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Leipziger Sektion des Deutschen Alpenvereins sieht eine Chance, mit KAFRIL zu einer einvernehmlichen Lösung am Holzberg zu kommen

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    2017 hat die Fa. KAFRIL den Steinbruch am Holzberg bei Böhlitz im Landkreis Nordsachsen gekauft, um ihn als Deponie für Bauschutt zu nutzen. Doch allein schon die Existenz mehrerer streng geschützter Arten in diesem Biotop macht dieses Anliegen undurchführbar. Zum Konflikt kam es jüngst mit den Kletterfreunden, die an den steilen Wänden ein für die Region einmaliges Kletterparadies gefunden hatten. Der Konflikt könnte jetzt gütlich beigelegt werden.

    Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Verhandlung, die am Donnerstag, 25. Juni, vor dem Amtsgericht in Grimma stattfand. Sie endete mit einem widerruflichen Vergleich, der den beiden Parteien, der Firma KAFRIL und dem Deutschen Alpenverein (DAV), Sektion Leipzig, die Aufnahme von neuen Gesprächen zur Klärung ermöglicht.

    So teilt es der DAV Leipzig auch seinen Mitgliedern mit: „Am 25.06. fand die Verhandlung zwischen der Firma KAFRIL und unserer Sektion am Amtsgericht Grimma statt.Anwesend waren der Geschäftsführer Herr Karnahl, Alfred Tölke, Toni Werner und Gunter Winkler, sowie die jeweiligen Anwälte. Nach intensiven Diskussionen konnte sich am Ende doch aufeinander zubewegt werden. Es wurde ein widerruflicher Vergleich formuliert. Dieser hat das Ziel, das Klettern im Holzberg wieder zu ermöglichen.“

    Für den Alpenverein ist auch der Naturschutzaspekt wichtig. Geklettert wird ohne Eingriffe in die Natur und unter Schonung der vorkommenden seltenen Tier- und Pflanzenarten. „Am 23. Januar 2020 hat sich der Arbeitskreis (AK) Holzberg in der Sektion Leipzig des DAV e. V. konstituiert und Mario Patzer zum Sprecher gewählt“, kann man auf der Homepage des Vereins lesen. „Der Arbeitskreis ist beim Referat Natur- und Umweltschutz der Sektion Leipzig des DAV e. V. angesiedelt …“

    Dabei arbeitet der Verein mit den anderen Interessengruppen – wie der Bürgerinitiative Böhlitz und dem BUND Böhlitz – zusammen, um das Naturparadies Holzberg zu bewahren. Auch zum Landratsamt und zur Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LANU) gibt es Kontakte.

    Aber natürlich geht erst einmal nichts ohne den Eigentümer des ehemaligen Steinbruchs, die Abbruchfirma KAFRIL.

    Dazu teilt der DAV seinen Mitgliedern mit: „Weiterhin sind einvernehmliche Gespräche unter Naturschutzaspekten geplant und von beiden Parteien ausdrücklich gewünscht. Es wurden ebenfalls Gespräche über eine Fortsetzung der Nutzungsvereinbarung fixiert. Der Vergleich ist Tagesordnungspunkt der nächsten Sitzung des Vorstandes am 30.06.20, dort soll über diesen entschieden werden.

    Wir sehen diesen Verlauf als Schritt in die richtige Richtung. Wir wollen einvernehmliche Lösungen in der Causa Holzberg zusammen mit der Firma KAFRIL erarbeiten. Mit Blick auf den Naturschutz, der untrennbar mit dem Klettern am Felsen verbunden ist, können wir nur mit einem konstruktiven Gesprächsklima zusammenarbeiten.“

    Kein Zutritt mehr zum Naturbiotop am Holzberg: KAFRIL sperrt die Kletterer aus + Update

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