Gleich zwei weitere Aktionen von #fridaysforfuture

Weil die Erwachsenen kneifen: Leipzigs Schüler schreiben einen Offenen Brief

Für alle Leser„Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ schallte es erstmals deutlich hörbar am 18. Januar 2019 durch Leipzigs Straßen. Die aktuelle Klimapolitik in Sachsen und der Bundesrepublik ist nicht zukunftsfähig und genau deshalb demonstrieren Schüler/-innen und Studierende unter dem Titel #fridaysforfuture seit mittlerweile mehr als einem Monat gegen die Langsamkeit der Politik. Am nächsten Freitag, 8. Februar, wird von voraussichtlich 14 bis 16 Uhr eine Mahnwache am Richard-Wagner-Platz stattfinden. Stets begleitet vom Hinweis, wie schrecklich doch diese „Schulschwänzerei“ sei.

Und die Schlagzahl erhöht sich. Denn die nächste große Demonstration, zu der nach den rund 700 Teilnehmern vom 18. Januar in Leipzig nun 1.000 Teilnehmende angemeldet sind, soll dann am darauffolgenden Freitag, 15. Februar stattfinden, kündigt #fridaysforfuture Leipzig an. Die Demonstration startet 12:30 Uhr am Willy-Brandt-Platz und dann über den Goerdelerring und Dittrichring, mit Zwischenkundgebung auf dem Martin-Luther-Ring bis zum Augustusplatz.

Begleitet wurden die bisherigen Aktionen immer wieder mal mit den Hinweisen, dass das Fernbleiben vom Unterricht nicht gestattet sei.

An Leipziger Schulen soll es im Vorfeld der ersten großen Demonstration sogar zu Hinweisen gekommen sein, dass auch eine Entschuldigung der Eltern nicht ausreichend sei, um der Schule fernzubleiben. Nur eine Krankschreibung sei akzeptabel. Die Schulpflicht gebiete eine Anwesenheit, es drohen Verweise durch die Schulleitung.

Und der Vorstand des StadtSchülerRates Leipzig ließ ein Papier bis hinein in die Lehrerzimmer kreisen, in welchem dringend gewarnt wurde. So hieß es unter anderem, „Fridays for Future habe keinen „bildungspolitischen Bezug“, weswegen „wir den Streik am 18.01. nicht unterstützen werden, und den Veranstaltern einen Wechsel auf die Protestform der Demonstration empfehlen. Die teilnehmenden Schüler müssen sich dem bewussten Regelübertritt mit allen Konsequenzen bewusst sein.“

Ein Vorwurf, welchen die teilnehmenden Schüler zunehmend mit dem Hinweis konterten, es sei irgendwie sinnfrei zu lernen, wenn da keine Zukunft mehr sei, in der man das Gelernte auch anwenden könne. Und am Sonntag, 3. Februar, setzten sie noch einen drauf und schrieben einen Offenen Brief an die Schulleiter/innen und Lehrer/-innen.

Auch bei der Aufruf2019-Demo dabei - Fridays for Future mit der Frage, wofür man lernt ... Foto: L-IZ.de

Auch bei der Aufruf2019-Demo dabei – Fridays for Future mit der Frage, wofür man lernt … (Schild rechts außen) Foto: L-IZ.de

Er offenbart, dass da einige bei „Fridays for Future“ gut aufgepasst haben, wenn es um den Sinn von Schule, ja sogar die bildungspolitischen Vorgaben in Sachsen selbst geht, was Schule leisten soll. Neben der Frage, was denn effektiver und aufsehenerregender sei, als eben genau diese Form des „Streiks“ zu wählen, zitieren sie in Richtung Stadtschülerrat und Lehrer: „Die schulische Bildung soll zur Entfaltung der Persönlichkeit der Schüler in der Gemeinschaft beitragen. (…)“. Zudem sei in der sächsischen Schulbesuchsordnung festgelegt, ‚dass Schüler*innen sich aus verschiedenen Gründen vom Unterricht auf Antrag ihrer Eltern beurlauben lassen dürfen.‘“

Logisch. Die Zeiten, wo der Staat sich mal eben so über die Vormundschaft von Eltern stellen konnte, sind lange vorbei.

