Das Wegstück war schon lange fällig. Ab Montag, 16. Mai, will das Amt für Stadtgrün und Gewässer den intensiv genutzte Weg, der vom Ende der Industriestraße in Schleußig auf den im Wald gelegenen Nonnenweg führt, auf einem Teilstück sanieren. Aufgrund der Arbeiten können Fußgängerinnen und Radfahrer den Weg zeitweise nur eingeschränkt nutzen, entsprechende Umleitungen werden vor Ort ausgewiesen.

Der betroffene Wegabschnitt in der Nonne wird täglich stark genutzt und ist in einem schlechten Zustand. Dabei ist er Teil einer der wichtigsten Radverbindungen, die von Schleußig Richtung Clara-Zetkin-Park und Innenstadt führt.

Schon mit Verlassen des Pflasters der Industriestraße, die hier endet, gelangt man auf einen ausgefahrenen Untergrund. Da der alte Weg schon völlig zerfahren war, haben sich längst neue Fahrspuren rechts und links davon entwickelt.

Nach Jahren des desolaten Zustandes hat sich Leipzigs Verwaltung jetzt erbarmt und will den Weg endlich dauerhaft befestigen.

Der steil geneigte Bereich vom Eingang ins Waldgebiet soll jetzt auf rund 30 Metern Länge mit Betonpflaster befestigt werden, um künftig Erosionserscheinungen nach starkem Regen vorzubeugen und zugleich für Fußgänger und Radfahrer sicher und gut nutzbar zu sein.

Darüber hinaus wird der weitere Abschnitt bis zum Nonnenweg leicht angehoben und mit einer wassergebundenen Wegedecke befestigt.

Ein Kompromiss also ganz nach Leipziger Art, der vor kompletten dauerhaften Lösungen zurückschreckt, wenn es um Radwege in Waldgebieten wie hier der Nonne geht.

Die Arbeiten sollen Anfang Juni 2022 abgeschlossen sein, teilt das Amt für Stadtgrün und Gewässer mit.

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Es gibt 2 Kommentare

Auf unsere Verwaltung ist eben Verlass. Ich mein, wo käme man auch hin, wenn man die paar Meter runter zur Teerstraße auch teeren würde. Ganze 30m über die seit Jahren diskutiert wird!
Nutzen täglich nur ein paar tausend Radfahrer, was soll’s also. ¯_(ツ)_/¯

“Ein Kompromiss also ganz nach Leipziger Art, der vor kompletten dauerhaften Lösungen zurückschreckt, wenn es um Radwege in Waldgebieten wie hier der Nonne geht.” Dem ist nichts hinzuzufügen. So, wie das klingt, muss der genannte Abschnitt spätestens in zwei Jahren erneut in Angriff genommen werden.

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