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Nach zweiter Absage durch den Freistaat: Stadt Leipzig will den Schwimmhallen-Neubau auf dem Otto-Runki-Platz mit 6,2 Millionen Euro bezuschussen 

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    Zwei Mal hat sich der Freistaat mittlerweile verweigert, die auf dem Runki-Platz geplante Schwimmhalle zu fördern. Nun will die Stadt selbst den Schwimmhallenbau, der im Leipziger Osten dringend gebraucht wird, aus eigenen Mitteln unterstützen. Eine entsprechende Vorlage soll in den nächsten Tagen ins Verfahren gehen. Der Stadtrat muss entscheiden, ob die Stadt die benötigten 6,2 Millionen Euro zur Verfügung stellen kann.

    Wenn er dem zustimmt, ist die Finanzierung des Schwimmhallenneubaus auf dem Otto-Runki-Platz im Stadtteil Neustadt-Neuschönefeld endlich gesichert. Leipzigs Ratsversammlung wird der Beschluss mit der Finanzspritze am 21. Juli zum Beschluss vorgelegt. Gibt es grünes Licht, könnten die Leipziger Sportbäder aufgrund der bereits vorliegenden Baugenehmigung noch in diesem Jahr mit der Vorbereitung des Baufeldes am Otto-Runki-Platz loslegen; der Bau selbst starte dann Anfang 2022.

    „Wir benötigen dringend weitere Wasserflächen, um der großen Nachfrage vieler verschiedener Nutzergruppen mittelfristig gerecht werden zu können“, erklärte Leipzigs Sportbürgermeister Heiko Rosenthal, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Leipziger Sportbäder, am Dienstag, 22. Juni. „Die Stadt ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen – wir müssen die Infrastruktur für die Bevölkerung ausbauen.“

    Nach der neuerlichen Fördermittelabsage des Freistaats Sachsen an die Leipziger Sportbäder will die Kommune nun selbst in die Bresche springen und die Finanzierung des Schwimmhallenbaus an der Eisenbahnstraße in Leipzig-Neuschönefeld mit 6,2 Millionen Euro unterstützen.

    „Uns ist bewusst, dass wir einem Beschluss der Ratsversammlung vorgreifen. Wir gehen allerdings davon aus, dass sich die Stadtgesellschaft hier geschlossen für eine Umsetzung aussprechen wird, um den Bedarfen der Nutzer und den Bedürfnissen unserer Bürger endlich gerecht zu werden“, betonte am Dienstag Leipzigs Finanzbürgermeister Torsten Bonew. „Finanzieren konnten wir das Ganze mit Haushaltsausgaberesten, das heißt: Gelder, die bei Investitionen nicht verbraucht wurden. Somit konnten wir als Stadt Leipzig für den Freistaat Sachsen einspringen und den Bau der Schwimmhalle ermöglichen.“

    In ihrem Sportprogramm 2024 hat die Stadt den Bau zweier neuer Schwimmhallen fixiert. Geplant ist im Leipziger Osten zunächst die Sportschwimmhalle am Otto-Runki-Platz mit einem 25-Meter-Sportbecken, Lehrschwimmbecken und einem Kinderbecken sowie den zugehörigen Sozialräumen, einem Athletikraum und einen Raum der Begegnung für insgesamt rund 13,2 Millionen Euro. Den Zuschlag im Architektenwettbewerb hatte im Juni 2019 die gmp Generalplanungsgesellschaft mbH aus Berlin erhalten.

    „Wir stehen quasi in den Startlöchern“, erklärte Martin Gräfe, Geschäftsführer der Leipziger Sportbäder. „Trotz der fehlenden Finanzierungsperspektive haben wir die vergangenen Monate genutzt, die Planungen weiter zu untersetzen. Im nächsten Schritt ginge es an die Ausschreibungen und Bindung der Baupartner.“

    Gemeinsam mit der Stadt wolle man zeitnah auch den im Sportprogramm avisierten zweiten Standort angehen: „Die Nachfrage der Nutzer rechtfertigt zusätzliche Wasserflächen absolut. Momentan justieren wir Bahnzeiten zwischen allen Gruppen aus – auf der Basis von Kompromissen, nicht auf Basis von Zufriedenheit. Eine weitere Schwimmhalle würde hier weitere Entlastung bringen.“

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