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Das Haus an der Lortzingstraße soll jetzt endgültig zu einem modernen Naturkundemuseum werden

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    Seit einem Monat ist klar: Ein Naturkundemuseum in Halle 7 der Spinnerei wird es nicht geben. Die 37 Millionen Euro, die dieser Umbau kosten würde, kann sich Leipzig einfach nicht leisten. Das ist der Zeitpunkt, an dem eigentlich nach jahrelanger Herumeierei das getan werden könnte, was seit zehn Jahren auf der Tagesordnung steht: Das zentral gelegene Haus einfach zu modernisieren und zu erweitern.

    Und genau das beantragt die CDU-Fraktion jetzt: „Die Ratsversammlung bekennt sich zu einem modernen Naturkundemuseum mit einem innovativen Museumskonzept und überregionaler Bedeutung für den mitteldeutschen Raum am Standort Lortzingstraße. Das Museumsgebäude wird saniert und erweitert. Im Doppelhaushalt 2019/20 werden die erforderlichen Mittel bereitgestellt.“

    Und damit kehrt die CDU-Fraktion zu ihrem ursprünglichen Antrag aus dem März 2015 zurück, der am Ende nie bis zur Beschlussfassung im Stadtrat kam, weil auf einmal die wilde Idee auf den Tisch kam, man könnte das Naturkundemuseum in die Spinnerei verfrachten.

    Damals hatte es die CDU-Fraktion so begründet: „Das Naturkundemuseum ist historisch gewachsener Bestandteil der Museumslandschaft Leipzigs – sowohl inhaltlich als auch architektonisch. Das Naturkundemuseum Leipzig, das 2006 auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblicken konnte, hat sich im Laufe der Jahre zu einem bedeutenden Sammlungs-, Bildungs- und Ausstellungszentrum entwickelt. Es verfügt über beachtliche Sammlungen in den Bereichen Geologie, Botanik, Zoologie und Archäologie, die auch international von Bedeutung sind.

    Besonders hervorzuheben sind die Dermoplastiken von Herman ter Meer. Als mittelgroßes Museum im mitteldeutschen Raum, birgt das Museum noch sehr viel Potenzial, das es zu heben gilt. Die allgemein bekannte derzeitige völlig inakzeptable Situation des Naturkundemuseums Leipzig, ergibt sich aus der fehlenden regionalen und überregionalen Vernetzung der bisherigen Museumsleitung, der problematischen Gebäudesituation, der veralteten Dauerausstellung und einer untragbaren Depotsituation. Es ist schon lange nicht mehr möglich, die Sammlungen fachgerecht aufzubewahren.“

    Und da auch die Suche nach einer neuen Unterkunft im Bowlingtreff und im Stadtbad an den dortigen räumlichen Situationen scheiterte, steht einzig noch der ebenfalls untersuchte Standort an der Lortzingstraße zur Debatte. Zwar muss das 150 Jahre alte Gebäude grundsaniert werden. Und um eine attraktive Ausstellungsfläche zu gewinnen, braucht es einen modernen Anbau. Aber das wird nicht ansatzweise so teuer wie die Umnutzung der Halle 7 in der Spinnerei. Und der Standort des Museums bliebe zentral. Schulklassen auch aus der Region kämen problemlos in das neu gestaltete Museum.

    Und so ergänzt die CDU-Fraktion ihre Begründung jetzt: „Der Standort Halle 7 ist nicht realisierbar. Gleichzeitig liegt nunmehr ein anspruchsvolles neues Museumskonzept vor. Damit gibt es eine grundlegend neue Sachlage. Eine nochmalige Suche nach neuen Standorten ist nicht zielführend.“

    Verhindert der Denkmalschutz jede weitere Überlegung zum Naturkundemuseum an der Lortzingstraße?

    Aus dem Archiv: Die Lortzingstraße im Masterplan 2013

    Die neue Leipziger Zeitung Nr. 59 ist da: Zwischen Überalterung und verschärftem Polizeigesetz: Der Ostdeutsche, das völlig unbegreifliche Wesen

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