23 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Schwimmhalle bekommt Bibliothek dazu: Bebauung für den Otto-Runki-Platzes könnte 2024 stehen

Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    Wer in Leipzig Politik macht, braucht jede Menge Geduld. 2015 war das, als die Fraktionen von SPD und Grünen im Leipziger Stadtrat den Bau einer Schwimmhalle auf dem Otto-Runki-Platz an der Eisenbahnstraße anregten, denn dort gibt es weit und breit kein entsprechendes Angebot. Jetzt deutet sich endlich eine Chance auf Umsetzung an, heißt es aus der Dienstberatung des Oberbürgermeisters.

    Vor einem Jahr schien das Projekt auf Jahre hinaus wieder zum Stillstand zu kommen, weil der Freistaat die notwendige Förderung für den Bau der Schwimmhalle verweigerte. Dabei hatte es 2019 schon die ersten Gestaltungsentwürfe gegeben, damals noch als Einheit aus Schwimmhalle und medizinischem Zentrum. Kostenpunkt: Etwa 10 Millionen Euro.Immerhin ein Pilotprojekt für Leipzig: Indem man zwei Funktionen auf einem Bauplatz verwirklicht, kann man der zunehmenden Not an verfügbarem Baugrund entgehen.

    Und nun deutet sich an, dass das Projekt doch bald verwirklicht werden kann. Wenn auch mit einem anderen Partner im Haus.

    Das Ensemble aus Schwimmhalle und Stadtbibliothek auf dem Otto-Runki-Platz im Stadtteil Neustadt-Neuschönefeld nimmt konkrete Formen an, heißt es jetzt aus der Dienstberatung des Oberbürgermeisters. Die hat den Planungsbeschluss für den Neubau einer Bibliothek auf den Weg gebracht.

    Die Planung kostet 340.000 Euro und soll bis Anfang 2023 abgeschlossen sein. Mit einem Baubeginn ist voraussichtlich frühestens 2025 zu rechnen. Die Planung der Schwimmhalle war bereits abgeschlossen worden, mit dem Bau soll noch in diesem Jahr begonnen werden.

    „Mit dem Bau einer neuen Stadtteilbibliothek am Otto-Runki-Platz können wir ein langjähriges Vorhaben, im Leipziger Osten eine große Bibliothek zu etablieren, endlich umsetzen. Zugleich erhält das Quartier mit der Stadtteilbibliothek einen sozialen und interkulturellen Treffpunkt für Familien, Erwachsene sowie für die vielfältigen Gruppen und Initiativen im Einzugsgebiet“, sagt Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke.

    Von der Stadtteilbibliothek profitieren rund 26.000 Bewohner der Stadtteile Neustadt-Neuschönefeld und Volkmarsdorf. Zusätzlich zählen Anger-Crottendorf, das Zentrum-Ost, Sellerhausen-Stünz und Reudnitz-Thonberg zum erweiterten Quartier mit weiteren mehr als 47.000 Menschen. Damit würde der Neubau ein ähnliches Einzugsgebiet wie die große Stadtteilbibliothek Südvorstadt bedienen.

    Die bislang am Torgauer Platz eingemietete Bibliothek reicht mit ihren 300 Quadratmetern Nutzfläche für diese Anforderungen größentechnisch nicht mehr aus und wird nach der Eröffnung am Otto-Runki-Platz aufgegeben. Vom größeren Medien- und Informationsangebot profitiert auch die Programmarbeit der Städtischen Bibliotheken für die ansässigen vier Schulen und fünf Kindertagesstätten.

    Geplant ist die Umsetzung des skandinavischen Konzepts der „Vier Räume“ – Lernraum, Treffpunkt, Raum für Anregungen und Raum für Aktivitäten, die die zeitgemäßen Aufgaben einer Bibliothek baulich abbilden. Diese sollen zugleich nach dem Ansatz der offenen Flächen (Open Plan) möglichst flexibel nutzbar gestaltet werden. Geplant wird mit einer Nutzfläche von rund 1.000 Quadratmetern verteilt auf zwei Etagen, die Platz für etwa 15.000 Medien bieten.

