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StuRa der Universität Leipzig unterstützt die Demonstration

Von Entmietung betroffene Mieter_innen und Studierende starten Akutprotest

Bereits seit 2013 organisieren sich die Hausbewohner_innen gemeinsam, um gegen die als Schikane empfundenen Maßnahmen des in einer entfernten Großstadt ansässigen Hausbesitzers vorzugehen. Dieser zeigte immer wieder Modernisierungsmaßnahmen wie bspw. das Anbringen von Balkons an. Dies geschieht, obwohl zwingend notwendige Instandhaltungsmaßnahmen, wahrscheinlich nicht zuletzt aufgrund der mangelnden Möglichkeit der Kostenumlage auf die Mieter_innen, nicht durchgeführt werden.

In zahlreichen gerichtlichen Auseinandersetzungen hat sich die Hausgemeinschaft u.a. wegen häufig eintreffenden (fristlosten) Kündigungen, welche nie gerichtlich Bestand hatten, zur Wehr gesetzt.

Die Organisator_innen des am Donnerstag stattfindenden Protestes sehen die Entmietung von einzelnen Häusern oder die Gentrifizierung ganzer Stadtteile als strukturelles Problem an, von dem viele Menschen betroffen sind und sein werden. Deshalb ist die akute Situation der Thierbacherstraße 6 nur ein Anlass für Protest, welcher am genannten Termin auf die Straße getragen werden soll.

Die Anmelder_innen der Demonstration mit dem angemeldeten Titel ‚Bezahlbarer Wohnraum für alle!‘ rufen deshalb alle von Entmietungsprozessen betroffenen Mieter_innen sowie alle solidarischen Leipziger_innen auf, gemeinsam für bezahlbaren und lebenswerten Wohnraum sowie gegen Immobilien als Kapitalanlage aktiv zu werden. Immer mehr Menschen organisieren sich bereits jetzt in ihren Stadtteilen und darüber hinaus um soziale Stadtentwicklung voranzutreiben. Das Bündnis ‚Leipzig – Stadt für alle!‘ ist hier nur ein Beispiel von vielen.

Die Hausbewohner_innen sind mit den Organisator_innen der Demonstration am 28.06.2018 gemeinsam der Überzeugung, dass individuelle und von der Öffentlichkeit ungesehene Verdrängungsprozesse unbedingt publik gemacht werden müssen. Die gegenseitige Unterstützung sowie eine gemeinsame Empörung sollten wesentliche Bestandteile des Widerstandes gegen den Gentrifizierungsschub sein.

Eine Hausbewohnerin fasst das aktuelle Motto der Hausgemeinschaft zusammen:

„Wütend, mutig und solidarisch stellen wir uns den Entmietungsprozessen entgegen!“

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