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Wall stellt Nachprüfungsantrag im Verfahren um die Werbekonzessionen der Stadt Leipzig

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    Leipzigs Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau hatte am 21. Juni schon so ein Gefühl, dass es auch in der aktuellen Runde um die Leipziger Werbekonzessionen nicht ohne ein juristisches Kräftemessen abgehen würde. Immerhin geht es um die lukrative Werbung an Leipziger Haltestellen, auf großen und kleinen Boards. Und mit der RBL Media GmbH erteilte der Stadtrat am 20. Juni einem noch sehr jungen Unternehmen den Zuschlag. Den Einspruch gibt es jetzt von der Wall GmbH.

    Am 21. Juni 2018 wurde die beabsichtigte Vergabeentscheidung der Stadt Leipzig über eine Dienstleistungskonzession für ein exklusives Werberecht auf öffentlichen und zum Teil fiskalischen Flächen der Stadt Leipzig (Vergabenummer EU-Amtsblatt: 2017/S 180-369581) bekanntgegeben. Die Stadt Leipzig beabsichtigt nach der Stadtratsentscheidung, dem Unternehmen RBL Media GmbH aus Erkelenz den Zuschlag zu erteilen.

    Die Wall GmbH, die ebenfalls in diesem Verfahren ein Angebot abgegeben hatte, hat zu dieser beabsichtigten Vergabeentscheidung jetzt einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer Sachsen gestellt. In diesem Antrag geht das Unternehmen aus Berlin, das bislang als Werbevermarkter schon in Leipzig tätig war, davon aus, dass die Stadt Leipzig unter anderem gegen ihre eigenen Produktanforderungen an die Fahrgastunterstände sowie weitere Vergabeanforderungen und -kriterien verstoßen habe.

    Die Vergabekammer Sachsen hat diese Bedenken als nachprüfenswert befunden und den Nachprüfungsantrag noch am Freitag, 29. Juni 2018, offiziell der Stadt Leipzig mitgeteilt, teilt Wall mit. Damit ist eine Zuschlagserteilung in diesem Vergabeverfahren bis nach der Entscheidung der Vergabekammer Sachsen zunächst nicht möglich.

    Was auch bedeutet, dass RBL im Juli nicht mit dem Austausch der Haltestellenhäuschen beginnen kann. Die gehören bislang der Wall GmbH (ehemals JCDecaux Deutschland), die unter dem alten Namen seit 1990 Partner der Stadt Leipzig war und auch nach der neuen Ausschreibung gern die Konzession zur flächendeckenden Stadtwerbung behalten hätte. Rund 600 Fahrgastunterstände sowie Außenwerbeanlagen in hinterleuchteter wie digitaler Form werden derzeit vom Unternehmen vor Ort betrieben und durch rund 30 festangestellte Mitarbeiter, die in der Leipziger Niederlassung des Unternehmens tätig sind, rund um die Uhr gepflegt.

    Stadtrat stimmte am Mittwoch über Außenwerbekonzession ab, RBL kann ab Juli loslegen

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