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Leser fragen, wir antworten: Zur Aktion „Freikäufer“ oder „Sorry, aber Ihr seid geldgeil“

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    Auf den Hinweis eines Facebookusers hin, dass er unsere Arbeit schätzt, haben wir uns gefreut und dies geschrieben: „Wir sind die, die immer da sind. Eine freie Crew, voller Ideen und viel mehr Wissen, als mancher denkt. Wir brauchen wirklich Freikäufer um endlich noch mehr tun zu können, als wir schon ohne Eure Unterstützung taten.“ Eine andere Userin reagierte darauf und dies mit dem Vorwurf, wir würden unserer Verantwortung nicht nachkommen und seien nur "geldgeil".

    Ihre Anmerkung

    „Wir sind die, die immer da sind.“ oder sollte es heißen „Wir sind da wo Geld zu verdienen ist?“ Wann kommt der heiß angekündigte Artikel über das Interview mit Markus Johnke? Warum werden recherchierte Artikel nicht bei Euch, sondern anonym bei linksunten veröffentlicht? Bezahlen wird dort ja wohl keiner. Sind ja keine „Freikäufer“. Ist Euch eigentlich bewusst, wem Ihr mit solchen Aktionen in die Hände spielt? Was Ihr kaputt macht ob des „mehr Wissens“? Null Nachdenken, nur Geld in den Augen. Das ist die LIZ. Sorry, aber Ihr seid geldgeil. Mehr nicht.

    Unsere Antwort (dort, wie hier)

    Wir waren immer da, seit 12 Jahren. Und haben ohne Geld von den Lesern für die Leser geschrieben. Wer hier von „Geldgeilheit“ spricht, weiß leider wirklich nichts über uns, unsere Motivationen und unsere Leben. Eine Rechnung dazu am Schluss.

    Das Interview mit Markus Johnke kam nicht zustande (wie wir mehrfach berichtet haben, zuletzt hier ;-), weil er nicht wollte. „Keine Zeit“, trotz mehrfacher, auch persönlicher Anfragen vor Ort.

    Wir veröffentlichen keine Artikel bei Indymedia und schreiben auch nicht – wie andere Zeitungen – ungeprüft von dort ab. Eben weil es anonyme Storys sind, die oft keinem Rechtsstreit standhalten würden. Es ist eben kein Journalismus. Wem wir in „die Hände spielen“, ist derzeit vollkommen unwichtig.

    Wenn wir nicht mehr da sind, haben wir unsere Verantwortung dann besser wahrgenommen?

    Die Frage nach dem „Mehr Wissen“, haben wir von Beginn der „Kampagne“ an klar und nachlesbar (immer wieder) beantwortet. Sie lautet: Wir können die gesamte L-IZ.de freigeben, wenn wir eine auskömmliche Basis für die Redaktion haben. Kommt diese nicht von den Lesern, gibt es sie nicht. Dazu haben wir von Anfang an die benötigte Zahl offengelegt.

    Die Rechnung (grob): 1.500 Euro x 99 Euro (Brutto) bedeuten 148.500 Euro im Jahr. Geteilt durch 8-10 Personen, welche man braucht, um eine gewisse, tägliche Qualität stabil zu liefern, bedeutet dies nach Abzug von Technikkosten (ab und zu Fotozubehör, Mitschnittgeräte, Rechner, Webseitenbetrieb, eine kleine Büromiete), Unternehmenssteuern usw. bestenfalls (!) runde 1.300 Euro BRUTTO bei 8 und runde 1.000 Euro BRUTTO bei 10 Menschen. Hinzu kommen dann nur noch (sinkende) Werbeeinnahmen, welche die Sache abrunden …

    Geldgeil?

    Eine Frage in die Runde: Wer würde für diesen Monats“lohn“ Vollzeit arbeiten gehen? Wir tun es, freiberuflich, schon länger für weniger bei schwankender Vergütung.

    Leser fragen, wir antworten: Zur Aktion „Freikäufer“ oder „Weniger als ein halbes Brötchen“

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    4 KOMMENTARE

    1. Ich tausche hiermit offiziell einen wie auch immer gearteten „Heldenstatus“ gegen ein Stückchen Brot. Zumal Helden meist erst „postmortem“ zu eben diesen werden. 😉 M.F.

    2. Solche Kommentare adeln doch eure Arbeit. Bei der LVZ käme keiner der Kommentatoren auf die Idee, deren Publikation als eine Art öffentlich verfügbare Grundversorgung zu betrachten. Ihr teilt also das Los der Helden – selbstlos für alle da. Superhelden leben von der Bewunderung, nicht von Brot!

    3. Wenn man Geldgeil ist, weil man für seine Arbeit wenigstens ein bisschen Geld haben möchte, dann oute ich mich gleich mal. Dann bin ichs wohl auch, ich werd für meinen Job doch tatsächlich bezahlt. Aber Glückwunsch unbekannterweise an den Chef der Dame, sie scheint ja für lau zu arbeiten.

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