Verein Neue Ufer wirbt für eine kluge Lösung für das ganze Stadtquartier am Naundörfchen

Für alle LeserAm Mittwoch, 14. November, als Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal die Gründe erläuterte, warum sein Dezernat die Öffnung des Pleißemühlgrabens am Goerdelerring bevorzugt, verteilte der Verein Neue Ufer einen eigenen Folder an die Ratsfraktionen, um seine Gründe noch einmal zu erläutern, warum man für die Öffnung des Grabens im historischen Verlauf hinter der Hauptfeuerwache ist.

Auch dieses reich bebilderte Faltblatt machte deutlich, dass es sich wohl gelohnt hätte, viel früher darüber nachzudenken, wie man mit dem Bestand der Feuerwache am alten Pleißemühlgraben umgeht. Denn dass jetzt alles auf die spitze Entscheidung zuläuft, ob 18 Millionen Euro für den Pleißemühlgraben am Goerdelerring ausgegeben werden oder über 30 Millionen für den historischen Grabenverlauf samt Verlegung der dortigen technischen Gebäude an einen völlig neuen Standort, hat nun einmal mit der kurzfristigen Entscheidung im Jahr 2016 zu tun, 19 Millionen Euro aus dem Landesfördergramm „Brücken für die Zukunft“ zur Sanierung der Hauptfeuerwache zu akquirieren.

Da musste dann alles sehr schnell gehen. Und auf einmal stand eine Pleißemühlgrabenvariante im Papier, die es vorher nicht gegeben hatte.

Und über die man beim Verein Neue Ufer regelrecht entsetzt war. Und eigentlich noch ist, weil dadurch eine Menge städtebaulicher Möglichkeiten verschenkt und verbaut werden.

Und das klingt nun im Text des Faltblattes auch so an:

„Die Verwaltung hatte seit längerem entschieden, den historischen Verlauf des Pleißemühlgrabens aufzugeben und den Fluss in einem neuen Bett am Goerdelerring zu führen. Erst durch massive Proteste sah sie sich veranlasst, den internen Beschluss nicht durchzusetzen, sondern die Bürgerschaft an der Entscheidung zu beteiligen. ‚Ihre Meinung ist uns wichtig‘ und ‚Das Ergebnis ist offen‘ hieß es nun plötzlich, als hätte man nie anderes signalisiert. Mit einem hochdotierten Auftrag des ASG ausstaffiert, bereitete ein Moderatorenbüro die Bürgerbeteiligung vor – völlig neutral, versteht sich.

Das öffentliche Interesse an den beiden Foren am 30. November 2017 und am 7. März 2018 war erfreulich groß, allerdings kamen durch abgewürgte Debatten und bevormundete Teilnehmer keine wirklichen Dialoge zustande. Krönung dieses sperrig konzipierten Verfahrens war schließlich eine umständliche Online-Abstimmung, die viele Bürger distanzierte. Ein Realist, wer Kalkül dahinter vermutet.

Trotz allem – das Votum ist eindeutig. Befremdlich die Geschichtsvergessenheit der Verwaltung, blutleer und widersprüchlich ihre Argumentation in der Sache und andererseits zu klar die Vorzüge der vom Förderverein Neue Ufer dargelegten Entwicklungschancen für diesen jahrzehntelang vernachlässigten Ort.“

Und was den Verein besonders ärgert, ist die unübersehbare Dominanz von geparkten Fahrzeugen – vor und hinter der Hauptfeuerwache. Auch im ehemaligen Naundörfchen, das in seinem zentralen Teil bis heute keine Struktur hat. Und wo es keine Strukturen gibt, entstehen in Leipzig immer wieder opulente Parkplätze.

Garagen und Hubschrauberlandeplatz auf dem Vorplatz der Hauptfeuerwache. Visualisierung: Neue Ufer e.V.

Garagen und Hubschrauberlandeplatz auf dem Vorplatz der Hauptfeuerwache. Visualisierung: Neue Ufer e.V.

