Einlassbauwerk für die Papitzer Lachen soll jetzt im Dezember eingebaut werden

Wie schwer es ist, die alte Elsteraue wieder an eine natürliche Wasserquelle anzuschließen, das wurde in der Informationsveranstaltung des NABU Sachsen am 4. November im Naturkundemuseum auch am Beispiel des Gebiets nördlich der Neuen Luppe, südlich von Schkeuditz, sichtbar. Hier möchte der NABU wieder einen regelmäßigen Wasserzulauf instand setzen, der unter anderem die Papitzer Lachen befeuchtet.

Auch hier gilt, was für das südlich der Neuen Luppe gelegene Gebiet um Burgaue und Pfingstanger gilt: Die vor 80 Jahren als künstliches Gewässer angelegte Neue Luppe hat sich so tief ins Gelände eingeschnitten, dass sie wie ein Trichter wirkt und aus den angrenzenden Auen das Wasser regelrecht abfließen lässt.

Dem sollte schon seit den 1990er Jahren mit einem Wassereinlass an der Weißen Elster begegnet werden, der auch leidlich funktionierte, derzeit aber einen desolaten Eindruck macht. Damals wurde hier sehr provisorisch gebaut. Anders freilich als in der Burgaue braucht es hier auch keine großen Wassermengen, um alte Fließverläufe zu revitalisieren. Auch die geringe Einlaufmenge der Vergangenheit hat genügt, um die Papitzer Lachen zu stabilisieren.

Bei den Bauarbeiten im nördlichen Projektteil handelt es sich also um den Ersatzneubau eines Auslassbauwerks aus den 1990er Jahren, mit dem Wasser aus der Weißen Elster in die Papitzer Lachen bei Schkeuditz geleitet wird. Aber auch hier gilt – genauso wie im südlichen Teil des Projekts „Neue Luppe“: Ziel der Aktivitäten ist die Verbesserung der Wasserverhältnisse in dem von Austrocknung bedrohten Auenökosystem zwischen Leipzig und Schkeuditz. Die hier lebenden, geschützten Tier- und Pflanzenarten sind auf auentypische, wechselnde Wasserstände angewiesen. Durch menschliche Eingriffe, wie Flussregulierungen, Deichbau und Tagebau fehlt jedoch diese natürliche Auendynamik, so dass die Zukunft dieses Lebensraums bedroht ist, der nach der FFH-Richtlinie der Europäischen Union geschützt ist und erhalten werden muss.

Die Städte Schkeuditz und Leipzig haben das Projekt „Lebendige Luppe“ im Rahmen des Grünen Ringes Leipzig vor wenigen Jahren maßgeblich entwickelt. Die Stadt Schkeuditz ist auch weiterhin Partner im Projekt „Lebendige Luppe“ und begleitet die Planungen intensiv.

Die ehemaligen Lehmstiche der Papitzer Lachen haben sich zu wertvollen Amphibienhabitaten entwickelt und sind ebenfalls von der Austrocknung bedroht. Das bereits bestehende Auslassbauwerk, das die Lachen mit Wasser aus der Weißen Elster versorgt, wird nun endlich erneuert. Zudem ist auch hier die Wiederbespannung der alten Luppe geplant. Mit der angestrebten Anhebung des Grundwasserspiegels sollen typische Auenbiotope gestärkt und einer weiteren Austrocknung der Hartholzaue entgegengewirkt werden.

Über den Stand im Nordteil berichtete am 4. November Philipp Steuer, Mitarbeiter des NABU Sachsen. Er kündigte die Erneuerung des Auslassbauwerkes an der Weißen Elster in den kommenden Wochen an. Mit dem inzwischen maroden und nur eingeschränkt funktionstüchtigen Bauwerk werden die Papitzer und Modelwitzer Lachen, ehemalige Lehmstiche, mit Wasser versorgt. Ohne diese Wasserzufuhr würden sie binnen weniger Tage trockenfallen. Eigentlich sollte schon längst gebaut werden. Aber da war die beauftragte Firma wohl zu optimistisch in der Ankündigung: das neu projektierte Bauwerk trocknet noch und soll – wenn das Wetter mitspielt – bis Dezember an Stelle des maroden alten Bauwerks eingebaut werden.

