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LMBV lässt 35.000 Tonnen Auflast für den geplanten Harthkanal auffahren

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    Der Sommer ist vorbei. Nur noch die kühnsten Männer auf ihren fliegenden Rädern und die mutigsten Frauen auf ihren Inlineskates jagen um den Cospudener See auf jenem berühmten Rundkurs, der vor einem Jahr mal unterbrochen war, weil das Wasser an der Harthkanal-Baustelle den Asphalt hochdrückte. Jetzt wird dort wieder gebaut, teilt die LMBV mit.

    Im letzten Jahr wurde hier ja mit aufwendigen Rüttelstopfverdichtungen erst einmal ein belastbarer Untergrund hergestellt, der überhaupt erst einmal Bauarbeiten ermöglicht. Der Grund, über den der Harthkanal vom Cospudener See zum Zwenkauer See führen soll, ist ja nur aufgeschütteter Tagebauabraum. Nach den aufwendigen Rüttelstopfverdichtungen hat das Ganze jetzt ein Jahr lang ruhen können, der Rundweg wurde schon im Frühjahr wieder befahrbar gemacht.

    Jetzt kommt der nächste Schritt, teilt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) mit: Ab Montag, 17. Oktober, beginnen die nächsten Vorarbeiten für die geplante schiffbare Gewässerverbindung zwischen Cospudener und Zwenkauer See. Denn jetzt kommt erstmals Last auf den verdichteten Untergrund.

    An den künftigen Standorten des Schleusenbauwerkes am Südufer des Cospudener Sees und des Hochwasserschutzbauwerkes am Nordufer des Zwenkauer Sees sind zur Vorbereitung des Baugrundes jeweils Auflastschüttungen erforderlich, um mögliche spätere Bauwerkssetzungen weiter zu minimieren. Voraussichtlich wird Mitte Oktober 2016 mit der Herstellung dieser Erdbauwerke begonnen, so die LMBV. Die Arbeiten sollen bis zum Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Danach schließt sich für das Gelände eine einjährige Ruhephase an.

    Der Cospudener Rundweg bleibt ohne Einschränkungen weiterhin nutzbar, betont das Unternehmen, das für die Sanierung der Seen im Leipziger Südraum verantwortlich ist.

    Die Wege in der Neuen Harth sind freilich zum Betreten und Befahren noch nicht freigegeben, werden jedoch dennoch genutzt. Deswegen soll es nun während der Baumaßnahme eine teilweise Sperrung vorhandener Wegbereiche geben. Umleitungen sollen jeweils ausgeschildert werden. Die LMBV und das Sächsische Oberbergamt fordern schon jetzt alle Besucher auf, die eingerichteten Absperrungen und Befahr- und Betretungsverbote unbedingt zu beachten. Das Benutzen aller gekennzeichneten Wege erfolge auf eigene Gefahr.

    Für die Auflastschüttungen werden etwa 35.000 Kubikmeter mineralischer Baustoffgemische verwendet. Sie bestehen vorwiegend aus den Überschussmassen der Baugrundvergütung, dem flächenhaften Abtrag der bestehenden Arbeitsebenen, dem Abtrag des Zwischenlagers am Großdeubener Weg und noch zusätzlich zu lieferndem Kies.

    Ausgeführt werden die Bauleistungen durch die STRABAG AG Direktion Sachsen/Thüringen aus Schkeuditz. Die Finanzierung erfolgt über die §§ 2 und 4 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung. Die Kosten für diesen Bauabschnitt betragen rund 450.000 Euro.

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    https://www.l-iz.de/bildung/medien/2016/10/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

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      2 KOMMENTARE

      1. Dieser Kanal ist weder landschaftlich, noch wasserwirtschaftlich schön. Noch weniger sinnvoll. Vielmehr überflüssig, wie ein Kropf. Vor diesem Hintergrund interessieren die technischen Details wie der berühmte Sack Reis, der in China umfällt.
        Erst, als der Protest gegen die Gewässer Motorisierung, für die nachträglich noch das SächsWG „angepasst“ wurde, unüberhörbar wurde (nachdem jahrelang die bekannten Umweltvereine ebenso, wie die Grünen dem Schwachsinn tatenlos zusahen), die Kosten sich innerhalb von Wochen auf 20 Mio. € verdoppelten und der § 4-Topf leer war, kamen der RPVWS, GRL, Zweckverband Kommunales Forum Südraum Leipzig und dgl. auf die „glorreiche“ Idee, den Kanal zum Hochwasserschutz „umzuwidmen.
        Geplant war der Kanal im Rahmen der Tagebausanierung schon immer für die Motorisierung der Gewässer und nicht für den Hochwasserschutz.
        Diese Verdummung und der Versuch, dieses festgeschriebene Objekt im Rahmen der sogenannten Charta 2030 bewußt falsch als änderbar hinzustellen, sind der eigentliche Skandal.
        Hierzu „gesellt“ sich jetzt noch die Glyphosatverschmutzung. Rundet das Bild quasi noch ab.

      2. Landschaftlich und wasserwirtschaftlich sicher schöne Idee.
        Dann kann auch das Glyphosat munter in den Cospudener See fließen. Ich hoffe, es ermuntert jemand den Landkreis, eigene Untersuchungen anzustellen, damit jene sich danach nicht herausreden können, von nichts gewusst zu haben.
        Ich finde, so einen bestätigten Verdacht sollte man bei so einem Vorhaben nicht außer Acht lassen.

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