„Im Umfeld der Feuerwache gibt es aktuell mehr als 240 Stellplätze. Das angestrebte Hochhaus wird die Situation deutlich verschärfen. Der Entwurf des ASG ignoriert das Thema ruhender Verkehr jedoch komplett. Beim Bürgerforum vertröstete man auf Elektrobusse und einen irgendwann veränderten Status des Rings. Der Förderverein schlägt den Bau einer Tiefgarage unter dem Fleischerplatz vor. Kapazität bei Eingeschossigkeit: ca. 295 Stellplätze. Ein separater Teil könnte von der Feuerwehr spezifisch strukturiert und genutzt werden. Der zweite Teil sollte der IHK, der LWB und anderen Anrainern dienen.“

Aber das (Park-)Gelände im Naundörfchen, so Rüdiger Dittmar, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer, sei nicht Teil des Projektes, könne also nicht mitbetrachtet werden.

Aber genau das war ja Anliegen des Neue Ufer e.V.: dass man mit der Öffnung des Pleißemühlgrabens das gesamte Quartier betrachtet, nicht nur die Feuerwehr. Erst so entstehe eine neue Quartiersqualität.

„Die Aufgabe des Garagenhofs der Feuerwache und die Orientierung auf den Vorplatz ermöglichen einen signifikanten Qualitätssprung des gesamten Viertels. Erreichbar sind ein beruhigter Wohnhof mit neuen Wegebeziehungen, eine attraktive, durchgängige Promenade und terrassierte Uferzonen. Die Rückfronten von Feuerwache und IHK werden durch einen Kragsteg sowie mit Fassaden- und Flussbettbegrünungen belebt. Die historische Naturstein-Ufermauer bleibt weitgehend sichtbar erhalten und wird denkmalgerecht saniert. Der Pleißemühlgraben – erstmals als Standortfaktor respektiert – durchquert offen das Hochhaus.“

Und auch für die Krangarage und die Werkstätten im Hof, unter dem heute der Pleißemühlgraben verläuft, hat der Verein Neue Ufer eine ortsnahe Lösung vorgeschlagen: „Bau einer modernen Garagenzeile gegenüber der Feuerwache für die am Ort zu stationierende Einsatz- und Wartungstechnik inklusive Kran- und Waschhalle. Die notwendigen Ausfahrt- und Aufstellflächen sind auf dem Vorplatz gegeben.“

Selbst für den notwendigen Platz zum Landen für den Hubschrauber bliebe Platz.

Und besonders beklemmend sei, dass der zubetonierte Hinterhof der Hauptfeuerwache erhalten bleibe für immer und ewig.

„Nach der Vergiftung mit Industrieabwässern wurde der Pleißemühlgraben zu Beginn der 1950er Jahre auch in diesem Abschnitt überwölbt. Dies ermöglichte der Feuerwehr, sich auf dem Flussgrundstück und auf Teilen des im Krieg zerstörten Naundörfchens einen Garagenhof einzurichten. Nicht zuletzt durch die planerische Tabuisierung des Feuerwehrareals konnten gravierende Missstände hier seit Jahrzehnten bestehen bleiben. Eine grundlegende strukturelle und funktionale Aufwertung dieses Stadtteils steht bis heute aus.“

Zusammen mit der jetzt vorgelegten Vision des Umweltdezernats also eine Menge Stoff zum Nachdenken. Und ein Fragezeichen auch für die Kostenberechnungen der Stadt. Denn eine zweite (Haupt-)Feuerwache würde nach den Skizzen des Neue Ufer e.V. gar nicht gebraucht, wenn man vor der Hauptfeuerwache über die Lösungsvorschläge des Vereins Neue Ufer bereit ist, intensiver nachzudenken.

Der komplette Folder des Vereins Neue Ufer.

Allein die Sanierungspläne der Hauptfeuerwache bedingen den Kostenunterschied von 18 und 30 Millionen Euro für den Pleißemühlgraben

PleißemühlgrabenHauptfeuerwacheNeue Ufer
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