könneritzbrücke und der Einmündung Anton-Bruckner-Allee für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Fußgängerinnen und Fußgänger können die Könneritzbrücke weiterhin passieren. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen die Könneritzstraße im ersten Bauabschnitt vom 7. Juli bis Mitte September weiterhin nutzen. Die Sperrung bleibt bis zum Abschluss der Dükersanierung im April 2027 bestehen.

Ab Mitte September erweitert ein zweiter Bauabschnitt die Arbeiten. Die Zufahrt nach Schleußig von der Käthe-Kollwitz-Straße aus kommend über die einstige Rödelbrücke soll während der gesamten Bauphase aufrechterhalten bleiben.

Bass aus Blech beim Bacchusfest

„Ohne Baß und ohne Haare – mit City durch die 80er Jahre“. Was zum Leitspruch einer der größten Rockbands des Ostens wurde, ist für eine ambitionierte Formation aus Leipzig quasi satzungsgemäß. Allerdings mit Haaren und aus einfachem Grund: sie wollen Musik machen, weil sie Freunde sind, doch André Piesch will nicht auf seine Tuba verzichten, an der er sich noch heute unterrichten lässt.

Und so sind „Re:Play“ um Sängerin Leonor Resende eine Band, bei der die tragenden Tiefen einem opulenten Blech entspringen. Heute Abend sind sie ab 18:30 Uhr beim Leipziger Weinfest auf dem Markt zu erleben. Die Hits, die das junge Ensemble verarbeitet, sind keine reinen Cover-Songs. Im Gespräch mit LZ verspricht der Mann der tiefen Töne: „Wir sind keine Tribute Band. Es gibt Titel, die wir lieben, die aber in unserer Konstellation neu entstehen und durchaus für Überraschungen sorgen.“

Klingen spannend. Re:Play sind heute Abend bei einem Glas Wein auf dem Markt zu hören. Foto: Jörg Singer

Selber sagen, was super ist

Endlich mal ein Preis, bei dem es auch darum geht, was den einfachen Betrachtenden gefällt. Heute startet die Bewerbungsfrist für die 14. Auflage des Architekturpreises der Stadt Leipzig. Erstmals wird dabei zusätzlich ein Publikumspreis vergeben, mit dem die Leipzigerinnen und Leipziger selbst über besonders gelungene Bauwerke abstimmen können.

Bis zum 18. September 2026 können Architektinnen und Bauherren Projekte einreichen, die zwischen 2022 und 2026 im Leipziger Stadtgebiet entstanden sind. Gesucht werden Bauwerke und Freiraumgestaltungen mit herausragender architektonischer Qualität. Besondere Aufmerksamkeit gilt Vorhaben, die nachhaltiges und ressourcensparendes Bauen beispielhaft umsetzen. Die Auslobungsunterlagen stehen ab heute unter www.leipzig.de/architekturpreis sowie über www.competitionline.com bereit.

Baubürgermeister Thomas Dienberg betont die neue Beteiligungsmöglichkeit der Bevölkerung: „In diesem Jahr sollen auch die Leipzigerinnen und Leipziger mit über die preiswürdigen Bauwerke abstimmen können. Denn, wie die gebaute Umwelt in der Stadt gestaltet ist, das ist nicht nur Expertenthema, sondern es wirkt sich unmittelbar auf die Lebensqualität jeder und jedes Einzelnen aus.“

Im Dezember 2026 werden sämtliche eingereichten Arbeiten in der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses präsentiert. Dort sowie online kann dann erstmals auch über den Publikumspreis abgestimmt werden. Die Preisverleihung ist für April 2027 vorgesehen.

Zuletzt wurde der Architekturpreis 2023 vergeben. Damals gabs gleich drei Auszeichnungen für die fertig gestellte Kindertageseinrichtung Tarostraße, den Erweiterungsbau der Apollonia-von-Wiedebach-Schule sowie die Skateanlage in Leipzig Grünau. Der Architekturpreis der Stadt wird in der Regel im zweijährigen Wechsel mit dem Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege der Kulturstiftung verliehen und geht auf einen Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 1999 zurück. Zuletzt  war die Auszeichnung aufgrund der finanziellen Situation Leipzigs ausgesetzt worden.

Baubürgermeister Dienberg freut sich über die Bürgerbeteiligung beim Architekturpreis. Foto: Michael Freitag

Dieser Spielplatz soll den Kindern gehör´n

Heute informiert die Stadt Leipzig über die geplante Sanierung des Spielplatzes „Wiesengrund“ in Liebertwolkwitz. Die Bürgerinformation beginnt um 16 Uhr direkt auf dem betroffenen Gelände an der Kreuzung Wiesengrund/Schaukelgraben.

Vorgestellt wird der aktuelle Planungsentwurf, der unter anderem auf Ideen basiert, die Hortkinder der Grundschule Liebertwolkwitz im Rahmen eines Workshops im April 2026 eingebracht haben. Interessierte Anwohnerinnen und Anwohner haben die Möglichkeit, sich über die geplante Neugestaltung zu informieren und ihre Anregungen in den weiteren Planungsprozess einzubringen.

