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Der Stadtrat tagt: Die Regenbogenfahne wird ab 2022 auch am 17. Mai gehisst

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    Ab dem kommenden Jahr wird die Stadt Leipzig jeweils am 17. Mai die Regenbogenfahne vor dem Neuen Rathaus hissen. Das hat der Stadtrat am Mittwoch, dem 15. September, beschlossen. Es handelt es sich dabei um den jährlichen Internationalen Tag gegen Homo-, Trans- und Interphobie. Außerdem soll die Stadt künftig in der Mai-Ratsversammlung über die Lebenssituation von queeren Personen informieren und über konkrete Vorfälle von Homo-, Trans- und Interfeindlichkeit berichten.

    „Es wäre ein gutes Signal, an diesem Tag als Stadt Farbe zu bekennen“, begründete SPD-Stadträtin Christina März den Antrag ihrer Fraktion. Sie verwies auch auf Dresden als Vorbild – dort sei es bereits so, dass die Fahne sowohl am 17. Mai als auch zu Beginn der Veranstaltungen zum „Christopher Street Day“ (CSD) gehisst wird.Beate Ehms aus der Linksfraktion erinnerte an einen Vorfall in Taucha am 22. August dieses Jahres. Damals musste der von der Linksjugend organisierte CSD abgebrochen werden, weil es Pöbeleien und Provokation durch Neonazis gegeben hatte.

    Die Verwaltung hatte sich in ihrer Stellungnahme gegen das Hissen am 17. Mai ausgesprochen. „Durch ein zusätzliches Hissen der Regenbogenfahne vor dem Neuen Rathaus am 17. Mai zum Internationalen Tag gegen Homo-, Trans- und Interfeindlichkeit würde dem Symbolakt zum CSD vorgegriffen werden und somit die Wirkung einer langjährigen Tradition verwässert.“

    Thomas Köhler (Piraten) aus der Freibeuter-Fraktion sprach sich dafür aus, Feindlichkeit gegenüber Homo-, Trans- und Inter-Personen nicht als „Phobie“ zu bezeichnen, sondern als das zu benennen, was es ist.

    Von Martin Biederstedt aus der Grünen-Fraktion kam zudem der Hinweis, dass nicht nur cis-Männer die Flagge hissen sollten – das sei aus seiner Sicht zuletzt die Regel gewesen. Zudem sei die Regenbogenfahne nicht mehr auf dem neuesten Stand, um das gesamte Spektrum queerer Personen abzubilden. Mittlerweile gibt es beispielsweise Varianten mit mehr Farben, die schwarze und trans Menschen stärker betonen sollen.

    Zunächst einmal bleibt es aber bei der Regenbogenfahne in der bewährten Variante, die ab 2022 zweimal jährlich vor dem Neuen Rathaus zu sehen sein soll. Lediglich die AfD und die CDU stimmten gegen den Antrag.

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      1 KOMMENTAR

      1. Wäre mal gut gewesen, dass Lizzy auch hier knallhart recherchiert hätte, warum es gerade der 17. Mai sein soll (also jedes Jahr!). Das ist z.B. der Nationalfeiertag von Norwegen…

        Ein Halbsatz zum §175 hätte schon gelangt – welcher hiermit nachgetragen sei.

        Im übrigen bedeuten die einzelnen Farben in der Regenbogenflagge keineswegs irgendwelche „Geschmacksrichtungen“ menschlicher Vorlieben. Einzig noch das Violett hat sich als feministisches Symbol entwickelt. (Zum Weiterlesen: „Flaggenlexikon“ und „CSD“ eingeben.)

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