    An der Ausgestaltung der Bibliothek sollen die Bürger beteiligt werden. Dazu ist ein Termin am 1. Juli 2021 vorgesehen, zu dem Ideen und Vorstellungen geäußert werden können. Damit wird zudem ein zentrales Ziel der neuen Bibliotheksentwicklungskonzeption (BEK) ab 2020 angegangen.

    Der Neubau ist Bestandteil eines Stadtratsbeschlusses, wonach am Otto-Runki-Platz nach Durchführung eines Architektur- und Gestaltungswettbewerbs eine neue Schwimmhalle zu errichten ist, um im Leipziger Osten mehr Kapazität für Schul-, Vereins- und Freizeitsport zu schaffen.

    Wettbewerb von 2019 für die Schwimmhalle auf dem Otto-Runki-Platz: 1. Preisträger_gmp Generalplanungsgesellschaft mbH (Berlin). Foto: Leipziger Gruppe
    Wettbewerb von 2019 für die Schwimmhalle auf dem Otto-Runki-Platz: 1. Preisträger gmp Generalplanungsgesellschaft mbH (Berlin). Foto: Leipziger Gruppe

    „Im Architektur- und Gestaltungswettbewerb wurde, auch mit der Einbeziehung von Akteuren aus Stadtrats- und Stadtbezirksbeiratsebene, ein qualifiziertes und bindendes Wettbewerbsergebnis für die Gestaltung des gesamten Platzes erzielt, was den Schwimmhallenneubau und die neue Stadtteilbibliothek in geeigneter Weise vereint“, fasst Sportbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Sportbäder Leipzig GmbH Heiko Rosenthal zusammen.

    Die Planungen sind abgeschlossen und mit den beantragten Fördermitteln aus der investiven Sportförderung des Freistaates Sachsen soll der Schwimmhallenneubau in diesem Jahr beginnen. Voraussichtlich 2024 kann die Schwimmhalle eröffnet werden.

    Hinweis der Redaktion in eigener Sache

    Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten alle Artikel der letzten Jahre auf L-IZ.de zu entdecken. Über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall.

    Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

    Vielen Dank dafür.

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      3 KOMMENTARE

      1. Der Inhalt des Gebäudekomplexes ist völlig in Ordnung und wird eine Verbesserung sein.
        (Auch wenn man das nicht lobhudelnd und schwülstig formulieren muss wie der zuständige Dezernent.)

        Aber nach den ersten interessanten Vorschlägen aus 2019 soll diese manifestierte Einfallslosigkeit der beste Entwurf sein?? Etwa ein verspäteter Aprilscherz?
        Wer hat das entschieden, „auch mit Akteuren aus Stadtrats- und Stadtbezirksbreiratsebene“?
        Deren Meinung / Begründung würde mich interessieren.

        Alle reden und wissen davon, dass Platz knapp ist.
        Aber hier wird mit betonumfassten Obergeschossflächen oder „Luftschlössern“ dem geneigten Betrachter gezeigt, wo noch sinnvoll hätte zu Ende geplant werden können.

        Ich habe durchaus Interesse an und Verständnis für aktuelles Gebäudedesign, aber das hier ist plump und scheußlich.

        Sorry, aber sind denn überall nur bedingt begabte Handlungsträger am Werk?

      2. St. Tetris ist da deutlich besser gelungen. Nach außen hin vielleicht doch ein wenig zu quaderig, ja, aber „innen“ im Freibereich und in den Innenräumen viel offener.

      3. 1. Preis für gestapelte Quader mit Erdgeschossfenster? Architektur wie vor zwanzig Jahren. Nicht einmal die derzeit modischen Schlitzfenster (die lediglich Knastcharme rüberbringen).

        Hat was von Fabrik, die von schwimm- und lesebegeisterten Menschen gefüttert wird.

        Die Grafitti, die zweifellos kommen werden, werden dann das schönste Element dieses Gebäudes werden.

        (Weiß ja nicht, ob die Stadt Leipzig sich wirklich überlegt hat, die weißen Wände für Grafitti freizugeben. Ich bezweifele es aber bei den dort aktiven Entscheidern, die mit Lebensweisen außer „Familie mit 2 Kindern und 2 Autos“ immer Probleme hat.)

        Da wird der Stadtteil gleich am Eingang verschandelt.

        Habt Ihr nichts Besseres? Schöneres? Ansprechenderes? Offeneres?

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige