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Simildenstraße soll Namen einer der Leipziger Wohltäterinnen erhalten

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    Die Leipziger können sich bereits jetzt auf die Umbenennung einer ihrer Straßen einrichten. Konkret betrifft es die Simildenstraße im Stadtteil Connewitz. Als Namenspatronin soll „Mutter Krause“ herhalten. Eine Petition wurde mittlerweile ins Leben gerufen.

    Die Simildenstraße ist einer dieser merkwürdigen Orte. Sie gibt es gleich zweimal in Leipzig. Einerseits verläuft sie von der Wolfgang-Heinze zur Brandstraße, zusätzlich verläuft sie aber noch von der Selneckerstraße zu sich selbst, als wäre das verschachtelte Leipzig nicht schon unübersichtlich genug.

    Eine Initiative startet nun mit einer Petition, um eine Straßenumbennung zu erreichen. Das kleine Stück, welches von der Selneckerstraße auf die Simildenstraße verläuft, soll nach dem Willen der Initiatoren in „Frau Krause ihre Straße“ umbenannt werden. Die anliegenden Häuser müssen ebenfalls neu durchnummeriert werden, wird gefordert.

    „Mit der Umbenennung dieses Abschnittes der Simildenstraße wird nicht nur ein lang existierendes Paradoxon der Leipziger Straßenbeschilderung, einem Fauxpas schildbürgergleichen Ausmaßes, Abhilfe geschafft“, wurde als Begründung mitgeteilt über eine Situation, bei der zwei Straßenschilder die gleichen Namen tragen. „Nein, vielmehr ehrt die Stadt Leipzig eine der einfühlsamsten und warmherzigsten Personen Connewitz‘ des ausgehenden 20. Jahrhunderts, wenn nicht gar der einfühlsamsten und warmherzigsten Person aus dem auch in der Ratsversammlung innig geliebten südlichsten Stadtteil unserer geschätzten Heimatstadt überhaupt.“

    Gemeint ist die ehemalige Wirtin Hannelore Krause aus der Gastwirtschaft Marienburg, die sich in der Simildenstraße 8 befand. In Erinnerung an die umgängliche Wirtin ist die Wirtschaft heute besser bekannt als Frau Krause und schenkt wie damals die flüssige Gerstenmahlzeit aus.

    Frau Krause ihre zukünftige Straße. Foto: Alexander Böhm
    Frau Krause ihre zukünftige Straße. Foto: Alexander Böhm

    „Für viele wurde die ‚Marienburg‘ zu einem zweiten zu Hause, einem zu Hause fern von missmutigen Ehemännern und -frauen, fern von quengelnden Kindern, einem zu Hause, das seinem Namen gerecht wurde“, meinte Thomas Kumbernuß, Spitzenkandidat für die Partei Die PARTEI.

    „So wird es Zeit, endlich dem Spuk ein Ende zu setzen und der Simildenstraße“, forderte Kumbernuß, „welche da abzweigt von der Simildenstraße an der Ecke ‚Frau Krause‘ und sich einem Gebirgspfad gleich steil zur Paul-Gerhard-Kirche emporschwingt, schließlich ihr Ende findend in der Selneckerstraße.“ Sie soll endlich ihren berechtigten Namen verliehen bekommen, „der ihr zur Ehre und zum Andenken zusteht – ‚Frau Krause ihre Straße‘!“

    Betroffener Teil der Simildenstraße. Karte: Openstreetmap
    Betroffener Teil der Simildenstraße in Rot hervorgehoben. Karte: Openstreetmap

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