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Justizzentrum Leipzig – Architekturwettbewerb zum 3. Bauabschnitt Fachgerichtszentrum entschieden

Für den Neubau des Fachgerichtszentrums Leipzig wurde durch die Niederlassung Leipzig I des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, die drei Fachgerichtsbarkeiten und einen Teil der Staatsanwaltschaft an einem Standort zu konzentrieren. Hiermit sollen Synergien hinsichtlich der Nutzung von Gerichtssälen sowie gemeinsamen Einrichtungen wie der Rechtsantragsstelle genutzt werden.

Eine fachkundige Jury ermittelte am 8. und 9. Juli 2020 unter dem Vorsitz von Prof. Jörg Springer die Preisträger des Architekturwettbewerbes.

Das neunköpfige Preisgericht aus freien Architekten, Fachleuten des Sächsischen Ministeriums der Finanzen, des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, Vertretern des Arbeitsgerichts Leipzig, Sozialgerichts Leipzig, Verwaltungsgerichts Leipzig und der Staatsanwaltschaft Leipzig sowie Vertretern der Stadt Leipzig und des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement entschied, den Entwurf des Büros Weinmiller Großmann Architekten PartGmbB aus Berlin auf Platz 1 zu setzen.

Das Preisgericht charakterisiert den Siegerentwurf unter anderem wie folgt:

„Durch die beiden gleichwertigen, ausgewogenen Baukörper wird eine optimale Ausnutzung des Baufeldes erreicht. Dabei fügt sich die Baumasse harmonisch in die umgebende Bebauung ein und nimmt in der Höhenentwicklung die Staffelung von Wohnbebauung zum Amtsgericht auf.

Der Entwurf bietet in einer wirtschaftlichen Gebäudestruktur nahezu durchgängig schön differenzierte Innenräume sowohl für Mitarbeiter als auch für Besucher an. Der äußere Ausdruck ist angemessen klar und zurückhaltend.

Die Innenhöfe sind großzügig dimensioniert und schaffen neben der Belichtung auch interessante Aufenthaltsbereiche auf verschiedenen Ebenen. …“

Weitere Preisträger sind die ArGe Gina Barcelona Architects + Behet Bondzio Lin Architekten Leipzig, Barcelona und FRICK KRÜGER NUSSER PLAN2 Architekten Generalplaner GmbH München, jeweils mit einem 3. Platz.

Das Wettbewerbsgebiet befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Amtsgericht Leipzig und dem Neubau der Staatsanwaltschaft Leipzig. Der ausgewählte Wettbewerbsbeitrag besticht durch eine funktionale Organisation der insgesamt rund 9.300 Quadratmeter Nutzungsfläche mit einer zeitgemäßen Gestaltung.

Neben 5 gesetzten Teilnehmern hatten sich 32 Bewerber aus mehreren europäischen Ländern für diese Planungsaufgabe beworben. Im Rahmen eines Auswahlverfahrens wurden insgesamt 20 Büros zur Teilnahme aufgefordert, eine Arbeit für den Wettbewerb abzugeben – 19 Arbeiten wurden eingereicht.

Die im Rahmen des Architektenwettbewerbs eingereichten Arbeiten werden im Zeitraum vom

31. August bis 11. September 2020
Montag – Donnerstag von 8:30 – 10:30 Uhr und 11:30 – 13:30 Uhr
Freitag von 8:30 – 10:30 Uhr und 11:00 – 13:00 Uhr
im Finanzamt Leipzig I
Wilhelm-Liebknecht-Platz 3
04105 Leipzig

ausgestellt.

Machtgefälle im Kopf. Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 80 ist da: Was zählt …

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