13.4 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Kommunales Forum Südraum kümmert sich um neue Beschilderung für touristische Radrouten im Neuseenland

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Im Leipziger Neuseenland sind ja Projekte und Vorhaben auf unterschiedlichste Gremien verteilt, auch wenn oft genug dieselben Bürgermeister und Amtsleiter am Tisch sitzen. Das macht auch die Verantwortlichkeiten für die Bürger schwer durchschaubar. Neben Grünem Ring und Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland ist auch noch das Kommunale Forum aktiv. Dort kümmert man sich derzeit eher um Radwege und Image der Region.

    Der Zweckverband Kommunales Forum Südraum Leipzig ist ein Zusammenschluss von zwölf Städten und Gemeinden des Landkreises Leipzig und der Stadt Leipzig. Als das Forum gegründet wurde, ging es eher um das Abstimmen von grenzüberschreitenden Planungen, mittlerweile kümmert man sich auch um konkrete Projekte und Bauvorhaben. Zuletzt etwa um die Ausbaggerung der Pleiße in Markkleeberg, die sogenannte Störstellenbeseitigung.

    Aktuell kümmert man sich auch verstärkt um das Marketing. Denn dass in den ganzen Gremien mittlerweile reihenweise Fehlentscheidungen getroffen wurden und selbst der Diskussionsprozess um die „Charta Leipziger Neuseenland“ mittlerweile als bewusste amtliche Irreführung der Neuseenlandbewohner betrachtet wird, macht den Amtsträgern im Forum augenscheinlich doch ein paar Sorgen.

    Sorgen, die durchaus angewachsen sein dürften, als nun auch noch die letzten Umweltverbände den Runden Tisch zum „Wassertouristischen Nutzungskonzept“ (WTNK) verlassen haben, weil die Amtsträger am Tisch nicht einmal ansatzweise gewillt waren, das WTNK naturschutzfachlich zu korrigieren.

    Aber was tun?

    Das nächste Image-Projekt soll aufgelegt werden: „Um zur weiteren positiven Entwicklung des Leipziger Neuseenlandes beizutragen und entsprechend der ,Charta Leipziger Neuseenland 2030‘ eine verstärkte, einheitliche und zielgerichtete Kommunikation zu etablieren, hat das Kommunale Forum Südraum Leipzig die Förderung einer Kommunikationskampagne beantragt. Auch die Zusage zur Förderung liegt bereits vor. Zur Kampagne gehören neben dem Aufbau einer Website für das Leipziger Neuseenland die Durchführung von Veranstaltungen zur Information und Beteiligung. Den Auftrag zur Erstellung der Internetseite hat das Kommunale Forum an die Webagentur C2media gegeben. Mit der Durchführung der Veranstaltungsformate wurde die ZAROF GmbH betraut.“

    Also noch eine gesteuerte Bürgerbeteiligung zur gesteuerten Bürgerbeteiligung zum WTNK.

    Aber hat das Kommunale Forum denn nicht schon eine Website, über die sie informiert? Was soll denn dann auf der neuen passieren?

    „Auf der Webpräsenz sollen zukünftig Informationen zu Planungen, Vorhaben, Projekten und aktuellen Maßnahmen für die Entwicklung der Gewässerlandschaft im Leipziger Neuseenland regional und überregional veröffentlicht werden. Dabei handelt es sich aber keinesfalls um eine touristische Vermarktung des Leipziger Neuseenlandes. Zusätzlich werden das Leipziger Neuseenland, die verschiedenen Akteure und Arbeitsgruppen sowie die Charta Leipziger Neuseenland 2030 dargestellt“, heißt es in der zugehörigen Mitteilung des Forums.

    So soll die neue Beschilderrung der Radwege im Südraum aussehen. Grafik: Kommunales Forum Südraum Leipzig
    So soll die neue Beschilderung der Radwege im Südraum aussehen. Grafik: Kommunales Forum Südraum Leipzig

    Die Wasserprojekte im Neuseenland erregen zwar mehr Aufmerksamkeit. Wo es aber tatsächlich fehlt an sicheren Angeboten, das sind die (touristischen) Radwege. Kaum etwas ist in Sachsen so zäh wie der Radwegeausbau, obwohl er gerade im Neuseenland sofort Effekte in der gesamten Region mit sich bringen würde, wenn ein attraktives und gut befahrbares Netz existiert. Oft fehlen sogar die simpelsten Planungen, ist man gerade erst in einer Prüfungsphase.

    In seiner Verbandsversammlung am 3. Juni hat sich das Kommunale Forum Südraum Leipzig nun über die Auftragsvergabe zur Erarbeitung einer „Machbarkeitsuntersuchung für einen Lückenschluss des Radweges von Kahnsdorf nach Rötha und Böhlen“ entschieden. Bei der Machbarkeitsstudie soll eine direkte, aber auch verkehrssichere Verbindung für einen Radweg gefunden werden, die über die Kreisstraße K7930 – die Verbindungsstraße zwischen Kahnsdorf und Rötha – führt.

    Etwas weiter ist man da bei einer einheitlichen Beschilderung. Denn ein weiteres strategisches Vorhaben ist das Konzept zur „Umstellung der Ausschilderung touristischer Radrouten im Verbandsgebiet des Kommunalen Forums Südraum Leipzig auf ein Knotennummernsystem“.

    Das erleichtert für Radwanderer dann die Orientierung – man kann sich an den Knotennummern orientieren.

    Aufbauend auf dem bereits erarbeiteten Knotennummernsystem für das 4-Seen-Radnetz möchte der Zweckverband die Ausschilderung auf sein gesamtes Verbandsgebiet ausweiten und hat das Ingenieurbüro ISUP GmbH in seiner Verwaltungsratssitzung am 29. April mit der Konzepterarbeitung beauftragt.

    Das Knotennummernsystem ist ein Radwegenetz mit festen nummerierten Punkten und einer einheitlichen Beschilderung zwischen den einzelnen Knotennummern. Die Wegweiser werden an Kreuzungen mehrerer Radwege errichtet und zeigen neben der Nummer des aktuellen Standorts die benachbarten Knotennummern und die Entfernungen untereinander an. Mit Hilfe einer Übersichtskarte kann der Nutzer dann die gewünschten Nummern und somit seine Route individuell zusammenstellen.

    In den Niederlanden und Belgien ist das Knotennummernsystem bereits weit verbreitet und seit mehreren Jahren gängige Praxis. In Sachsen wird diese Art der Radverkehrswegweisung erstmals für das 4-Seen-Radnetz im Südraum Leipzig konzipiert. In der Folge soll das Ausschilderungssystem auch in den anderen Kommunen des Zweckverbandes realisiert werden.

    Umweltverbände fordern sofortigen Stopp von Plänen zu Markkleeberger Wasserschlange und Elster-Saale-Kanal

    Hinweis der Redaktion in eigener Sache: Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

    Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen.

    Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

    Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 500 Abonnenten.

    Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      1 KOMMENTAR

      1. Die Staatsunternehmen (genau das ist dieser Zweckverband) bekommen Staatsknete (vom Bürger erarbeitetes Steuergeld), um die staatlichen Projekte, die ohne Beteiligung auserkoren, geplant und bewilligt wurden, dem Plebs schön zu reden. Währenddessen Bürger oder Umweltverbände in die eigene Tasche greifen müssen, um diesen staatlichen Schwachsinn überprüfen zu können und im Zweifel verhindern.

        Das ist genau so absurd wie die Forderung von Köpping, den Kommunen noch mehr Geld bei weniger Kontrolle in die gierigen Hände zu drücken. Damit sich Schwachsinn potenziert?

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige