Was macht der Fluss im Elsterbecken?

Für alle LeserEine berechtigte Frage hat André Loh-Kliesch in seinem Leserbrief zum Elsterbecken ja gestellt: Welche Vorlage hat die Linksfraktion da eigentlich gelesen, als sie ihre Anfrage zu einem möglichen Fluss mit Mäandern im Elsterbecken gestellt hat? Vielleicht hat man dort auch gar keine Vorlage gelesen, sondern sich nur daran erinnert, dass die Diskussion um die Zukunft des Elsterbeckens 2003 mit aller Macht abgewürgt wurde.

Denn genau das wurde sie. Die Stadt drängte dem Land ihr sogenanntes Hochwasserschutzkonzept regelrecht auf, in dem die Freilegung der Alten Elster kurzerhand zum neuen Umleiter fürs Elsterbecken erklärt wurde – die Sedimente sollten so um das große Becken herumgeführt werden und sich nicht mehr ablagern.

Damals wurde gerade um die Alte Elster auch medial so viel Tamtam gemacht, dass völlig unterging, dass dieser neue künstliche Kanal überhaupt keinen Sinn macht im Hochwasserschutz. Er wäre nicht mal in der Lage zusätzliche Hochwasser aufzunehmen oder umzuleiten, dazu ist der mit 18 Meter viel zu geringe Querschnitt gar nicht in der Lage.

Das heißt: Im Hochwasserfall muss das Palmgartenwehr wie bisher geöffnet werden.

Was aber passiert, wenn man außerhalb der Hochwasser das Becken einfach abklemmt vom Wasser? Das hatte ja die Linksfraktion auch gefragt. Und wenn die Antwort auf die Anfrage fachlich korrekt sein soll, dann wird sie genau das erwähnen, was wir schon aufgeführt haben: Es verwandelt sich in ein totes Gewässer mit Blaualgenplage und müsste – an mehreren Stellen – aufwendig belüftet werden, um die Brühe nicht völlig giftig werden zu lassen.

Tonnen von Schwemmaterial im Elsterbecken. Foto: Ralf Julke

Tonnen von Schwemmaterial im Elsterbecken. Foto: Ralf Julke

Und: Für die Ruderer wäre es trotzdem nicht nutzbar. Denn ungefähr zwei Drittel des 130 bis 160 Meter breiten Beckens sind jetzt schon mehr oder weniger verlandet. Die Sedimente haben sich in den vergangenen 90 Jahren meterhoch abgelagert und befinden sich dort nur noch wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche.

1999 hat die TU Dresden eine Studie für die Landestalsperrenverwaltung erstellt, von der wir auch schon berichtet haben. Damals war der Wasserstand in diesen Bereichen gerade einmal 30 bis 40 Zentimeter über den Sedimenten. In den Folgejahren konnte jeder beobachten, wie dort richtige Inseln entstanden, wie das Schilf die Flachwasserbereiche eroberte und wie sich die Landestalsperrenverwaltung (LTV) mühte, mit Baggern wenigstens die Flutrinne im Becken einigermaßen frei zu halten.

Im Schnitt holt sie jedes Mal 20.000 Tonnen Sedimente raus. Und der Effekt dabei ist lediglich, dass der Fluss im Becken überhaupt noch eine Rinne hat, in der er etwas schneller fließen kann und Hochwasser abführt.

Denn das Becken wirkt wie ein Stopper: Die Wasser, die vom Palmgartenwehr stürzen, werden regelrecht ausgebremst, laden ihre mitgeführte Sedimentfracht ab und rinnen dann sehr langsam Richtung Luppe- und Nahlewehr. Auf Luftaufnahmen sieht man gerade bei Niedrigwasser, dass sich im Elsterbecken längst zwei solcher Flussrinnen ausgebildet haben.

Die Vorzugsvariante aus der Studie der TU Dresden von 1999. Grafik: TU Dresden / LTV

Die Vorzugsvariante aus der Studie der TU Dresden von 1999. Grafik: TU Dresden / LTV

Und im Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik machte man sich intensiv Gedanken darüber, wie man in dieses Becken wieder Fluss reinbringt – so viel Fluss, dass die Sedimente nicht in der Falle landen, sondern vom Wasser mitgenommen werden. Das Ergebnis war naheliegend: Man muss die Fließgeschwindigkeit erhöhen.

Wir sind jetzt mittendrin in der Diskussion, der sich die Stadtverwaltung damals gründlich verweigert hat. Und man nutzte die Panik nach dem „Jahrhunderthochwasser“ von 2002 schlicht dazu, dem Freistaat ein Hochwasserprojekt aufs Auge zu drücken, das im Hochwasserschutz überhaupt keinen Sinn macht und auch vom zuständigen Umweltministerium sehr kritisch bewertet wurde.

Das ist der eigentliche Grund, warum die Alte Elster bis heute nicht gebaut wurde: Sie macht aus Hochwasserschutzsicht keinen Sinn, würde aber mit geschätzten Kosten von mindestens 70 Millionen Euro ein regelrechter Geldfresser werden. Nach heutigen Preisen würde sie wohl deutlich über 100 Millionen Euro kosten.

Das Elsterbecken übrigens auch.

Denn die 20.000 Tonnen Sedimente, die die LTV jedes Jahr aus dem Becken holt, sind nur ein Fingerhut voll. Gerade so viel, dass die Flussrinne frei bleibt und das Becken bei normalen Hochwassern nicht über die Ufer tritt. Bei größeren Hochwassern tritt es schon jetzt über die Ufer, wie beim letzten Hochwasser im Jahr 2013 gut zu beobachten war. Und über die Ufer trat es, weil im Becken schlicht kein Platz mehr ist.

