Ergebnisse der neuen Klimawandel-Umfrage bestätigen, was man schon 2014 alles nicht umgesetzt hat

Für alle LeserAm Dienstag, 14. April, meldeten die Dezernate Umwelt, Ordnung, Sport und Allgemeine Verwaltung „Ergebnisse der Klimawandel-Umfrage liegen vor“. Die beiden zuständigen Bürgermeister sind ganz vorsichtig, die Ergebnisse zu interpretieren, die sich nicht wirklich stark von denen der Umfrage von 2014 unterscheiden. Der Bericht von 2014 verblüfft, weil er so aktuell wirkt. Und das tut er eben, weil in den vergangenen sechs Jahren fast nichts passiert ist, um die Stadt klimafreundlicher zu machen.
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Auch 2014 beklagten die älteren Befragten, wie belastend für sie Hitzetage in der Stadt sind. Die Stadt hat mit dem Deutschen Wetterdienst zusammen ja sogar extra Messungen durchgeführt, um die kühlenden Luftströmungen im Stadtgebiet zu erkunden. Man weiß darum, wie wichtig Straßenbäume und Parks für die Kühlung sind. Und hat gerade beim Straßenbaumkonzept bis 2019 gebremst.

Auch 2014 wurde darüber diskutiert: Wie beschattet man die Stadt? Wie vermindert man Hitzestau?

Während sich Senioren durch den Rückzug in die Wohnung schützen, suchen die jüngeren Einwohner eher Entspannung an den Leipziger Gewässern und in den städtischen Grünanlagen.

„Für über die Hälfte der Leipzigerinnen und Leipziger ist die Hitze in der Wohnung eine belastende Situation“, konstatiert Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal. „Wie aus der Befragung zum Klimawandel hervorgeht, wird eine zentrale Herausforderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung darin bestehen, dass abkühlende Grünanlagen auch in einer sich zunehmend weiter verdichtenden Stadt gesichert werden. 90 Prozent der Befragten wünscht sich mehr Grün auf Straßen und Plätzen. Zudem müssen weitere Grünstrukturen, wie auch Dach- und Fassadenbegrünungen, geschaffen werden.“

Alles Streitthemen im Stadtrat – und zwar nicht, weil die Notwendigkeit für mehr Grün auf Dächern und an Fassaden streitbar wäre – die Programme werden nur nicht umgesetzt. Als wäre keiner da, der sie vorantreiben könnte.

Die im Jahr 2018 begonnene Umfrage mit rund 3.000 zufällig ausgewählten Leipzigerinnen und Leipzigern umfasste die Themen Hitze in der Stadt und das Hitzeempfinden der Befragten, klimatische Aspekte der eigenen Wohnung und des Wohnumfeldes sowie das Mobilitätsverhalten.

Darüber hinaus wurden der Kenntnisstand der Befragten zu den Folgen des Klimawandels wie auch deren Meinung zum Klimawandel erhoben. Rechtsgrundlage der Befragung ist die vom Stadtrat beschlossene Satzung über die kommunalen Erhebungen der Stadt Leipzig.

Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning: „Die Stadtverwaltung dankt an dieser Stelle den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ausdrücklich für ihre Mitwirkung. Wir stellen uns den Auswirkungen des Klimawandels, um auch weiterhin gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse sowie eine möglichst hohe Lebensqualität zu gewährleisten.“

Die erstaunlichen Haltungen zur Änderung des eigenen Verhaltens

Hagel und Sturm sind die Extremwetterereignisse, welche die Leipziger Bevölkerung am häufigsten betrifft. Ein Drittel aller Befragten hatte bereits durch Hagel in der Vergangenheit Sachschäden zu beklagen. Und den meisten Befragten ist sehr wohl bewusst, dass ihr Verhalten Einfluss aufs Klima hat. Und die meisten sind auch bereit, ihr Verhalten zu ändern.

Wären die Leipziger bereit, ihr Verhalten zu ändern? Ergebnisse von 2014. Grafik: Stadt Leipzig

Wären die Leipziger bereit, ihr Verhalten zu ändern? Ergebnisse von 2014. Grafik: Stadt Leipzig

Auf die Frage, welche Verhaltensweisen die Befragten am ehesten bereit sind aufgrund des Klimawandels zu ändern, wurde auch diesmal der Kauf regionaler und saisonaler Produkte und Strom zu sparen genannt. Die Hälfte kann sich vorstellen, den Fleischkonsum zu reduzieren. Insbesondere Verhaltensänderungen im Bereich Verkehr, mehr öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, weniger Auto zu fahren und weniger zu fliegen, können sich die Leipzigerinnen und Leipziger vorstellen.

