RB Leipzig: „Wir wollen in die Bundesliga. Und wir wollen das so schnell wie möglich“

Die "Mission Aufstieg" beginnt am Samstag in Frankfurt. Am Bornheimer Hang warten auf den Top-Favoriten der 2. Liga die ersten drei Punkte. Während die Leipziger eine formidable Vorbereitung hinlegten (7 Spiele, 7 Siege) sucht der FSV noch nach seiner Form.

Am Samstag testeten die Hessen gegen Drittliga-Aufsteiger Würzburg – und kassierten ein bitteres 1:3. Tags darauf absolvierten die Frankfurter zwei Kurz-Partien gegen Teams aus Fulda (Hessenliga) und Haimbach (Kreisoberliga), die beide 3:0 ausgingen.

Die Bornheimer, die von Ex-RB-Coach Thomas Oral trainiert werden, hatten wie die Leipziger in der Sommerpause einen personellen Umbruch zu bewältigen. Unter den 12 Abgängen befinden sich bekannte Namen wie Vincenzo Grifo, Patrick Klandt und Hanno Balitsch. Björn Schlicke beendete seine Karriere. Prominenteste Neuzugänge sind der Ex-Dortmunder Marc Hornschuh und der vormalige Düsseldorfer Heinrich Schmidtgall. Bundesliga-Fans kennen vielleicht die Leihspieler Inhyeok Park (Hoffenheim), Besar Halimi und Dani Schahin (beide Mainz).

Während die Leipziger aus ihren Ambitionen keinen Hehl machen, träumt man in Frankfurt-Bornheim allenfalls hinter vorgehaltener Hand von der Belletage. „Wir gehen weiter unseren eigenen Weg, dann werden wir in ein paar Jahren auch in der Bundesliga spielen, sagte FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger vergangene Woche während einer Podiumsdiskussion.

„Wir wollen in die Bundesliga. Und wir wollen das so schnell wie möglich“, stellte Ralf Rangnick am Donnerstag unmissverständlich klar. Der RB-Trainer und -Sportdirektor in Personalunion blickte vor dem Saisonstart auf eine erfolgreiche Sommervorbereitung zurück. „Ich wüsste nicht, was hätte anders sein können oder hätte besser laufen können.“

In der Spielzeit 2015/16 möchten die Leipziger ihre Auswärtsbilanz verbessern. Das ist dringend nötig, wollen sie im Mai einen der vorderen Plätze belegen. In der Vorsaison holten die Rasenballer in der Fremde nur magere 16 Zähler. „Es geht darum, am besten auszublenden, was drumherum passiert“, so Rangnick. Beeindruckende Stadien, Fanproteste und erboste Zuschauer sollen in den Köpfen der Spieler im Idealfall zukünftig keine Rolle mehr spielen. „Der Platz ist überall gleich groß, egal ob wir Zuhause oder auswärts spielen“, stellte der Cheftrainer nüchtern fest.

Seit Mittwoch haben die Leipziger einen neuen Kapitän. Die Mannschaft wählte Dominik Kaiser zum neuen Spielführer. Fabio Coltorti gibt den Stellvertreter. Der Wahlausgang ist keine Überraschung. Denn der Mittelfeldregisseur vertrat in der Rückrunde schon den quasi aussortierten Daniel Frahn. „Ich freue mich, dass mich die Mannschaft zum Kapitän gewählt hat“, erklärte der 26-Jährige. „Ich möchte auch Verantwortung auf dem Platz übernehmen.“ In Frankfurt können die Gäste auf die Unterstützung von mindestens 600 Fans bauen, die ihr Team nach Hessen begleiten werden. Am 29. Juli testen die Leipziger im Zentralstadion gegen den FC Ingolstadt. Alle Dauerkartenbesitzer erhalten zwei Freikarten. Bisher hat RB Leipzig 9.300 Jahrestickets abgesetzt.

RBL
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