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Erster CSD in Taucha musste wegen rechten Störern vorzeitig abgebrochen werden

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    Am 22.08.21 fand der erste Christopher Street Day in Taucha bei Leipzig statt. Der CSD ist eine Demonstration und Feier gegen Diskriminierung und für Gleichstellung, Akzeptanz und Toleranz. Wir setzen uns gemeinsam aktiv gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität und für die Akzeptanz aller „nicht-normativ heterosexuellen“ Menschen ein. 

    Unser Ziel ist, dass sich queere Menschen ohne Angst und Verfolgung auch in kleineren Städten in Sachsen offen bewegen können sollen.

    Paul Podbielski von der Linksjugend Sachsen, welche die Demonstration angemeldet hatte, sagt:

    „Die Vorfälle in Taucha bestärken uns, dass es Veranstaltungen wie den CSD auch außerhalb der Großstädte benötigt. Es ist wichtig für queere Vielfalt auf die Straße zu gehen, erst recht, wenn Neonazis dies verhindern wollen! Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir kämpfen weiter für Gleichberechtigung und gegen Rechtsradikale und queer-feindliche Menschen. Auch in anderen sächsischen Städten werden wir sein. Am 11.09.21 findet ein CSD in Görlitz statt und am 25.09.21 werden wir in Riesa sein!“

    Marco Böhme, ebenfalls Mitglied im Jugendverband Linksjugend Sachsen und Landtagsabgeordneter, war mit vor Ort und sagt:

    „Es ist wichtig auch außerhalb der Großstädte für eine queere Sichtbarkeit auf die Straße zu gehen. Wir wurden von vielen Einwohnern freundlich empfangen und zogen mit einer kraftvollen Demonstration vom Bahnhof zum Markt. Auf der Aufzugsstrecke in der Leipziger Straße kam es jedoch zu ersten Störungen durch homophobe Kommentare einiger Personen aus dem rechten Spektrum. Diese pöbelten im Verlauf des Tages immer wieder zu einzelnen Besuchern, wodurch diese sich unsicher fühlten. Auch ich persönlich wurde homophob beleidigt.

    Gegen 14 Uhr gelangte eine Gruppe rechter Personen zur Kundgebung und verblieb an dieser. Die örtliche Polizei war zunächst nur mit einer Hand voll Beamten vor Ort, und hatte Mühe, die Personengruppe aus dem Kundgebungsbereich zu entfernen. Als schließlich immer mehr mutmaßliche Neonazis im Stadtgebiet in Kleingruppen umherliefen und Ausschau nach queeren Personen machten, entschieden sich die Veranstalter des CSD, diesen vorzeitig zu beenden, um keine Personenschäden zu riskieren.

    Diese Zustände beweisen einmal mehr, wie wichtig es ist für eine offene Gesellschaft in Sachsen zu kämpfen. Wir lassen uns durch diese rechten Spinner nicht unterkriegen und werden weiter all die Menschen unterstützen, die außerhalb der Großstädte Unterstützung im Alltag brauchen.“

    Luise Neuhaus Wartenberg, Vizepräsidentin des sächsischen Landtags, war mit vor Ort und ergänzt:

    „Ich danke allen, die am Sonntag auf der Straße waren und Gesicht für ein vielfältiges Taucha gezeigt haben. CSD ist eben nicht immer nur Party, es ist vor allem das Aufzeigen von queeren Strukturen ohne Angst und Diskriminierung. Erschreckend ist es, immer wieder sehen zu müssen, wie bitter nötig es ist, diese Freiräume zu schaffen, um Menschen Mut zu machen ihre Sexualität nicht verstecken zu müssen. Die Provokationen der rechten Seite an diesem Tag verurteilen wir, lassen uns aber definitiv nicht von diesen aber nicht entmutigen.“

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