Die Veranstaltung ist Teil der Bürgerbeteiligung der Stadt und soll dazu beitragen, die künftige Gestaltung des Spielplatzes an den Bedürfnissen der Familien und Kinder im Stadtteil auszurichten.

Trostlos und in die Jahre gekommen. Der Spielplatz Wiesengrund in Liebertwolkwitz soll jetzt attraktiver werden. Foto: Stadt Leipzig/Hauptamt

Ganz in Ruhe zum Doktortitel

Auf dem mühsamen Weg zum Doktortitel – und dann ständig Party in der Bude? Dagegen hilft nur ein ruhiger eigener Arbeitsplatz. Ab heute können sich Promovierende der Universität Leipzig um einen Arbeitsplatz in der Bibliothek Erziehungs- und Sportwissenschaft bewerben. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 13. September 2026, Voraussetzung ist ein entsprechender Nachweis.

Das Online-Bewerbungsformular stellt die Universitätsbibliothek jetzt auf ihrer Internetseite bereit. Arbeitsplätze in der Bibliotheca Albertina werden in diesem Vergabezeitraum wegen Bauarbeiten nicht angeboten. Die zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze sind mit PC, zwei Bildschirmen, großen Schreibtischen, Regalen und abschließbaren Schränken ausgestattet. Vergeben werden sie für festgelegte Nutzungszeiten montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr oder montags bis freitags von 15 bis 22 Uhr sowie samstags von 14 bis 18 Uhr; Absprachen innerhalb der Räume sind möglich.

Nach Angaben der Universitätsbibliothek kann der Promovierendenarbeitsraum mit eigenem Schlüssel genutzt werden. Die Bibliothek weist außerdem darauf hin, dass das Angebot fortlaufend evaluiert wird und Rückmeldungen der Nutzer ausdrücklich willkommen sind. Ein Anspruch auf einen Platz besteht wegen der zu erwartenden Nachfrage nicht.

Alles da in der Doktorandenstube. Die Plätze sind gut ausgestattet. Foto: Universitätsbibliothek Leipzig

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Es gibt 3 Kommentare

Die Frage, warum dieser Düker überhaupt noch weiterhin erforderlich ist – die Rödel ist seit 100 Jahren Geschichte – bleibt allerdings offen. Genau wie der Grund, daß dieser Düker in aller Gemütsruhe ein Dreivierteljahr saniert werden wird? Ich finde sowas lasch. Elend lange dauerten die Neubauten der Plagwitzer Brücke und der Karlbrücke. Und ich möchte wetten, daß bis April der Rödeldüker nicht fertig sein wird. Leider kann ich mir vorstellen, daß es Zeitgenossinnen und Zeitgenossen gibt, die das gutfinden, Stichwort Autohaß. Und dann würde es hinsichtlich des Straßenbelags um die Könneritzbrücke völlig reichen, die seit Jahren durch den zerbröselnden Teer durchguckenden Granitpflastersteine wieder abzudecken. Die Kupferschlackensteine auf der anderen Seite, wo wegen des Dükers geschachtet werden wird, mögen allerdings auf immer dort bleiben; man kann sich auch als Radfahrer (m/w/d/x) auf die Rutschigkeit einstellen. Es ist schade genug, daß man seit den 1990er Jahren glaubt, diese aus dem späten 19. Jahrhundert stammenden Würfel, die im Grunde nachhaltig wie nur was sind, verschwinden lassen zu können.

Rödeldüker ist super :))
Ansonsten bleibt die Frage: Wird bei der Gelegenheit die Mansfelder Kupferschlacke durch Asphalt ersetzt. Die paar Meter in der nördlichen Kö sind insbesondere bei Nässe sehr unangenehm glatt.

Das Lustige an der einstigen Brücke über die Rödel (die auf das Jahr 1878 zurückgeht) ist, daß sie, obschon sie nur noch als Relikt erkennbar ist und nichts mehr im eigentlichen Sinne überbrückt, bis heute den markanten Namen „Ferdinand-Lassalle-Brücke“ https://www.leipzig-lexikon.de/SONSTBAU/br_lassa.htm trägt. Die damals längst funktionslose Brücke hieß bis 1945 „Bismarckbrücke“ (analog wurde damals die „Bismarckstraße“ in „Ferdinand-Lassalle-Straße“ umbenannt). Eine „Rödelbrücke“ gab es auch mal, und zwar in der Rödelstraße hin zum Schleußiger Weg. Die schon 1889 im Oberlauf gekappte, nicht mehr durchflossene Rödel war dann vor ca. 100 Jahren bis zur heutigen „Ferdinand-Lassalle-Brücke“ verfüllt worden, also etwa im Bereich des parkseitigen Endes der heutigen „Industriestraße“.

Ansonsten ist mein Wort des Tages „Rödeldüker“.

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