Dass es übrigens auch anders geht, als vom Vorstand des Stadtschülerrates vermutet, haben erste Schulen gezeigt, wie die jungen Schreiber des Briefes mit der Bitte um weitere Kooperation mit ihnen erwähnen. So hätten an manchen Schulen sogenannte Musterfreistellungen kursiert, welche es den Eltern offenbar erleichtert haben, ihre Kinder rechtssicher von Unterricht freistellen zu lassen.

Es bleibt also zwar dabei: keine Revolution ohne gültigen Fahrschein. Die Argumentation des Vorstandes des Stadtschülerrates jedoch bleibt denkbar schwach. Am 15. Februar dürfte sie dann gleich ganz entfallen. Dann sei Zeugnisausgabe und die meisten Schüler haben wohl bereits 11 Uhr Schulschluss.

Redebeitrag einer Sprecherin von „Fridays for Future“ Leipzig auf der Klimademo am 2. Februar 2019. Video: L-IZ.de

Der Offene Brief

„Sehr geehrte Schulleiter*innen, Sehr geehrte Lehrer*innen,

wie Sie ja bereits alle vernommen haben, gibt es eine Bewegung von jungen Menschen namens FridaysForFuture, die sich für eine konsequente und effektive Klimapolitik einsetzt. Diese ist auf Initiative von Greta Thunberg, einer schwedischen Schülerin, entstanden, die zu Beginn dieses Schuljahres in den Schulstreik getreten ist, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Mit dem Motto „Warum soll ich heute lernen, wenn meine Zukunft in Gefahr ist?“ fing es im Kleinen an, erregte medial immer mehr Aufmerksamkeit und führte sogar dazu, dass Greta Thunberg auf der Klimakonferenz in Katowice sprechen durfte und zum Weltwirtschaftsgipfel nach Davos eingeladen wurde. Mittlerweile machen es ihr weltweit zehntausende Schüler*innen, Studierende und Auszubildende nach und protestieren öffentlichkeitswirksam gegen den Klimawandel anstatt in die Schule zu gehen.

Auch in Leipzig hat sich eine FridaysForFuture-Ortsgruppe gegründet, die bereits einige Aktionen geplant und durchgeführt hat, unter anderem eine große Demonstration am 18.01.2019, zu der 700 Teilnehmende kamen.

Im Vorfeld dieser Demonstration hat der StadtSchülerRat Leipzig eine Stellungnahme herausgegeben, in der er sich zu unseren Zielen unterstützend äußerte, sich jedoch klar gegen die Protestform des Schulstreiks positionierte.

Daher ist es uns nochmal wichtig unsere Sicht auf den Schulstreik zu erklären und vor allem unser politisches Anliegen: Wir halten den Schulstreik für das wirksamste politische Mittel junger Menschen, um Aufmerksamkeit für unsere Themen zu generieren. Ebenso sind wir uns sicher, dass Greta Thunberg niemals so viel hätte erreichen können, wenn sie einfach in ihrer Freizeit auf die Straße gegangen wäre.

Gleichzeitig wissen wir um die rechtliche Lage: Uns ist bewusst, dass es kein Streikrecht für Schüler*innen gibt. Ebenso sind wir uns im Klaren darüber, dass bewusstes Fernbleiben vom Unterricht in Konflikt mit der Schulpflicht steht.

Nichtsdestotrotz haben alle, auch Schüler*innen, das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit und dürfen ihr Demonstrationsrecht nutzen. Und das muss nicht mal im Verborgenen oder unter dem Gesichtspunkt des „Schwänzens“ passieren, denn in der Schulbesuchsordnung wird festgelegt, dass Schüler*innen sich aus verschiedenen Gründen vom Unterricht auf Antrag ihrer Eltern beurlauben lassen dürfen.

