Für eine solidarische Zukunft

Video: Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ veranstaltet eine zweitägige Konferenz „gegen den Rechtsruck“

Für alle LeserAm heutigen 7. April veranstaltet das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ im Werk 2 eine Konferenz unter dem Motto „Wir müssen uns entscheiden. Für eine solidarische Zukunft!“. Zur Einstimmung darauf gab es bereits gestern Abend in der Galerie KUB eine einführende Podiumsdiskussion. Die Moderation übernahm die Journalistin Sarah Ulrich, mit ihr auf dem Sofa saß Peterskirch-Pfarrer Andreas Dohrn, rechts daneben Stadträtin und Aktivistin Juliane Nagel. Ganz links Rudaba Badakhshi, Vorsitzende des Zentrums für Europäische und Orientalische Kultur (Zeok) und Erik Wolf, Geschäftsführer des DGB in der Region Leipzig-Nordsachsen.

Mit Blick auf die 2019 bevorstehenden sächsischen Landtagswahlen kamen zu Beginn der Veranstaltungen zwei Fragen auf: Was erwartet uns, wenn die AfD noch mehr Stimmen bekommt und am Ende sogar eine Koalition mit der CDU zur Debatte steht? Und wie kann man darauf reagieren?

„Ich möchte darüber sprechen, wie wir Leute erreichen, die wir sonst nicht erreichen“, sagte Badakhshi – ein Thema, das besonders von Erik Wolf immer wieder aufgegriffen wurde. Menschen von der solidarischen Sichtweise zu überzeugen, benötige aber auch reale Verbesserungen in deren Lebenswelt, so der Gewerkschafter.

Pfarrer Dohrn, wie immer gern mal eine Fußball-Metapher parat, sprach viel von sichtbaren Lösungen und konsequentem Tackling „direkt aufs Schienbein“. Außerdem forderte Dohrn intensivere christlich-muslimische Zusammenarbeit – ein Punkt, bei dem Leipzig im bundesweiten Vergleich gerade erst am Anfang stünde.

Juliane Nagel kritisierte Stadt, Staat und CDU, für mangelndes Demokratieverständnis und Verweigerung der Zusammenarbeit etwa mit dem Migrantenbeirat. Außerdem brachte sie die Frage ins Spiel, wie weit man bei der Bildung von Bündnissen gehen solle. „Große Bündnisse mit kleinem gemeinsamen Nenner verkleistern die öffentliche Wahrnehmung“, so Nagel. Der Schlusssatz kam dann aus dem Publikum. Ein Schüler erzählte von seinem Engagement in seiner Schule und der Wirkung auf seine Mitschüler: „Wenn man selbst anfängt, gibt es auch viel gutes Feedback.“

Am 7. April ging die Konferenz von 10 Uhr bis 17 Uhr im Werk 2 in Connewitz weiter, in Workshops wurden verschiedene Strategien und Themen behandelt und am Ende gemeinsam diskutiert.

Impressionen von der Debatte in der Galerie KUB am 6. April 2018

Video: Luca Kunze, L-IZ.de

* Video *RechtsruckPodiumsdiskussionKonferenz
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Über 5.000 Unterstützer fordern mehr Artenschutz im Leipziger Stadtgebiet
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Foto: Karsten Peterlein

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