Dabei hat der NABU auch extra nach einer Firma gesucht, die in der Lage ist, in schwerem Gelände zu arbeiten, ohne dafür extra eine zwei Kilometer lange Baustraße zu bauen – denn so weit ist die Entfernung zur nächsten befestigten Straße. „Wir haben nun eine Firma gefunden, die sich mit solchen Projekten schon auskennt und mit einem Raupenfahrzeug an die Stelle kommt“, sagt Steuer. Das Raupenfahrzeug würde auch auf unbefestigtem Boden vorankommen und andererseits auch den zum Teil landwirtschaftlich genutzten Boden nicht zusätzlich verdichten.

„Die Bauzeit wird etwa zwei Wochen betragen“, sagte Philipp Steuer, „derzeit trocknet der Beton des Fertigteils.“

Das Wasser durchfließt nach der Einleitung aus der Weißen Elster die Lachen und versickert aktuell in den Altarmen des Luppenetzes. Mit 55 Liter Wasser pro Sekunde, so Steuer, könnte man im Gebiet der Papitzer Lachen schon die nötigen Vernässungseffekte erzielen und auch den Grundwasserspiegel anheben.

Einige weitere kleinere Eingriffe sollen für einen verbesserten Durchfluss über die nördliche Alte Luppe in die Weiße Elster sorgen. Da werde aber noch intensiv überlegt, welche Altarme man zu einem funktionierenden Gewässersystem verbinde, so Steuer. Denn wenn man die gut ausgeprägten Altarme direkt in Nähe des Luppedeiches nutze, habe man gleich wieder das Problem, dass das Wasser unterirdisch in die Neue Luppe abfließe. Das würde also nicht funktionieren. Deswegen suche man etwas weiter nördlich nach sinnfälligen Grabenverläufen, die dann auch einen Abfluss der Wasser Richtung der Alten Luppe ermöglichten.

Am 4. November entspann sich dann noch ein kleiner fachlicher Streit unter den Naturschützern, wie denn nun die Gewässerläufe tatsächlich hießen, die man da nun neu bewässere. Ein Streit, der erst verständlich wird, wenn man sich die Karten des komplexen Gewässersystems im Leipziger Auengebiet um 1854 anschaut, bevor die ganzen künstlichen Veränderungen begannen, die erst die Probleme der Gegenwart erzeugt haben. Damals nicht ohne Grund, wie Angela Zábojník, die verantwortliche Abteilungsleiterin aus dem Leipziger Amt für Stadtgrün und Gewässer, betont, denn damals begann die Aue durch die Einleitung der Abwässer der neu entstehenden Industrie regelrecht zu stinken und zum Malariaherd zu werden. Es war auch reiner Selbstschutz der damaligen Leipziger, als sie künstliche Flüsse, Auffangbecken und Wehre bauten, um das Wasser schneller aus der Stadt zu befördern. Später kamen dann verstärkt noch Hochwasserschutzaspekte hinzu.

Im Ergebnis halten die ganzen künstlichen Bauten und Einbauten nun spätestens seit dem Bau der Neuen Luppe 1934 das Wasser aus dem Auenwald ab und sorgen dafür, dass diese geschützte Landschaft trocken fällt und ihren einzigartigen Artenreichtum verliert. Und die Baumaßnahmen haben dazu geführt, dass viele alte Auenflüsse – wie die vielen sich mehrfach verzweigenden Luppen – von der Neuen Luppe einfach zerschnitten wurden, so dass die alten Fließgräben heute neu beschickt und auch neu definiert werden müssen.

„Wobei wir trotzdem versuchen, die Eingriffe so gering wie möglich zu halten“, sagt Steuer. Und wenn im Dezember nicht gebaut werden könne, weil das Wetter wirklich nicht mitspiele, dann müsse man das neue Einlassbauwerk notgedrungen im Frühjahr bauen. „Da hilft dann alles nicht.“

Die „Lebendige Luppe“ erhält als erstes sächsisches Projekt eine Förderung im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt, das durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit realisiert wird. Gefördert wird es zudem durch den Naturschutzfonds der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt. Es ist ein Schlüsselprojekt des Grünen Rings Leipzig und des NABU Leipzig.

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