Was uns zu der Frage führt: Welchem Zweck dient Schule? Auch dies ist in §1 (3) des SächsSchulG festgelegt: „Die schulische Bildung soll zur Entfaltung der Persönlichkeit der Schüler in der Gemeinschaft beitragen. (…)“

Daran anknüpfend stellen wir uns die Frage, was trägt zu jener Entfaltung mehr bei als aktive politische Teilhabe? Sollte es nicht unsere aller Streben sein, Schüler*innen dazu zu bewegen sich mit den politischen Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen, sich dazu zu positionieren und ihre Meinung kundzutun?

Zusammenfassend gesagt: Uns ist klar, dass der Schulstreik aktuell keine rechtlich anerkannte Protestform ist und es nicht die dauerhafte Lösung sein kann dem Unterricht fernzubleiben, doch wir sehen uns gezwungen zu diesem politischen Mittel zu greifen.

Wir sehen uns deshalb gezwungen, weil unsere eigene Zukunft durch den Klimawandel bedroht wird. Die aktuelle Politik tut zu wenig für den Umweltschutz und zu wenig gegen den Klimawandel. Sie schiebt das größte existenzielle Problem unserer Zeit von sich weg, davon ausgehend, dass wir die Konsequenzen hinnehmen. Doch das wollen wir nicht und das können wir nicht. Uns geht es um nichts weniger, als die Erhaltung dieses Planeten, die Erhaltung unserer aller Lebensgrundlage.

Deshalb werden wir allen Widrigkeiten zum Trotz weiter protestieren. Wir werden weiter das Thema Klimawandel in den Öffentlichen Diskurs bringen, damit endlich gehandelt wird.

Daher haben wir auch eine Bitte an Sie: Bitte lassen Sie uns nicht gegeneinander arbeiten. Schließlich geht es in der aktuellen Klimakrise nicht nur um unsere Zukunft, sondern ebenso um Ihre. Um die Ihrer Kinder, Ihrer Enkelkinder und allen nachfolgenden Generationen.

Statt Ihren Schüler*innen die Teilnahme an den politischen Aktionen zu erschweren, würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns in Kontakt treten und wenn wir gemeinsam uns Alternativen überlegen können. Einige Schulen haben das bereits getan: Sie haben zum Beispiel durch Muster-Freistellungsanträge ermöglicht, dass die Schüler*innen sich gemeinsam freistellen lassen konnten und auch gemeinsam an der Demonstration teilnehmen konnten. Andere haben bewusst Werbung für die Demonstration gemacht oder sogar exkursionsähnliche Formate organisiert.

Für Freitag, den 15.02.2019, ist um 12.30 Uhr am Willy-Brandt-Platz die nächste große Demonstration geplant. Wir haben die Demonstration bewusst auf den letzten Schultag vor den Ferien gelegt, in der Annahme, dass es in diesem Fall ein Leichtes sein dürfte, dass die Schüler*innen nach ihrer Zeugnisausgabe die Schule verlassen können und hoffen auf Ihre Kooperation.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen
Lena Engemann, 11. Klasse, Johannes-Kepler-Gymnasium
Michael Neuhaus, Master Biologie
Tom Richter, Freiwilliges Ökologisches Jahr-Landessprecher Sachsen
Sophia Salzberger, 12. Klasse, Robert-Schumann-Gymnasium
Freya Schlabes, 10. Klasse, Robert-Schumann-Gymnasium
Ita Weinrich, 11. Klasse, Johannes-Kepler-Gymnasium

Fridays For Future Leipzig

Globale Schüler*innen- und Studierendeninitiative fürs Klima Ortsgruppe Leipzig“

Fridaysforfuture bei Quer. Video Quer bei Youtube

Hintergrund

#fridaysforfuture ist eine unabhängige, weltweite Jugendbewegung, die aufgrund einer jungen, schwedischen Klimaaktivistin entstanden ist. Greta Thunberg hat zu Beginn dieses Schuljahres beschlossen die Schule zu bestreiken, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Seitdem tauscht sie jede Woche Freitag die Schulbank gegen ein Pappschild, auf dem „Skolstrejk för Klimate“ steht und positioniert sich vor dem schwedischen Parlament, damit ihre Regierung endlich politische Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreift. Mehr und mehr mediale Aufmerksamkeit führte dazu, dass Greta Thunberg auf der Klimakonferenz in Katowice sprach und zum Wirtschaftsgipfel nach Davos eingeladen wurde.

