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Connewitzer Kreuz

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Radwege und Litfaßsäule an der Scheffelstraße. Foto: Ralf Julke

Konfliktstelle am Connewitzer Kreuz: Planungen für Radwegproblem verschieben sich bis 2023

Irgendwann werden selbst geduldige Fraktionen wie die SPD-Fraktionen ungeduldig, wenn sich selbst scheinbar kleine Probleme im Leipziger Radwegenetzes nicht lösen lassen. Obwohl sie doch einfach zu lösen scheinen, so wie an der Scheffelstaße in Connewitz. Doch auch dieses Problem steckt fest. Weil die Leute fehlen oder anderweitig beschäftigt sind, sagt das Verkehrs- und Tiefbauamt. Das […]

Silvesternacht: Verkehrseinschränkungen rund um Connewitzer Kreuz

Für eine friedliche und ungestörte Silvesternacht in Leipzig sind Änderungen in der Verkehrsführung notwendig. Ordnungsamt, Polizeidirektion Leipzig und Branddirektion haben sich gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Stadtreinigung und den Leipziger Verkehrsbetrieben sowie weiteren Beteiligten auf entsprechende Maßnahmen geeinigt, die auch den Bus- und Bahnverkehr sowie den Individualverkehr betreffen.

Gefährliche Radwegeführung an der Scheffelstraße. Foto: Ralf Julke

Connewitzer Kreuz: Gefährliche Verkehrsführung für Radfahrer bleibt auch 2021 erhalten

Eigentlich war es eine Pillepalle-Aufgabe, die die Ratsversammlung da am 10. Juni 2020 der Verwaltung auf den Tisch packte: die Radwegführung vor dem Rewe-Markt am Connewitzer Kreuz endlich übersichtlich und sicher zu gestalten. Seit 2012 hatte es dazu im Stadtrat immer wieder Anfragen, Beschlüsse und entsprechende Stellungnahmen der Verwaltung gegeben. 2020 dann den Antrag von Linke-Stadträtin Juliane Nagel. Entsprechend entschuldigend klingt jetzt die Antwort der Verwaltung.

Das Original-Kunstwerk- meist binnen von Tagen wieder angebracht, wenn es übermalt wurde. Foto: Alexander Böhm

Der Stadtrat tagt: Connewitzer Streetballwand in Kinderhand + Video

Der Antrag war oft verschoben worden und wurde nicht nur deshalb längst mit Spannung im Stadtrat erwartet. Der eigentliche Grund war wohl eher, dass es eine Art links-grüne Zerreißprobe unter den Augen derer zu werden drohte, denen schon beim Wort „Connewitz“ der wohlige Angstgrusel den Rücken runterrennt. Und die sich andererseits schon darauf freuten, quasi innerlinke Bekenntnisse Pro und Contra eines Schriftzuges namens „No Cops No Nazis“ an der Wand des Streetballplatzes am Connewitzer Kreuz zu erleben. In der Debatte wurden dann alle bedient.

Connewitz Kreuz. Foto: Martin Schöler

Donnerstag, der 18. März 2021: Freifläche am Connewitzer Kreuz soll Grünfläche werden, Brandanschlag auf Pkw, AstraZeneca-Impfstoff wieder freigegeben

Die Stadt will die Freifläche am Connewitzer Kreuz durch Ratsbeschluss als Grünfläche sichern. Die Befürchtungen von Anwohnern und Aktivisten, an der Südspitze könnten Luxusapartments entstehen, sind damit vom Tisch. Heute Nacht setzten Unbekannte den Pkw einer AfD-Politikerin in Brand – Soko LinX ermittelt. Außerdem: Laut Europäischer Arzneimittelagentur ist der Corona-Impfstoff von AstraZeneca sicher und soll ab Freitag wieder zum Einsatz kommen. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 18. März 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Steht wieder mitten in allen Sichtachsen: die Litfaßsäule an der Scheffelstraße. Foto: Ralf Julke

Juliane Nagel rügt Verkehrsplaner: Radweg am Connewitzer Kreuz endlich fertigstellen!

