Ăberraschend nahm die Stadt Grimma am 04.04.2019 zur Kenntnis, dass seitens der Landesdirektion Leipzig die von der Stadt Grimma beantragte Verlängerung der denkmalschutzrechtlichen Abbruchgenehmigung vom 28. November 2014 abgelehnt wird. Die Stadt Grimma hat bereits im Juli des letzten Jahres die geforderten naturschutzrechtlichen Untersuchungen durchfĂźhren lassen.
Die Ergebnisse wurden dem Landkreis Leipzig zugeleitet. Bis zum heutigen Tage erfolgte sowohl durch die Landesdirektion Leipzig als auch durch den Landkreis Leipzig keinerlei Reaktion. Schon deshalb hätte vor der Ablehnung des Verlängerungsantrages aus naturschutzrechtlichen Grßnden eine AnhÜrung durch die Landesdirektion Leipzig stattfinden mßssen.
Primäres Ziel der Ăbernahme der Golzerner Papierfabrik war die Sicherung von ca. 40 Arbeitsplätzen der zweimal am Standort der jetzigen Ruine der Golzerner Papierfabrik schwer geschädigten Firma. Dies ist gelungen, die Firma existiert an einem von der Stadt Grimma zur VerfĂźgung gestellten hochwassersicheren Standort fort.
Durch den Abbruch der Ruine der Golzerner Papierfabrik, welche sich eingeschlossen von zwei Naturschutzgebieten zum groĂen Teil direkt in der Mulde und damit im Ăberschwemmungsgebiet befindet, sollte der Hochwasserschutz fĂźr den in der Nähe der Ruine befindlichen Ortsteil Dorna verbessert werden.
âIn Dorna zählt jeder Zentimeterâ, so OberbĂźrgermeister Matthias Berger. âMit dem Abbruch verbessert sich der Hochwasserschutz, so dass dieses Ziel auch weiter verfolgt wird. Das sich durch den Abbruch ergebende verbesserte Abflussverhalten wurde durch ein Gutachten der Landestalsperrenverwaltung belegt.â
âSelbst wenn es den behaupteten Investor gibt, der bereit ist mehrere Millionen in die Ruine und damit letztendlich in die Mulde zu bauen, wird dieser aus genau denselben naturschutzrechtlichen GrĂźnden, welche jetzt den Abbruch verhindern, nie eine Baugenehmigung bekommen. Zudem liegt die Ruine, wie schon ausgefĂźhrt, mitten im Ăberschwemmungsgebiet, was fĂźr sich schon jede Bebauung unmĂśglich macht.â
âIch bin mir sicher, dass durch die ständigen VerzĂśgerungen, die unentschlossene BehĂśrden aber auch einige unverantwortlich agierende Privatpersonen zu verantworten haben, die Papierfabrik in den nächsten Jahren in sich zusammenrutschen wird. Die dadurch entstehende unkalkulierbare Hochwassergefährdung fĂźr die direkten Anlieger und fĂźr die Dornaer haben diese dann auch zu verantworten.â, so OberbĂźrgermeister Berger weiter. Dies hält er fĂźr unverantwortlich und wird gegen den Bescheid Rechtsmittel einlegen.
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