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Connewitzer Polizeiposten doch kein Erfolg?

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    Am Donnerstag vermeldete das Innenministerium, dass der Polizeiposten in Leipzig-Connewitz ein voller Erfolg sei. Eine Statistik, die das Innenministerium in seinen Antworten zu einer Kleinen Anfrage der Landtagsabgeordneten Juliane Nagel (Linke) anführt, wirft Fragen auf. Demnach sei die Kriminalität in den 13 Monaten seit Eröffnung der Außenstelle des Reviers Südost um rund 30 Prozent zurückgegangen. Die Zahlen passen allerdings nicht zu Angaben im Polizeilichen Kriminalitätsatlas.

    Laut Innenministerium sank die Kriminalität in Connewitz seit Eröffnung des Polizeipostens um 29,7 Prozent, im unmittelbaren Umfeld der Wiedebach-Passage sogar um 37,6 Prozent. „Nun wäre es kaum verwunderlich, dass dort wo die Polizei unmittelbar mit einem Sitz präsent ist, Kriminalität zurück geht. Ungewöhnlich wäre dagegen schon, wenn in einem Ortsteil der Stadt die Kriminalität entgegen dem Trend signifikant sinken würde“, findet Nagel. Im Jahr 2014 ist die Kriminalität im gesamten Stadtgebiet um 12,5 Prozent gestiegen.

    Laut dem Polizeilichen Kriminalitätsatlas ereigneten sich 2013 in Connewitz 2.156 Straftaten. In der Beantwortung der Kleinen Anfrage geht das Innenministerium für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 5. Februar 2014 von insgesamt 3.703 Delikten aus. Zwischen 6. Februar 2014, dem Tag der Eröffnung der Außenstelle, und dem 28. Februar 2015 zählte die Polizei in dem Stadtteil nur noch 2.604 Fälle.

    „Vergleicht man das Kriminalitätsaufkommen 2013 laut Polizeilichem Kriminalitätsatlas mit dem im Zeitraum Februar 2014 bis Februar 2015 laut Antwort auf die Kleine Anfrage, lässt sich ein Anstieg der Straftaten feststellen“, merkt Nagel an.

    Nun entstammen die Angaben des Kriminalitätsatlas der polizeilichen Kriminalstatistik. Die Zahlen in der Antwort auf die Kleine Anfrage entnahm das Ministerium dagegen dem „Polizeilichen Auskunftssystem Sachsen“ und der „Integrierten Vorgangsbearbeitung Sachsen“. Dabei handelt es sich um zwei polizeiliche Auskunftssysteme. Die Dateien dienen Polizeidienststellen zur landesweiten Erfassung, Speicherung und Auswertung relevanter Informationen.

    Licht ins Dunkel könnte die Zusammensetzung der Zahlen nach Deliktgruppen bringen. Das Innenministerium möchte sich hierzu gegenüber L-IZ.de erst Anfang nächster Woche äußern. Die Zusammenstellung der Daten benötige Zeit. Juliane Nagel kündigte am Montag ihrerseits eine entsprechende Nachfrage an.

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