Die Antwort aus dem Dezernat Stadtentwicklung und Bau war zwar schön ausführlich und erklärte auch recht detailliert, woran es lag, dass die Radwegproblematik am Connewitzer Kreuz nicht im Corona-Jahr 2020 entschärft wurde. Aber Linke-Stadträtin Juliane Nagel ist trotzdem nicht zufrieden. Denn die halbe Lösung vorm Rewe-Markt hat die Sache eben nicht entschärft. Sie drängt das Verkehrsdezernat jetzt zur Umsetzung des Stadtratsbeschlusses.

Radweg vorm Rewe: Inzwischen durch eine Bake gesperrt. Foto: Ralf Julke

Radweg am Connewitzer Kreuz: Kuddelmuddel auch 2020 nicht entschärft

Noch so eine Dauer-Drama-Geschichte verbirgt sich in Connewitz. Direkt vorm Rewe-Markt am Connewitzer Kreuz führte seit Urzeiten ein Radweg direkt am Fußweg entlang, der in keiner Weise den Vorschriften zum Bau eines Radweges genügte. An der Scheffelstraße führte er deshalb auch zu immer neuen Konflikten. Schon 2012 beantragte die SPD-Fraktion im Stadtrat, das Problem baldigst zu lösen. 2020 sollte es dann ja gelöst werden. Aber.

So oder so ähnlich sah es bis heute am Connewitzer Kreuz aus. Foto: L-IZ.de

Basketball-Court am Connewitzer Kreuz: Ein in Connewitz akzeptierter Verein könnte künftig die Gestaltung der Graffiti-Fläche übernehmen

Für das mittlerweile berühmteste Leipziger Grafitto könnte es demnächst vielleicht so etwas wie ein ruhigeres Verhältnis mit den Nachbarn geben. Seit einigen Jahren beschäftigt ein kleines Hase-und-Igel-Rennen zwischen Polizei und nächtlichen Sprayern die Öffentlichkeit. Kaum hat die Stadt die Lärmschutzwand am Basketball-Court am Connewitzer Kreuz weiß getüncht, taucht über Nacht ein neues Grafitto auf, das die Polizei beleidigt. Mit einem Antrag mehrerer Stadträt/-innen im Stadtrat könnte sich das ändern.

So oder so ähnlich sah es bis heute am Connewitzer Kreuz aus. Foto: L-IZ.de

Vier Stadträt/-innen legen einen erwachsenen Vorschlag zum Basketball-Platz am Connewitzer Kreuz vor

Die Vorgänge um all das, was in der Silvesternacht am Connewitzer Kreuz passiert ist oder nicht passiert ist, haben mehrere Ratsfraktionen endgültig alarmiert und ihnen klargemacht, dass Stadt und Polizei hier einfach keine Lösung finden. Was auch zu erheblichen Teilen an einer Landespolitik liegt, die hier seit Jahren versucht mit dem Schlagwort „Linksextremismus“ Politik zu machen. Auf Kosten der Stadt Leipzig wohlgemerkt. Das Spiel wollen die Fraktionen von Linken, Grünen und SPD so nicht mehr mitspielen.

Die aktuelle Lösung am Connewitzer Kreuz. Foto: Ralf Julke

Radweg am Connewitzer Kreuz: Die Litfaßsäule muss weg und an einer schrittweisen Lösung wird gearbeitet

Beharrliches Nachfragen hilft. Denn manchmal reagiert die Stadtverwaltung dann doch ohne viel Federlesens, so wie am Connewitzer Kreuz, wo man den Corona-Shutdown nutzte, um wenigstens eine kleine Änderung an der Radwegeführung vorzunehmen: Gelb abmarkiert werden die Radfahrer/-innen vor dem Rewe-Supermarkt jetzt auf der Fahrbahn geführt. Ein Provisorium, wie das Dezernat Stadtentwicklung und Bau jetzt auch auf eine Anfrage der SPD-Fraktion hin erklärt.

Die Situation direkt auf dem Fußweg vorm Rewe-Markt. Foto: Ralf Julke

Ökolöwe fordert: Radfahrstreifen am Connewitzer Kreuz – jetzt!

Seit Jahren fordern Umweltverbände und Stadtratsfraktionen, am Connewitzer Kreuz vor dem Rewe-Markt endlich einen Radstreifen auf die Fahrbahn zu legen, denn auf dem überhaupt nicht normgerechten Radweg neben dem Fußweg kommen sich Fußgänger/-innen und Radfahrer/-innen immer wieder in die Quere. Der Ökolöwe schlägt deshalb schon länger vor, den Radweg dort auf die Straße zu verlegen.