Dieses Meinungsbild stellt für die Stadt Leipzig eine wichtige Planungsgrundlage dar, um bürgergerecht auf die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels zielgerichtet reagieren zu können, meinen die beiden verantwortlichen Dezernate.

Ganz so, als hätte man 2014 nicht schon genau dieselben Ergebnisse bekommen und daraufhin handeln können.

„Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits jetzt deutlich zu spüren und werden sich künftig noch intensiver ausprägen“, meint Heiko Rosenthal.

„Entsprechend der ,Anpassungsstrategie an den Klimawandel‘ muss bis zum Ende des Jahrhunderts mit einem Temperaturanstieg von bis zu 5,7 °C gerechnet werden, welche uns ein völlig verändertes Lebensumfeld bescheren werden. Dürren, extreme Wettereignisse wie Starkregen, Hagel und Stürme werden zunehmen und insbesondere die Menschen in stark verdichteten Städten mit sensibler Infrastruktur vor enorme Herausforderungen stellen.“

Und dann so ein Satz: „Die Anpassung an den Klimawandel ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.“

Verstanden hat das zuerst der Leipziger Stadtrat, der 2019 den Leipziger Ausstieg aus der Fernwärmeversorgung aus Lippendorf und das Nachhaltigkeitsszenario für den Verkehr beschloss. Zu dem übrigens auch der Radverkehr gehört, der in der 2014er Abfrage genauso fehlt wie in der jetzigen. Da muss man sich nicht wundern, dass das Radverkehrskonzept seit Jahren hinterherhinkt und selbst in Corona-Zeiten nur ein flickenhaftes Radnetz existiert.

Aber wie bereit sind die Leipziger eigentlich, ihr Verhalten zu ändern?

77 Prozent stimmten 2014 der Aussage zu „Zugunsten unserer Umwelt/unseres Klimas sollten wir unseren Lebensstandard umweltfreundlicher gestalten“.

61 würden auf jeden Fall regionale Produkte kaufen, 61 Prozent auch Strom sparen und 41 Prozent „weniger fliegen“. 41 Prozent würden auf jeden Fall ihren Fleischkonsum reduzieren und 37 mehr mit dem ÖPNV fahren.

Das sind zumeist die Aktiven und durchschnittlich auch Jüngeren, die das auch so machen.

Aber schon 2014 wurde sichtbar, dass eine Bevölkerungsgruppe sich schwertut damit, mitzuziehen. Damals hieß es in der Auswertung der Umfrage sehr eindeutig: „Eine wichtige Rolle spielt das persönliche Einkommen. Mobilität (beruflich und privat) nimmt mit steigendem Einkommen zu. Gleichzeitig sinkt die Bereitschaft, sich hinsichtlich der eigenen Mobilität einzuschränken. Zu positiven Effekten können somit am ehesten Verhaltensänderungen in der Gruppe der Gutverdiener führen.

Die Bereitschaft, weniger Auto zu fahren und zu fliegen, ist bei Personen mit hohem Einkommen jedoch geringer ausgeprägt. Gleiches gilt für den Umstieg auf den ÖPNV und die Bereitschaft, weniger zu heizen. Der Kauf regionaler Produkte wird von Gutverdienern jedoch häufiger in Erwägung gezogen. 98 Prozent können sich diese Verhaltensänderung vorstellen.“

Wobei die Autoren hier auch etwas zugespitzt haben. Die wirklich Unbelehrbaren auch in der Gruppe der Gutverdiener bewegten sich in einer Größenordnung von 18 Prozent (weniger Autofahren) bis 28 Prozent (weniger Fliegen) und 30 Prozent (weniger Fleisch essen). Die Verbindung zum Einkommen ist also nicht so eindeutig. Außer dass Gutverdienerhaushalte auch wirklich reelle CO2-Steuern leichter verkraften als Normal- und Geringverdiener.

Und spannend war auch die Haltung zum Autofahren insgesamt. Da sagten zwar nur 34 Prozent, dass sie auf jeden Fall weniger Auto fahren wollen. Dafür war die Gruppe derer, die „unter bestimmten Umständen“ weniger fahren würden, mit 50 Prozent erstaunlich groß. Nur 16 Prozent wollten auf gar keinen Fall weniger fahren.

Das bedeutete schon 2014 eigentlich als allererste Hausaufgabe für die Stadt: Ausbau des ÖPNV-Angebots auch in die Randlagen und Gewerbegebiete und massive Verbesserung des Radwegenetzes. Denn genau das sind die „Umstände“, die Menschen dazu bringen, vom Auto auf umweltfreundliche Verkehrsarten umzusteigen.

Hat sich da also bei den Befragten tatsächlich etwas geändert in den sechs Jahren?

Dazu gleich mehr an dieser Stelle.

Leipzig muss endlich das Personal einstellen, das die Klimaschutzpläne auch umsetzt

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