Zwei Meter hoch lagern im Becken insgesamt 800.000 Tonnen Sedimente, die sich seit den 1920er Jahren abgelagert haben. Und zwar gefährliche Sedimente. Deswegen entzündete sich ja um das Jahr 2005 der Streit um das Vorhaben der LTV, diese Sedimente abzubaggern. Schon beim ersten Aufwühlen dieser Schlammschicht meldeten die Behörden der Stadt Halle massiv erhöhte Schwermetallbelastungen im Wasser der Saale. Sie stammten genau aus diesen Sedimenten.

Hochwasser 2013: Das Elsterbecken ist übergelaufen. Foto: Marko Hofmann

Hochwasser 2013: Das Elsterbecken ist übergelaufen. Foto: Marko Hofmann

Die LTV brach den Versuch schleunigst ab, denn die Entsorgung dieser giftigen Schlämme hätte sie gar nicht bezahlen können.

Auch dazu liegt eine Berechnung der TU Dresden vor: Sie bezifferte den Aufwand, diese giftigen Ablagerungen fachgerecht zu entsorgen damals auf 240 Millionen DM, umgerechnet also rund 120 Millionen Euro, nach der Einberechnung der normalen Inflation eher 144 bis 150 Millionen Euro.

Das wäre die Anschubfinanzierung, die die Stadt, wenn sie ihre Pläne umsetzen wollte, das Becken auszubaggern und einem regelmäßigen Ruderbetrieb zur Verfügung zu stellen, aufbringen müsste – die Stadt wohlgemerkt, nicht mehr die LTV. Die wäre, nachdem sie 100 Millionen Euro in die Alte Elster investiert hätte und die Alte Elster zum Gewässer 1. Ordnung würde, beim Elsterbecken aus der Verantwortung.

Außer im Hochwasserfall – da müsste sie wie geübt das Palmgartenwehr öffnen und das Elsterbecken fluten. Samt 20.000 bis 30.000 Tonnen mitgespülter Sedimente, die dann wieder die Stadt ausbaggern müsste. Für alle Zeiten.

Es sei denn, sie macht genau das, was seit 1999 als bezahlbarer, sinnvoller und naturnaher Vorschlag auf dem Tisch liegt: Im Elsterbecken einen natürlichen Fluss entstehen zu lassen.

Und auch die Frage nach der höheren Fließgeschwindigkeit hat das Gutachten der TU Dresden schon beantwortet: Dazu müssten Luppe- und Nahlewehr nur um 80 bis 100 Zentimeter abgesenkt werden. Man muss nicht ganz auf sie verzichten. Schon allein die Absenkung sorgt dafür, dass der Wasserspiegel unter die Spitzen der Sedimentablagerungen kommt, der Fluss also konsequent nur noch in der jetzt schon unter der Wasseroberfläche existierenden Flussrinne fließt und sich damit so weit beschleunigt, dass er alle neuen Sedimente mitnimmt.

Das Sedimentproblem wäre gelöst – und zwar, indem man die alten und gefährlichen Ablagerungen einfach liegen und mit der Zeit begrünen lässt. Hier könnten Wiesen entstehen, Schilfgürtel, niedrige Gehölze, die im Hochwasserfall alle überschwemmt werden können. Und die Leipziger würden wieder einen erlebbaren Fluss bekommen. Vielleicht sogar mit einer größeren Flussfläche zwischen Landauer Brücke und Luppewehr.

Die dann sogar Sinn macht, denn das Elsterbecken ist als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Aber nicht wegen der paar Vögel, die hier dauerhaft leben, sondern wegen der Vögel, die hier in Herbst und Winter zwischenlanden. Aber: Die brauchen eine offene Wasserfläche. Die bekommen sie aber nur, wenn das Wasser fließt.

Wenn das Wasser aber steht, wie es sich die Leipziger Denkmalschützer vorstellen, friert der Teich dann im Winter zu. Allein diese Maßnahme würde eine wichtige Grundprämisse für das Vogelschutzgebiet verschlechtern.

Man merkt schon: Die Denkmalschützer in Leipzig machen ihr Ding und es kommt manchmal Unfug dabei heraus – so wie bei den „denkmalgeschützten“ Eisenbahnbrücken durch die Elsteraue. Und wie am Elsterbecken, wo man – aus Denkmalschützersicht – die schöne große Spiegelfläche erhalten möchte, die in den 1920er Jahren vor allem aus einem Grund konzipiert wurde: Damit sich das geplante Wagnerdenkmal darin spiegelt. Das ja bekanntlich nie gebaut wurde.

Das heißt: Allein die Träume der Verwaltung, das Elsterbecken auszubaggern und zur Ruderstrecke zu machen, würden wohl 150 Millionen Euro kosten. Die Kosten für die Alte Elster kämen obendrauf.

Die Herstellung eines natürlichen Flussverlaufs im Elsterbecken hingegen würde nur einen Bruchteil kosten – und vor allem die ewigen Kosten der Sedimentausbaggerung endlich erledigen. Logisch, dass die Landestalsperrenverwaltung dieses Projekt eigentlich favorisiert, aber nichts tun kann, solange in der Stadt Leipzig die Leute mit den großen Spendierhosen das Sagen haben und ihre Träume von Bootskanälen als Hochwasserschutz verkaufen.

Motivation für das Elsterbecken – Wer weiß, wo die Linksfraktion recherchiert hat…

Elsterbecken
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