Mittlerweile protestieren jeden Freitag weltweit, von New York bis Stockholm, von Sydney bis Leipzig, tausende junge Menschen für ihre Zukunft. Ihr Ziel: den Klimawandel aufhalten und das jetzt. Nach dem Motto „Wir streiken, bis ihr handelt“ fordern sie von allen Regierungen eine konsequente Klimapolitik und mehr Umweltschutz.

#fridaysforfuture in Leipzig: „… weil ihr uns die Zukunft klaut“ + Video & Bildergalerie

Klimademo: Kein Konsens in Leipzig + Bildergalerie

* Video *KlimawandelOffener BriefKohleausstiegFridays for future
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Das alte Leipzig in Farbe: Das noch unzerstörte Leipzig in den Farbfotografien des frühen 20. Jahrhunderts
Henning Jost: Das alte Leipzig in Farbe. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNatürlich ist das Buch vergriffen: „Leipzig in Farbe. Frühe Farbfotografien 1937–1947“. Erschienen 2014 im Lehmstedt Verlag. Das erste Buch, das Leipzig in farbigen Fotoaufnahmen aus Privatarchiven in dieser Zeit zeigt, als der Farbfilm erstmals auch für Amateure erschwinglich war. Ein kleiner Ersatz ist jetzt im Wartberg Verlag erschienen. Der Sammeleifer von Henning Jost macht ihn möglich.
Kleines Figurentheaterfestival für Kinder und Erwachsene im Budde-Haus
Quelle: Budde-Haus

Quelle: Budde-Haus

Um die Vielfalt des Genres Figurentheater und Puppenspiel aufzuzeigen, veranstaltet das Budde-Haus (Lützowstraße 19, Leipzig-Gohlis) vom 18. bis zum 20. Oktober erstmals das kleine Figurentheaterfestival KON-FIGUR-ATION mit jeweils zwei Aufführungen für Kinder und für Erwachsene.
Wenn eine konservative Zeitung einen Leipziger Bio-Streit kommentiert
Biomare in der KarLi. Foto;: Ralf Julke

Foto;: Ralf Julke

Für alle LeserSeit ein paar Wochen tobt ein veritabler Streit. Zuerst listete der Leipziger Lebensmiteilfachhändler Biomare die Produkte der Spreewälder Hirsemühle aus – nicht weil sie den ökologische Standards des Unternehmens nicht genügten, sondern weil der Inhaber der Spreewälder Hirsemühle ein bekannter AfD-Mann ist. Und Biomare begründete die Auslistung auch öffentlich. Erstaunlicherweise bringt es jetzt gerade die wirtschaftsnahe F.A.Z. fertig, ihm dabei indirekt Scheinheiligkeit zu unterstellen.
From Zero to Hero – Wie Schiller zum Idol wurde. Öffentliche Führung im Schillerhaus
Schillerbüste von Dannecker. Foto: Punctum/Bertram Kober

Foto: Punctum/Bertram Kober

Wie die Abbildung Friedrich Schillers in Form von Büsten und Porträts die Wahrnehmung des ruhmreichen Dichters mitgestaltet, zeigt die Kunstwissenschaftlerin Heidi Stecker in ihrer Führung im Schillerhaus am Sonntag, den 20. Oktober, um 15 Uhr auf. Sie wurde zu einer Ikone der Dichterdarstellung: Die Büste von seinem ehemaligen Schulkameraden Friedrich Schiller begann der Bildhauer Johann Heinrich Dannecker 1793, vollendete sie jedoch erst nach dem Tod des berühmten Dichters im Jahr 1805. Eine Kopie der Schillerbüste befindet sich im Leipziger Schillerhaus.
Heute ist Endspurt für die #Leipzigbecher Kampagne des BUND Leipzig
Recup-Kaffeebecher in Leipzig im Einsatz. Foto: BUND Leipzig

