Die Stadt Leipzig soll in den Stadtbezirken Altwest oder Südwest eine geeignete Fläche für eine neue Skateanlage suchen. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Einige konkrete Vorschläge sind bereits vorhanden.

„Skaten ist unter jungen Menschen eine beliebte Freizeitgestaltung, da sie niedrigschwellig und kostenlos ist“, erklärte Juliane Nagel (Linke). Ihre Fraktion beantragte deshalb, in den genannten Gebieten eine Skateanlage zu errichten. Standortwahl und Gestaltung sollten gemäß Antrag „in Kooperation mit Vereinen, Initiativen und NutzerInnen erfolgen“.

In ihrer Rede verwies Nagel auf einen Stadtratsbeschluss von 2014, wonach die bestehenden Anlagen zu pflegen seien. Seitdem seien jedoch mehrere städtische Anlagen abgebaut worden oder sollen demnächst verschwinden. Im vergangenen Juli entfernte die Stadt zudem eine Anlage am Jahrtausendfeld, die von Anwohnern selbst errichten worden war.

Als neue Standorte schlägt die Linksfraktion das Umfeld des Kulturzentrums Gieszer 16 oder das Gebiet um den Plagwitzer Bahnhof vor. „Es gibt Signale aus der Initiative Bürgerbahnhof Plagwitz, dass dort eine Anlage erwünscht ist“, sagte Nagel. Laut Stadtverwaltung wurden beide Standorte bereits untersucht, seien jedoch aus Lärmschutzgründen nicht geeignet.

Am Ende votierten alle anwesenden Stadträte für den Alternativvorschlag der Verwaltung. Dieser weicht vom Antrag der Linken dahingehend ab, dass Nutzerinitiativen erst nach der Standortwahl in die Planungen einbezogen werden sollen.

Die Debatte zur Skateanlage im Westen im Stadtrat. Quelle: Livestream Stadt Leipzig

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