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Ein Offener Brief zur Öffnung des Pleißemühlgrabens

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    Im Dezember steht die Variantenentscheidung zur Freilegung des Pleißemühlgrabens an. Der Stadtrat soll sich entscheiden. Aber schon die beiden Bürgerveranstaltungen waren seltsam, zielten vor allem darauf ab, die bevorzugte Variante am Goerdelerring durchzudrücken. Jetzt bekommen die Stadträte wieder einen Offenen Brief – gespickt mit Argumenten.

    Geschrieben hat ihn diesmal Gudrun Neumann, die den Leipzigern besonders bekannt ist durch ihr Engagement in der Bürgerinitiative für die Leipziger Kongresshalle. Aber genauso emsig begleitet sie die Arbeit des Vereins Neue Ufer, der seit 1990 aktiv dafür kämpft, die alten Mühlgräben im Stadtbild in ihrem historischen Verlauf wieder zu öffnen.

    Genauso hat es übrigens der Stadtrat auch beschlossen. Und bei Neue Ufer e.V. beharrt man auf diesen alten Grabenverläufen nicht nur, weil sie nun einmal da liegen, sondern weil sie auch eine wichtige Rolle zur Revitalisierung der dortigen Stadtteile spielen. Und wenn man an der Hauptfeuerwache für den historischen Grabenverlauf kämpft, hat das vor allem mit einer Wiederbelebung des alten Naundörfchen dazu, auch wenn die alte Bebauung im 2. Weltkrieg unterging.

    Aber heute dominiert – neben dem zubetonierten Betriebshof der Feuerwehr – ein ebenso öder Parkplatz das Gelände. Der Verein hatte nicht ohne Grund vorgeschlagen, hier eine richtige Kindertagesstätte zu bauen und das Quartier damit zu beleben.

    Ein Quartier, das schon 2005 arg lädiert wurde, als die Kleine Funkenburg abgerissen wurde.

    Die Grabenvariante am Goerdelerring untermauert die Stadt mit der Aussage, man würde sonst den Betriebshof der Feuerwehr an einem neuen Standort mit einer komplett neuen Wache für die betreuende Mannschaft neu errichten müssen – für rund 14,6 Millionen Euro.

    Als Bürgermeister Heiko Rosenthal freilich am 14. November diese Vorzugsvariante vorstellte, stellte sich heraus, dass man die Umverlegung des Betriebshofs aus dem Vorschlag von Neue Ufer nicht mal geprüft hatte. Man hat sie einfach zwei Jahre lang negiert.

    Entsprechend deutlich wurde Gudrun Neumann schon in ihrem Brief „An alle Entscheidungsträger der Stadt Leipzig“ vom 18. Oktober, als sich schon abzeichnete, dass Leipzigs Umweltbürgermeister genau so agieren würde.

    Jetzt hat sie ihre Argumentation noch einmal vervollständigt – ein faktenreicher Appell an alle Stadträte, am 12. Dezember für eine Variante zu stimmen, die dem Stadtquartier wirklich guttut.

    Der Offene Brief von Gudrun Neumann.

    Eine Muntermacher-LZ Nr. 61 für aufmerksame Zeitgenossen

     

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