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Sportbudget im sächsischen Doppelhaushalt: Bekommt Leipzig nun doch noch Förderung für die Schwimmhalle auf dem Otto-Runki-Platz?

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    Wenn es um die Förderung von Zukunftsinvestitionen in Sachsen geht, wird es jedes Mal schwierig. Dann wird nicht einfach gefördert, was gebraucht wird, sondern ein mehr als knapp gerechneter Fördertopf aufgelegt – mit dem Ergebnis, dass der Topf dann meist schon nach kurzer Zeit „überzeichnet“ ist und angemeldete Projekte in eine jahrelange Warteschleife geraten. So auch die dringend benötigten Schwimmhallen in Leipzig. So wie die am Otto-Runki-Platz.

    Schon 2020 gab es in Leipzig lange Gesichter, weil die erhofften Fördergelder für den Schwimmhallen-Neubau am Otto-Runki-Platz nicht bewilligt wurden. Der unlängst von der CDU-Grüne-SPD-Koalition verabschiedete Doppelhaushalt 2021/2022 sieht nun etwas mehr Mittel für die Sportstättenförderung vor.Auf dieses kleine „etwas Mehr“ war die Regierungskoalition sogar sehr stolz, wie der sportpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Wolf-Dietrich Rost, noch im April betonte, als der Vorschlag gerade auf den Tisch kam: „Ein weiterer wichtiger Punkt ist für uns die investive Sportförderung, die im neuen Doppelhaushalt insgesamt 50,5 Millionen Euro umfassen wird. Trotz der angespannten finanziellen Situation auch im Landeshaushalt ist diese Summe für uns ebenfalls ein deutliches Signal in Richtung des Sports: Der Freistaat wird in den Jahren 2021 und 2022 damit zusätzlich 3,4 Mio. Euro im Vergleich zum vergangenen Doppelhaushalt in Sportanlagen investieren. Davon profitieren sowohl die Vereine als auch die Kommunen und deren Sportstätten.“

    Diese Gewogenheit nährt zumindest in der Linksfraktion im Landtag die Hoffnung, dass die Förderung für die dringend benötigte Schwimmhalle im Leipziger Osten jetzt möglich wird.

    „Im Sportprogramm 2024 wird der Bedarf an zwei Schwimmhallen-Neubauten in der Stadt Leipzig festgestellt. Ohne ausreichende Schwimmflächen sind sowohl Schwimmunterricht als auch Schwimmsport unmöglich“, kommentiert das die sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, Marika Tändler-Walenta.

    „Leipzig hat seit 2008 mehr als 100.000 neue Einwohnerinnen und Einwohner gewonnen, neue Schwimmstätten sind hingegen nicht in nennenswerter Anzahl entstanden. Die logische Folge, die nach der pandemiebedingten Schließung erneut sichtbar werden wird, ist die konstante Überbelegung der bestehenden Badeanstalten.“

    Wie wichtig diese Schwimmhalle auch für den Schwimmunterricht in den Leipziger Schulen ist, wurde ja erst am 19. Mai wieder deutlich, als der Stadtrat über den riesigen Nachholbedarf für den schulischen Schwimmunterricht durch die Corona-Lockdowns debattierte.

    „Unsere Fraktion hat sich in den Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2021/2022 dafür starkgemacht, den Investitionsstau bei den Sportstätten abzubauen – insbesondere im Bereich Schwimmen“, sagt Marika Tändler-Walenta. „Dafür forderten wir zusätzliche Haushaltsmittel im Rahmen der Sportförderung, explizit für den Neubau dringend benötigter Schwimmhallen wie des Projekts am Otto-Runki-Platz in Leipzig. Der entlassungsreife Minister Roland Wöller hat auch hierbei die Erwartungen nicht erfüllt und muss endlich liefern.“

    Der Leipziger Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Linksfraktion im Leipziger Stadtrat, Sören Pellmann, geht direkt auf die Rolle des Schwimmunterrichts ein: „Die Stadtratsdebatte über die Organisation des Schwimmunterrichtes in Leipzig für etwa 10.000 Leipziger Schulkinder der Klassen 2 und 3 hallt deutlich nach. Dort drückte eine Stadträtin der CDU ihr großes Vertrauen in die Staatsregierung aus. Daran möchten wir sie jetzt messen. Wir können nur hoffen, dass die Dresdner Ministerien diesmal die anteiligen Fördergelder für den Schwimmhallen-Neubau zur Verfügung stellen. Oder lässt man die Stadt Leipzig erneut allein im Regen stehen?“

    Eine durchaus berechtigte Frage, obwohl Leipzigs Verwaltungsspitze sich in einer Meldung aus dem Mai sehr optimistisch gab, dass es mit dem 10-Millionen-Euro teuren Schwimmhallenbau jetzt doch noch klappen könnte. Eine Vorlage im Stadtrat behandelt jetzt die Integration einer Stadtteilbibliothek in den Schwimmhallenbau.

    „Es liegt im allgemeinen Interesse, dass alle Schulkinder das Schwimmen erlernen. Gerade bei der Entwicklung der notwendigen Leipziger Schwimm-Infrastruktur sollte es keine zwei Meinungen zwischen der CDU im Leipziger Stadtrat und der sächsischen Ministerialbürokratie geben“, findet Sören Pellmann.

    „Hoffentlich muss sich die Stadt Leipzig nicht wieder alleine kümmern, weil die Staatsregierung andere Prioritäten setzt. Ohne politischen und gesellschaftlichen Druck passiert gar nix – Leipzig braucht die Schwimmhalle auf dem Otto-Runki-Platz im Leipziger Osten!“

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