Foto: BUND Leipzig

Für alle LeserBegonnen hat alles mit der Kampagne Recycling2go, mit der der BUND Leipzig die Anbieter von Kaffee im Leipziger Straßenverkauf dazu bringen wollte, wiederverwendbare und recycelbare Kaffeebecher anzubieten und damit die Müllberge aus Pappbechern zu vermeiden. Aber im September kam noch die hübsche Idee obendrauf, einen echten Leipzigbecher zu schaffen. Dafür wird seit September emsig gesammelt. Am heutigen Dienstagabend aber fällt der Hammer.
NABU-Brief an CDU, SPD und Grüne: Naturpark-Ranger, Biotopverbund und naturverträgliche Landnutzung
Grünbrücken sind wertvolle Bausteine im Biotopverbund, ermöglichen sie doch Tieren biotopübergreifend die gefahrlose Überquerung von Straßen und somit auch den Genaustausch. Foto: M. Hermann

Foto: M. Hermann

Für alle LeserAus Sicht des Naturschutzbundes (NABU) Sachsen war das, was im gemeinsamen Papier von CDU, SPD und Grünen nach den Sondierungsgesprächen zu lesen war, aus Naturschutzsicht noch viel zu wenig. So könne man das Artensterben in Sachsen nicht stoppen. Das brauche deutlich mutigere Beschlüsse in den Koalitionsverhandlungen. Und deshalb schrieb der NABU jetzt einen Brief an alle drei Parteien.
Nächste Runde! Zweiter Clubauftakt der TdJW-Theaterclubs am Freitag, dem 18. Oktober
Theater der Jungen Welt. Foto L-IZ.de

Foto L-IZ.de

Am 18. Oktober um 18.30 Uhr findet der zweite Clubauftakt für alle Theaterbegeisterten, die selbst gerne auf der Bühne stehen, im TdJW statt. Nach dem erfolgreichen Start der Theaterclubs für alle Spieler*innen unter 18 Jahren, geht es jetzt für junge erwachsene Spielwütige ans Eingemachte.
2020 sollen endlich die Vorplanungen für die Eisenbahnstrecke Leipzig–Chemnitz fertig sein
Auch der Haltepunkt Engelsdorf / Werkstättenstraße wird ausgebaut. Foto: Deutsche Bahn

Foto: Deutsche Bahn

Für alle LeserDarauf haben die Westsachsen wirklich lange gewartet. Endlich ist die Elektrifizierung der Eisenbahnverbindung von Leipzig nach Chemnitz zu etwas geworden, das tatsächlich Gestalt annimmt. Seit Anfang September führt die Deutsche Bahn bilaterale Gespräche mit allen anliegenden Kommunen der Strecke Leipzig–Bad Lausick–Chemnitz. Und auch die Bewohner der Region sollen 2020 zu Informationsveranstaltungen eingeladen werden.
Am 23. November: Launige Lieder für lausige Zeiten
Quelle: Soziokulturelles Zentrum KOMM-Haus

