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Tag: 14. Juni 2021

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D21 Solo-Ausstellung: Katarína Dubovská [response_ability]

Welche neuen Perspektiven auf Gesellschaft und Potentiale für eine künstlerische Praxis entstehen, wenn wir nicht von einer statischen Trennung, sondern vielmehr von dynamischen Prozessen zwischen dem Menschen und seiner Umwelt ausgehen, die durch eine Verflechtung von menschlichem Handeln, Technologien und nicht-menschlichen Akteur:innen charakterisiert sind?

Ein „Krieger Odins“ als Ordner und die „Bürgerbewegung“ unter Polizeischutz auf dem Augustusplatz. Foto: LZ

Parolen wie bei Pegida: Rechtsradikale „Bürgerbewegung“ läuft durchs Zentrum + Video & Bildergalerie

Obwohl es in Sachsen immer mehr Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen gibt, gehen Pandemie-Leugner/-innen weiter auf die Straße. Am Montag, dem 14. Juni, versammelten sich bei der „Bürgerbewegung Leipzig 2021“ erneut rund 75 Personen auf dem Richard-Wagner-Platz. Bei einem anschließenden Aufzug um die Innenstadt hatte die Polizei einige Mühe, die Teilnehmenden vom Gegenprotest zu trennen. Bereits für Samstag, 19. Juni 2021, ist die nächste Demonstration angekündigt.

Der Gegenprotest, initiiert von "Leipzig nimmt Platz" gegen die Veranstaltung der "Bürgerbewegung Leipzig 2021" in der Leipziger Innenstadt. Foto: LZ

Montag, der 14. Juni 2021: Protest in der Leipziger City und neue Lockerungen

Die Nachrichten am Montag wiederholen sich: Heute trat in Sachsen eine neue Corona-Schutzverordnung in Kraft. Diese gilt vorerst bis 30. Juni. Auch nichts Neues mehr am Montag: In der Leipziger Innenstadt versammelten sich am Abend Anhänger/-innen der „Bürgerbewegung Leipzig 2021“ zum Protest gegen die Corona-Maßnahmen. Das Aktionsbündnis „Leipzig nimmt Platz“ und Die PARTEI riefen zum Gegenprotest auf. Außerdem: Eine tote Frau beschäftigt seit gestern die Leipziger Polizei und die Leipziger Messe nimmt wieder Fahrt auf. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 14. Juni 2021, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Aus dem rechten Lager: „Querdenker“ Thomas Kaden holt 7,5 Prozent bei OBM-Wahl in Plauen

Dass die „Querdenken“-Szene sich kaum von Rechtsradikalen abgrenzt, ist spätestens seit den Großdemonstrationen in Berlin im vergangenen Sommer offensichtlich. Dass sie sich aber teilweise sogar offen mit ihnen verbündet, zeigte sich in den vergangenen Monaten unter anderem im sächsischen Plauen. Dort trat der Busunternehmer Thomas Kaden mit Neonazi-Unterstützung bei der Oberbürgermeisterwahl an. Ob die 7,5 Prozent im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag, dem 13. Juni, eher ein Erfolg für ihn oder eher ein Erfolg für die Demokratie sind, ist umstritten.

An der Paußnitz im südlichen Auwald. Foto: Ralf Julke

Nächster Schritt zur Rettung der Leipziger Aue: Das SMEKUL sucht jetzt jemanden, der das Gesamtkonzept Leipziger Auenlandschaft koordiniert

Es wird nicht ohne eine starke Persönlichkeit gehen, die alle Fäden zusammenhält, die Gemüter beruhigt und beharrlich mit allen Instanzen spricht, bis Lösungen gefunden sind für die Rettung des Leipziger Auenwaldes. Mit einem gemeinsamen Papier haben ja im Herbst 2020 schon alle Beteiligten bestätigt, dass sie eigentlich alle dasselbe wollen. Aber seitdem knirscht es schon wieder. Das sächsische Umweltministerium sucht deshalb eine tapfere Referentin / einen tapferen Referenten für die Leipziger Auenlandschaft.

Entwurf für die Schwimmhalle Otto-Runki-Platz. 1. Preisträger gmp Generalplanungsgesellschaft mbH (Berlin). Foto: Leipziger Gruppe

Sportbudget im sächsischen Doppelhaushalt: Bekommt Leipzig nun doch noch Förderung für die Schwimmhalle auf dem Otto-Runki-Platz?

Wenn es um die Förderung von Zukunftsinvestitionen in Sachsen geht, wird es jedes Mal schwierig. Dann wird nicht einfach gefördert, was gebraucht wird, sondern ein mehr als knapp gerechneter Fördertopf aufgelegt – mit dem Ergebnis, dass der Topf dann meist schon nach kurzer Zeit „überzeichnet“ ist und angemeldete Projekte in eine jahrelange Warteschleife geraten. So auch die dringend benötigten Schwimmhallen in Leipzig. So wie die am Otto-Runki-Platz.

Das Neue Rathaus in Leipzig. Foto: LZ

Drei Jahre lang ist nichts passiert: Freibeuter setzen die sachgrundlosen Befristungen wieder auf die Tagesordnung

Eigentlich war es ziemlich unter der Gürtellinie, was der Oberbürgermeister 2018 in einer Stellungnahme zu einem Antrag der SPD-Fraktion schreiben ließ mit der Forderung: „Sachgrundlose Befristungen in kommunalen Unternehmen und Eigenbetrieben beenden“. Einen Antrag, den der Stadtrat dann übrigens mit einigen Konkretisierungen mit 38 : 22 Stimmen beschloss. Seitdem müsste es eigentlich regelmäßige Berichte des OBM zu sachgrundlosen Befristungen in den Kommunalbetrieben geben.

Die INSM-Kampagne mit der zum Moses gemachten Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock. Grafik: INSM

Kommentar: Wenn die Superreichen in Deutschland jetzt Schlammschlachten finanzieren

Auch wir haben die Pressemitteilung der INSM zum Grünen Parteitag bekommen mit der seltsamen Überschrift „Soziale Marktwirtschaft braucht kreativen Wettbewerb statt übergriffiger Verbote“. Seltsam, weil sie wie altbacken wirkte. Als würde diese Lobbytruppe noch immer im Jahr 1958 festhängen. Dass sie es wohl tatsächlich tut und auch noch eine gehörige Portion Antisemitismus in der aufgelegten Anzeigenkampagne steckt, darüber haben andere Kollegen an diesem Wochenende schon geschrieben.

Elmar Schenkel: Unterwegs nach Xanadu. Foto: Ralf Julke

Unterwegs nach Xanadu: Der Leipziger Anglist Elmar Schenkel erzählt, wie der Westen versuchte, sich ein Bild vom fernen Osten zu machen

Die Vorstellungen der Europäer über die Länder des Fernen Ostens sind voller Legenden. Bis in die scheinbar objektiven Nachrichten unserer Gegenwart hinein. Doch wie sehr diese Legenden unseren Blick auf diese Länder verfälschen, ist den meisten Berichterstattern gar nicht bewusst. Das gilt nicht nur für China, Japan und Indien. Aber an diesen drei Ländern kann der Leipziger Anglist Elmar Schenkel kenntnisreich erzählen, wie wir uns unser Bild vom exotischen Osten konstruiert haben.

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