In der zweiten Verhandlungsrunde für die rund 9.000 Beschäftigten der Postbank im Deutsche-Bank-Konzern hat die Arbeitgeberseite sich nur wenig bewegt. Das vorgelegte Angebot beinhaltet eine Erhöhung der Gehälter nach drei Nullmonaten zum 1. Juli 2026 um 2,4 Prozent und weitere 2,3 Prozent nach einem Jahr. Aus Sicht der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) reicht dieses jedoch weiterhin nicht aus, um eine Einigung zu erzielen.
„Die Deutsche Bank hat ein Rekordergebnis verkündet. Die Beschäftigten haben maßgeblich zu diesem hervorragenden Jahresergebnis beigetragen. Sie haben kein Verständnis dafür, dass für sie ein Reallohnverlust durchgedrückt werden soll und von den Rekordgewinnen nur die Aktionäre profitieren.“ so Katrin Behrens, ver.di-Gewerkschaftssekretärin im Bereich Finanzdienste.
Schon vor der letzten Verhandlungsrunde haben daher zahlreiche Beschäftigte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Arbeit niedergelegt und damit deutlich gemacht, dass sie hinter den Forderungen der ver.di-Tarifkommission stehen.
ver.di ruft die Beschäftigten nun von Donnerstag, den 28. Mai 2026 bis einschließlich Samstag, den 30. Mai 2026 bundesweit erneut zu Arbeitsniederlegungen auf, um den Druck in den Verhandlungen weiter zu erhöhen.
Am Donnerstag, den 28. Mai 2026, werden die Beschäftigten der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um 10 Uhr auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig zu einer Kundgebung zusammenkommen und ihren Protest gegen die Haltung des Konzerns in der Tarifrunde deutlich zeigen.
In der laufenden Tarifrunde fordert ver.di unter anderem eine Erhöhung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich sowie 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung. Neben einer deutlichen Verbesserung des Gehaltsangebotes fordern die Beschäftigten verlässliche Perspektiven und sichere Arbeitsplätze. Die fortschreitende Transformation, Filialschließungen und steigende Arbeitsbelastung sorgen bei vielen Beschäftigten für erhebliche Unsicherheit.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 15. Juni 2026 in Frankfurt am Main statt.






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