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(K)ein Rätsel, sondern optimistischer Realismus: Neues aus dem Zentrum jüdischer Kultur Ariowitsch-Haus

Es ist überhaupt kein Rätsel, weshalb abends die Fenster des Ariowitsch-Hauses im Waldstraßenviertel nicht leuchten und tagsüber keine Stimmen die Wände des Hauses beleben. Es ist Corona-Ausnahmezustand …

Aber wer denkt, dass das kulturelle Leben hier zum Erliegen gekommen ist, irrt sich. Die virtuelle Version des Ariowitsch-Hauses ist aus der Not heraus entstanden, hat aber schnell einen Weg zu den Gästen des Hauses gefunden und sich auch eine neue Basis an virtuellen Fans erspielt. In der Krise liegen eben auch Chancen!

In dieser virtuellen Welt des Zentrums jüdischer Kultur passiert alles noch in Echtzeit und ist real: Debatten über gesellschaftspolitische Themen, Rap-Workshops, kulinarische Kurse für die koschere Küche und sogar Einzelunterricht in Volkstänzen und in klassischem Ballett. Wer will, kann sich einen Dokumentarfilm ansehen, wer einen Video-Spaziergang durch das Haus machen möchte, wird gern geführt.

Das virtuelle Haus bietet gemeinsames Singen, Kochen und Tanzen, Unterhaltung für alle Sinne vor dem Bildschirm zuhause. Und all das ohne feste Öffnungszeiten, wann immer die Gäste eintreten mögen! Unterhaltung ist jederzeit geboten.

Das Ariowitsch-Haus Virtuell ist immer noch ein Kultur- und Begegnungszentrum. Die Wandlungsfähigkeit ist auch Thema der Unterhaltungsangebote – wie sonst kann man den Vorschlag nennen, zusammen zu rätseln und aus den Buchstaben, die das Wort „Ariowitsch-Haus“ bilden, weitere Worte zu finden?

„Ich habe schon fast 50 Wörter gefunden!“, sagt Küf Kaufmann, Direktor des Hauses, „ich weiß, dass ich keine Chance auf einen Sieg habe, aber ich werde auf jeden Fall meinen persönlichen Wortschatz erweitern! Darüber hinaus freue ich mich über ein virtuelles Treffen im Ariowitsch-Haus. Manchmal hilft uns eine andere Sicht auf die Dinge, die Realität besser zu verstehen und zu wertschätzen, um mit neuem Enthusiasmus und Freude auf die zukünftigen Treffen mit unseren treuen Gästen zu blicken.“

Das virtuelle Ariowitsch-Haus zündete für seine Freunde die Lichter in den Fenstern an, und obwohl seine echten Türen geschlossen sind, ist dieser Begegnungsort immer noch offen für alle.

Termine im Ariowitsch-Haus Virtuell

Mittwoch, 20. Mai, 19 Uhr
Livestream: Basiswissen zum Judentum

7. Thema: Wie Juden beten
Wie feiert die Gemeinde in der Synagoge? Wie hat sich die Gebetsordnung entwickelt? Wie sehen jüdische Gebetbücher aus? Der sächsische Landesrabbiner Zsolt Balla und Dr. Timotheus Arndt von der Forschungsstelle Judentum der Theologische Fakultät der Universität Leipzig geben im Livestream Antworten auf diese Fragen.

Online-Reihen

Küf Kaufmann: „Wodka ist immer koscher“
Der Direktor des Ariowitsch-Hauses liest jede Woche eine andere Geschichte aus seinem Roman, manchmal humorvoll, manchmal traurig.

Dr. Marco Helbig: „Ephraim Carlebach – neoorthodoxer Rabbi in einer liberalen Stadt“
Der Historiker liest im Videoblog aus dem Buch zur Ausstellung über die Lebensgeschichte des berühmtesten Leipziger Rabbiners und Schulgründers Ephraim Carlebach.

Rätselspaß
Bilderrätsel, Zahlenrätsel und Wortknobeleien: Jede Woche gibt es ein neues Rätsel-Video zum Kopfzerbrechen. Unter den richtigen Einsendungen werden koscherer Köstlichkeiten verlost.

Beteawon! Guten Appetit!
Yulia Merzogitova teilt ihre Rezepte für Kokoskekse, Halla und andere Köstlichkeiten in virtuellen Kochkursen.

Jüdische Tänze
Nataliya Ivasova bietet eine Vorschau auf die Tanzkurse im Ariowitsch-Haus. In verschiedenen Workshops zeigt sie Tanzschritte jüdischer Tänze zum Nachtanzen.

Alle Videos und Links sind im Ariowitsch-Haus virtuell unter www.ariowitschhaus.de zu finden. Wir freuen uns über digitalen Besuch!

Das Ariowitsch-Haus ist das größte Zentrum für jüdische Kultur in Sachsen. Die Begegnungsstätte bildet mit zahlreichen Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, Seminaren und Vorträgen sowie dem Mehrgenerationenhaus ein buntes Zentrum in der Nachbarschaft des Leipziger Waldstraßenviertels.

Der Stadtrat tagt: Die Mai-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung

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Foto: L-IZ.de

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„Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ – Jüdisches Leben in Gohlis und der äußeren Nordvorstadt
Michaeliskirche. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Noch bis zum 29. Oktober ist die Ausstellung „Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ – Jüdisches Leben in Gohlis und der äußeren Nordvorstadt – in der Michaeliskirche am Nordplatz täglich von 15 bis 18 Uhr zu sehen.