Quelle: Soziokulturelles Zentrum KOMM-Haus

Schräg, klug, kokett, tiefsinnig und frivol – für diese quere Mischung steht die „Kleine Nachtmusik“, die auch am Abend schon Füße wippen lässt. Hinter dem ungleichen Quartett stecken zwei Sängerinnen und zwei Sänger aus der Leipziger Szene, die sich „Launige Lieder für lausige Zeiten“ ausgedacht und sich dabei vor allem dem Satzgesang verschrieben haben.
Puschkins Erben: Ein burlesker Roman aus dem Zaporoschje der späten Breschnew-Ära
Svetlana Lavochkina: Puschkins Erben. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer hätte nicht gern einen berühmten Vorfahren in seinem Stammbaum? Irgendein Genie, und seien es auch so ausgeflippte Typen wie Alexander Puschkin oder Ernest Hemingway. Auf den ersten Blick scheint es in diesem Buch darum zu gehen. Alles fängt mit Puschkin an und seinem Aufenthalt im Sommer 1820 in einem kleinen Nest am Dnepr mit dem Namen Zaporoschje, dem Verlust eines Rings und der vagen Vermutung einer intimen Begegnung.
Mitglieder der Leipziger Linken haben am 9. November die Wahl gleich zwischen zwei starken OBM-Kandidaturen
Dirk Feiertag bei der OBM-Wahl 2013. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserWährend die Wahl der OBM-Kandidaten bei Grünen und SPD sehr eindeutig war, deutet sich jetzt bei der Leipziger Linkspartei tatsächlich ein kleiner Wettbewerb um die Kandidatur zur Oberbürgermeisterwahl am 2. Februar an. Wie sich am Freitagnachmittag, 11. Oktober, herauskristallisierte, werden sich die Mitglieder des Leipziger Stadtverbands der Linken am 9. November auf einer Gesamtmitgliederversammlung entscheiden können, mit wem sie zur OBM-Wahl in den Kampf um das Stadtoberhaupt ziehen.
Am 29. November: „Das Luftschiff – die phantastischen Flüge des Fritz Rudolf Fries“
Die Schaubühne Lindenfels in der Karl-Heine-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die Verfilmung des Romans „Das Luft-Schiff“ von Fritz Rudolf Fries kam in der DDR 1983 in die Kinos. Gerade das Experimentelle des Filmes, aber auch seine Übertretung von Grenzen machten ihn wenig massenkompatibel. Gleichzeitig rückte es ihn aus dem Sichtfeld der staatlichen Zensur. Die von Fries zwischen realistischen und phantastisch-utopischen Elementen changierende Textvorlage wurde in der Regie von Rainer Simon und versehen mit expressionistischen Illustrationen von Lutz Dammbeck zu einem der eigenwilligsten Werke in der Geschichte der DEFA.
Zehn fiese Fragen zum Klimawandel und wie man ihnen mit Fakten begegnen kann
Das CO2-Aufkommen pro Kopf in Deutschland und anderswo. Grafik: FES

Grafik: FES

Für alle LeserWer regelmäßig über Klimawandel und Energiewende berichtet, der begegnet immer wieder denselben Gegenargumenten, derselben überheblichen Haltung, man habe das unschlagbare Argument gegen die wissenschaftlichen Fakten zur Erderwärmung. Und das betrifft nicht nur sogenannte Verschwörungstheoretiker und Klimaleugner. Das betrifft auch Politiker, die ihre Unfähigkeit zum Weiterdenken hinter dem immer gleichen Refrain verstecken: Nur ja nichts ändern am bequemen Status quo.
Literarischer Herbst: Eine Woche Literatur kompakt auch an ganz intimen Orten
Frisch aus der Druckerei: die Programme zum Literarischen Herbst. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Den Leipziger Literarischen Herbst gibt es, mit Unterbrechungen, seit 1991. Wir wollen diese Tradition aufgreifen, Literatur machen in einer rasant wachsenden, weltoffenen Stadt“, melden sich auf literarischer-herbst.com Jörn Dege, Nils Kahlefendt, Anja Kösler und Claudius Nießen zu Wort. Die Adresse im Web ist neu, das Organisatorenteam ist es auch. Die Herausforderung ist die alte.
Eine richtige Energiewende hat auch in Deutschland positive Jobeffekte
Veränderung des Arbeitskräftebedarfs nach Branchen bis 2050. Grafik: FES

Grafik: FES

Für alle LeserEs ist ja ein ursächsisches Thema, bei dem Sachsens Regierung immer wieder versucht zu erklären, warum sie so vehement gegen jeglichen Kohleausstieg ist: das Arbeitskräftethema. Welche Folge hat das, wenn jetzt die Tagebaue und Kohlekraftwerke dichtmachen? Für die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung haben sich jetzt Forscher der in der Schweiz ansässigen Prognos AG etwas eingehender mit dem Thema beschäftigt.