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Es gilt eigentlich als unmöglich – bis einer kommt und es einfach macht: Der Leipziger Schauspieler Wolfgang Zarnack will jetzt tatsächlich eine 50-teilige Antikriegs-Serie produzieren – ganz allein. Filmemachen ist Teamarbeit; ein Kriegsfilm erst recht, fast immer eine Massenschlacht mit Statisten, Studio und großem Budget. Zarnack hat von alledem nichts. Er hat ein Smartphone, sein Gesicht und eine Geschichte. Seit dem 10. Juli gibt ein erster Trailer einen Vorgeschmack.

Seine Lösung für das Unmögliche ist eine Umkehrung: Statt die große Schlacht zu zeigen, zeigt er den einzelnen Menschen, der ein Videotagebuch für seine Tochter aufnimmt. Die Welt drumherum kommt aus dem Rechner.

Der Anlass ist ein persönlicher: Zarnacks Vater, 1938 in Berlin geboren, erlebte Bombennächte im Luftschutzkeller, wuchs mit Flucht, einem Internierungslager in Dänemark und dem Anblick des brennenden Dresden auf. Zwei seiner Geschwister starben an den Folgen von Flucht und Unterernährung – eines von ihnen, ein kleiner Junge, hieß Wolfgang. Diesen Namen gab der Vater später an seinen Sohn weiter.

„Ich trage den Namen eines im Krieg gestorbenen Kindes“, sagt Zarnack. „Jetzt bin ich selber Vater und ich will nicht schweigend zusehen, wie wir uns in den nächsten Krieg reden.“

Der erste Trailer auf Youtube:

Noch ist die Serie in Produktion – und offen, ob das Wagnis ganz aufgeht. Genau das macht Zarnack öffentlich: Er dokumentiert den Weg von der Idee bis zur Premiere, mit Zweifeln und Stolpern.

„Ein klassischer Kriegsfilm braucht hunderte Menschen. Ich bin nur einer“, sagt Zarnack. „Aber wenn es um Frieden geht, ist vielleicht genau das der richtige Maßstab. Es fängt immer bei uns selber an.“

Wolfgang Zarnack ist Schauspieler, Autor und Vater zweier Kinder. Mit „Embedded – damit was bleibt“ produziert er eine 50-teilige Antikriegs-Serie im Hochformat – Drehbuch, Regie, Kamera und Hauptrolle in einer Hand. Jede Folge dauert ein bis zwei Minuten und erscheint auf Instagram, YouTube und TikTok. Vor dem Hintergrund wachsender Aufrüstung will Zarnack mit der Serie für Frieden und gegen das Vergessen werben.

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