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Juliane Nagel rügt Verkehrsplaner: Radweg am Connewitzer Kreuz endlich fertigstellen!

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    Die Antwort aus dem Dezernat Stadtentwicklung und Bau war zwar schön ausführlich und erklärte auch recht detailliert, woran es lag, dass die Radwegproblematik am Connewitzer Kreuz nicht im Corona-Jahr 2020 entschärft wurde. Aber Linke-Stadträtin Juliane Nagel ist trotzdem nicht zufrieden. Denn die halbe Lösung vorm Rewe-Markt hat die Sache eben nicht entschärft. Sie drängt das Verkehrsdezernat jetzt zur Umsetzung des Stadtratsbeschlusses.

    Zur Erinnerung: Am 10. Juni 2020 folgte der Leipziger Stadtrat dem Antrag der Stadträtin Juliane Nagel, die Verkehrssituation am Connewitzer Kreuz zu entzerren und mehr Platz für Fußgänger/-innen und Radfahrende zu schaffen. Bis dahin gab es am Rewe-Einkaufsmarkt am Connewitzer Kreuz eine unbefriedigende und gefährliche Verkehrsführung, unter der vor allem Fußgänger/-innen und Radfahrende zu leiden haben. Beide Gruppen teilten sich einen äußerst engen Fußweg.Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und infolge des Antrages wurde der Fußweg für Radfahrer/-innen gesperrt und ein provisorischer Radweg auf der Karl-Liebknecht-Straße angelegt. Der soll die Radfahrer/-innen übrigens auch an der Scheffelstraße vorbeilenken, damit sie nicht extra auf den Fußweg zurückfahren. Aber da die Gehwegnase noch nicht verändert wurde, halten sich nicht alle daran.

    Das Ganze könne also nur ein erster Schritt zur Umsetzung des Stadtratsbeschlusses sein und ganz bestimmt keine Dauerlösung, meint Juliane Nagel. Es müssten endlich die nächsten Schritte gegangen werden.

    Dass sich die Verwaltung damit schwertut, war aus der im Februar veröffentlichten Stellungnahme deutlich herauszulesen.

    „Ich bin einigermaßen ernüchtert über die Antwort auf die Anfrage der Stadtverwaltung nach dem Stand der Umsetzung des Stadtratsbeschlusses“, kommentiert Juliane Nagel die amtliche Stellungnahme.

    „Der Beschluss umfasste auch den Rückbau der Gehwegnase samt Litfaßsäule an der Scheffelstraße und die Prüfung der Einordnung des Radweges an dieser Stelle. Laut Verwaltung sind diese überfälligen Maßnahmen nicht nur nicht in Angriff genommen worden, sondern auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben. Ich fordere die zuständige Straßenverkehrsbehörde auf, endlich zu handeln und den Stadtratsbeschluss zur Umsetzung zu führen! Die aktuelle Anordnung macht die Verkehrssituation für Radfahrende noch gefährlicher und widerspricht dem Grundsatz der Straßenverkehrsordnung, dass die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer/-innen der Flüssigkeit des Verkehrs vorgeht!“

    Die Fußgänger/-innen nicht zu vergessen, die hier sowieso eine unmögliche Übergangsstelle zur Straßenbahnhaltestelle bekommen haben, die keinen Grundanforderungen an so einen Übergang entspricht. Irgendwie genau so eine Situation, wie sie überall in Leipzig entsteht, wenn autofahrende Planer die Verkehrsbedingungen der „anderen Verkehrsteilnehmer“ irgendwie mitplanen – mit Blick durch die Windschutzscheibe.

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    1 KOMMENTAR

    1. >Die Fußgänger/-innen nicht zu vergessen, die hier sowieso eine unmögliche Übergangsstelle zur Straßenbahnhaltestelle bekommen haben, die keinen Grundanforderungen an so einen Übergang entspricht.

      Ja, DAS können die Straßenplaner des Verkehrsamts supergut.

      >Irgendwie genau so eine Situation, wie sie überall in Leipzig entsteht, wenn autofahrende Planer die Verkehrsbedingungen der „anderen Verkehrsteilnehmer“ irgendwie mitplanen – mit Blick durch die Windschutzscheibe.

      Es gibt noch mehr so „Stellen“, wo man als Fußgänger mutig sein muss, die Straße zu überqueren.

      Als der Westplatz fertig gebaut wurde, habe ich beim VTA moniert, dass man als Fußgänger die herannahenden Autos nicht sieht, wenn man am Übergang von der Kolonnadenstraße zum Mittelstreifen (Tram 2 und 8) steht. Warum? Die Autos, die weiter südlich (vom Fußgänger aus gesehen also links) auf ihren Parkplätzen am Fahrbahnrand stehen, verdecken genau im „richtigen“ Winkel die Sicht auf fahrende Autos. Die Ebertstraße nimmt hier den „richtigen“ Rechtsschwung, um im Endeffekt den Fußgängern die freie Sicht auf den fahrenden Verkehr zu nehmen.

      Habe ich angemahnt… als Antwort kam vom VTA keinerlei Argument oder Stellungnahme, sonder nur noch (sinngemäß): Lieber Stefan, bitte seien Sie endlich ruhig.

      (Falls jemand hier vom VTA mitliest, dem maile ich diese Antwort gerne zu.)

      Am Rossplatz hat das VTA eigens die Vegetation an der Südwestecke wegsäbeln lassen. Als Fußgänger steht man speziell an dieser Ampel zur Mittelinsel der Linien 2, 9 und 16 gefühlt ewig.
      Ist aber ein anderes Problem.

      Würde mich nicht wundern, wenn im Technischen Rathaus die Fenster der Etage des VTA eigens aus Windschutzscheibenglas bestehen, eigens bedampft usw.

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