Die zivil-militärische Kommunikationsübung „Mutuality / Reciprocity“ 2026 (MuRe 2026) ist in Sachsen erfolgreich durchgeführt worden. Im Mittelpunkt der Übung stand die behördenübergreifende Kommunikation zwischen zivilen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sowie der Bundeswehr bei der Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten.
Staatsminister Armin Schuster: „Im Ernstfall müssen die richtigen Stellen schnell miteinander kommunizieren und zuverlässig Informationen austauschen. In der Übung MuRe 26 haben Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern Kommunikation in komplexer Situation über verschiedene Ebenen trainiert. Die kommende Auswertung wird wichtige Erkenntnisse und Impulse zur Verbesserung und Stärkung auch der sächsischen Krisenresilienz liefern.“
Hintergrund: Zivil-militärische Kommunikationsübung MuRe 2026
Vom 27. bis 29. Oktober 2026 führten das Bundesministerium des Innern und das Bundesministerium der Verteidigung gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen, dem Landkreis Görlitz und weiteren Partnern die zivil-militärische Kommunikationsübung „Mutuality / Reciprocity“ auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im Landkreis Görlitz durch.
Die Übungspartner überprüften die technische Zuverlässigkeit des Digitalfunks BOS und dessen Nutzung über Organisationsgrenzen hinweg und testeten insbesondere die Meldeketten, die Übermittlung von Meldungen und die gemeinsame Führung von Einsatzkräften. Die Bundeswehr setzte ergänzend eigene Kommunikationsmittel ein. Die Übungspartner stellten außerdem Möglichkeiten des breitbandigen Digitalfunks der nächsten Generation vor. Die Bundesnetzagentur begleitete die Übung mit Maßnahmen zur Frequenzüberwachung und Frequenzkoordinierung.
Das Bundeskabinett beschloss am 27. August 2025, das Zusammenspiel staatlicher Kommunikationssysteme im Krisenfall zu überprüfen. MuRe 2026 setzt diesen Beschluss um und stärkt die zivil-militärische Zusammenarbeit sowie den Bevölkerungsschutz.
An der Übung beteiligten sich unter anderem die Bundeswehr, die Bundespolizei, die Polizei Sachsen, der Verwaltungsstab des Sächsischen Staatsministeriums des Innern, die Landesdirektion Sachsen, die Feuerwehren, die Rettungsdienste und der Katastrophenschutz des Landkreises Görlitz sowie das Technische Hilfswerk.




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