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Aktionsbündnis fordert Moratorium für den weiteren Ausbau des Frachtflughafens Leipzig/Halle

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    Am Samstag, 10. Oktober, traf sich das neu gegründete „Aktionsbündnis für Klima- und Lärmschutz und sofortigen Ausbaustopp am Flughafen Leipzig/Halle“ in Kabelsketal zur ersten Klausur. Das Bündnis, in dem Mitglieder von Bürgerinitiativen, Klimagerechtigkeits- und Umweltschutzgruppen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammenkommen, organisiert seit April 2020 Demonstrationen, Infoveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit.

    Anlässlich der Klausur erklären die Mitglieder gemeinsam: „Aktuell ist am Flughafen Leipzig/Halle eine massive Erweiterung des Frachtflugverkehrs in Planung. Die Kapazität soll um 50 Prozent erweitert werden. Damit würde die Anzahl der Flüge von 79.000 im Jahr 2019 auf 118.000 im Jahr 2032 steigen. Wir fordern ein Moratorium zum Flughafenausbau in Leipzig/Halle und erklären uns solidarisch mit Initiativen gegen den Bau/Ausbau von Flughäfen weltweit. Um die Klimaziele von Paris zu erreichen, müssen alle Anstrengungen unternommen werden, klimaschädigende Gase zu reduzieren. Ein weiteres Wachstum des Frachtflugverkehrs ist damit nicht zu vereinbaren.“

    Über 3.800 Menschen haben die im Juni gestartete Petition gegen den Ausbau des Frachtflughafens schon unterschrieben. Hier geht es direkt zur Petition.

    Der Ausbau widerspricht sämtlichen Klimaschutzzielen und ebenso dem 2019 geschlossenen Koalitionsvertrag von CDU, Grünen und SPD, in dem es heißt: „Wir verstärken an den Luftfahrtstandorten die Bemühungen zur Reduktion von CO2-Emissionen und Lärmemissionen im Luftverkehr. Wir unterstützen die Bemühungen um eine weitgehende Abschaffung der kurzen Südabkurvung am Flughafen Leipzig/Halle. Wir wollen Lärm- und Schadstoffe durch den Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen am Boden reduzieren.“

    Und: „Im Interesse der Menschen im Ballungsraum Leipzig und der Akzeptanz der weiteren ökonomischen Entwicklung des Flughafens werden wir uns für eine weitere Reduzierung der Fluglärmbelastungen einsetzen. Wir werden weitere Maßnahmen zur Begrenzung der Fluglärmbelastung ergreifen.“

    Doch statt die Pläne für den Fracht-und Nachtfluglärm zu begraben, wird die Sache wie zuvor einfach durchgezogen. Es gab mehrere Bürgerversammlungen, in denen sich die Flughafenbetreiber ausgesprochen wenig kommunikativ und kooperativ zeigten. Am 16. November sollen die Ausbaupläne zum Flughafen Leipzig/Halle veröffentlicht werden.

    „Damit werden die schon jetzt nicht mehr tragbaren CO2-und Lärmemissionen weiter steigen“, heißt es in der Petition. „Noch im ersten Halbjahr diesen Jahres soll ein Planänderungsverfahren eingereicht werden. Dabei geht es nach jetzigen Erkenntnissen allein beim DHL-Hub um eine Kapazitätserweiterung um weitere 36 Stellplätze, also um 60 %. Hinzu kommen Ausbauvorhaben im Südbereich des Flughafens für Amazon und weitere Ausbauvorhaben im Nordbereich ohne Planänderungsverfahren.“

    Noch ist kein einziges Problem am Frachtflughafen Leipzig/Halle im Sinn der betroffenen Bürger gelöst

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