1.8 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Halle Lecture: Philosoph Georg Bertram über unser Verhältnis zur Welt

Von Martin‐Luther‐Universität Halle‐Wittenberg

Mehr zum Thema

Mehr

    Befinden wir uns in einer Welt, in der wir nicht mehr über die „eigentlichen“ Dinge sprechen, sondern uns in Diskussionen darüber verlieren? Gibt es dafür einen Ausweg? Diesen Fragen geht am 26. November Prof. Dr. Georg W. Bertram vom Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin im Rahmen der „Halle Lectures“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) nach. Der Vortrag wird vom Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung (IZP) organisiert und findet aufgrund der Pandemie online statt. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.

    Die geistige Situation gegenwärtiger Gesellschaften ist gängigen Theorien zufolge durch umfassende Ästhetisierungen, durch Digitalisierung und durch Postkolonialität geprägt. Viele Themen lassen sich ohne diese großen Zusammenhänge kaum noch denken oder diskutieren. Bertram fragt, ob wir in unseren Debatten die „Dinge“ selbst verloren haben.

    In seinem Vortrag im Rahmen der „Halle Lectures“ geht es ihm darum, zu überlegen, wie sich gegen einen solchen drohenden Verlust andenken lässt. Er plädiert dafür, mithilfe von Improvisation und Konflikt dem Ausdruck der Dinge ein Eigenrecht zu verleihen.

    In seiner Forschung widmet sich Bertram vor allem der Kunst und Ästhetik, aber auch der Frage, was den Menschen ausmacht. Er ist Sprecher eines kürzlich bewilligten Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft, das unter dem Titel „Normativität, Kritik, Wandel“ untersucht, inwieweit die kritische Reflexion von Normen die Veränderung der ausgeübten Handlungen bedingt.

    In den Halle Lectures referieren jährlich zwei herausragende, international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Vorträge richten sich sowohl an Forschende und Studierende als auch an die breite Öffentlichkeit.

    Die Reihe findet in Kooperation der Interdisziplinären Zentren für Pietismusforschung (IZP) und für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA), der Alexander von Humboldt-Professur für Neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer, der Franckeschen Stiftungen zu Halle und des Landesforschungsschwerpunkts „Aufklärung-Religion-Wissen“ statt.

    Veranstaltung:
    Prof. Dr. Georg W. Bertram: „Dinge im Konflikt. Für eine Hermeneutik der Improvisation“
    Donnerstag, 26. November, 18 Uhr

    Weitere Informationen und Link zum Livestream unter: www.izp.uni-halle.de

    Zumutungen: Wie lebt man eigentlich in einer Gesellschaft, in der es keine „ewigen Wahrheiten“ mehr gibt?

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