Susanne Schaper (Linke). Foto: DiG/trialon

Fragwürdige Informationspolitik der Polizei

Nachdem sich mehrere durch die Pressestelle der Polizei veröffentliche Informationen als ungenau oder falsch herausgestellt haben, weist Die Linke auf die besondere Verantwortung der Polizei bei der Öffentlichkeitsarbeit hin. „Es ist unstrittig, dass es Silvester Gewalt gegen eingesetzte Polizeibeamte gegeben hat und dabei besonders ein Beamter sehr massiv und brutal attackiert worden ist. Dass diese Gewalt abzulehnen und nicht zu rechtfertigen ist, ist klar und demokratischer Konsens.“, sagen Susanne Schaper und Stefan Hartmann, Landesvorsitzende von Die Linke Sachsen.

Henning Homann, SPD Sachsen. Foto: Götz Schleser

SPD Sachsen warnt vor Instrumentalisierung politischer Gewalt in Leipzig

„Die SPD Sachsen verurteilt die Gewalt durch eine Gruppe Autonomer in Leipzig in der Silvesternacht. Gewalt darf niemals zum politischen Mittel werden, egal durch wen. Der Angriff erfordert eine klare Reaktion des Rechtsstaats und der Gesellschaft. Unsere offene Gesellschaft bedingt eine handlungsfähige Polizei, der Respekt entgegengebracht wird. Wir wünschen dem verletzten Polizisten, wie allen anderen Verletzten auch, eine rasche und vollständige Genesung“, so SPD-Generalsekretär Henning Homann.

Leipzig, Silvester 2019/20. Ein Mann blieb bewusstlos liegen nach den Ingewahrsamnahmen am Connewitzer Kreuz. Foto: Jan Kaefer

CDU-Innenpolitiker fordert von SPD Bekenntnis zur Polizei

Die Ausschreitungen im Leipziger Stadtteil Connewitz in der Silvesternacht mit einem schwerverletzten Beamten führten zu zahlreichen Reaktionen. Unter anderem hat die Bundesvorsitzende der SPD Saskia Esken sich geäußert. Dazu sagt der CDU-Innenpolitiker Rico Anton: „Was im Leipziger Stadtteil Connewitz in der Silvesternacht passierte, ist eine Eskalation linksextremistischer Gewalt, vor der wir als CDU seit Jahren den SPD-Oberbürgermeister Jung warnen! Seine Stadtverwaltung hat aber nur zugesehen, wie sich eine gewaltbereite Szene etablierte. Diese wurde als Teil der lokalen Folklore angesehen - damit muss Schluss sein.“

Susanne Schaper (Linke). Foto: DiG/trialon

Die Linke zu Silvester: Ganz klar gegen Gewalt

Nach der Gewalt in der Silvesternacht in Leipzig, bei der ein Polizeibeamter schwer verletzt worden ist, verurteilen die beiden Landesvorsitzenden von Die Linke Sachsen die Angriffe scharf.

Irena Rudolph-Kokot. Foto: Alexander Böhm

Statement des Aktionsnetzwerks „Leipzig nimmt Platz“

Neue Qualität bei Polizei Leipzig. Der Polizeipräsident nutzt Medieninformation, welche zur neutralen Berichterstattung über Geschehnisse gedacht ist, für politische Stimmungsmache. Schon die massive Polizeipräsenz zu den Minidemos von Herrn Poggenberg war unserer Meinung nach überzogen und in der Konsequenz eine steuerverschwendende Machtdemonstration durch die Polizei.

Katharina Krefft (Grüne). Foto: L-IZ.de

OB Kandidatin Katharina Krefft verurteilt Gewalt am Connewitzer Kreuz und schlägt Bürgerfest vor

Zu den gestrigen folgenschweren gewalttätigen Auseinandersetzungen am Connewitzer Kreuz sagt Katharina Krefft, Grüne Oberbürgermeister-Kandidatin für Leipzig: „Gewalt wird von mir verurteilt – egal, von welcher Seite sie ausgeht. Meine Gedanken sind bei dem schwerverletzten Polizisten und den anderen verletzten Einsatzkräften und Demonstranten. Ich wünsche ihnen baldige und vor allen vollständige Genesung."

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