Neun Punkte nach drei Spielen und zumindest vorübergehend die Tabellenführung: RB Leipzig ist ideal in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Das 3:1 in Gladbach am Freitag, den 30. August, war bereits der dritte Sieg. Kurz vor Schluss wurde es durch einen Anschlusstreffer noch einmal spannend, doch Werner sorgte mit seinem dritten Treffer für die Entscheidung.

Ausgangslage: Die Leipziger sind ideal in die neue Saison gestartet. Dem Erstrundensieg im DFB-Pokal folgten zwei Dreier bei Union und gegen Frankfurt. Schon mit einem Unentschieden in Gladbach konnte Leipzig zumindest vorübergehend die Tabellenführung übernehmen.

Gegner: Gladbach hat aus den ersten beiden Bundesligaspielen vier Punkte geholt. In Mainz war es den „Fohlen“ gelungen, einen Rückstand zu drehen. Mit Marco Rose hat Gladbach seit dieser Saison einen gebürtigen Leipziger auf dem Posten des Cheftrainers. Rose spielte in den 90er Jahren für den VfB Leipzig. Nach einem Jahr als Trainer des 1. FC Lok in der Saison 2012/13 wechselte er zu Red Bull Salzburg.

Historie: Wenn Leipzig in der Bundesliga nach Gladbach reiste, gab es am Ende immer ein Erfolgserlebnis. Alle drei Auswärtsspiele endeten mit jeweils einem Tor Differenz zugunsten der Rasenballer. In der vergangenen Saison konnten die Rot-Weißen zudem das Heimspiel gewinnen. In den Jahren zuvor endeten die Duelle in der Red-Bull-Arena remis.

Aufstellung: Erneut stand kein Zugang in der Startaufstellung von RB Leipzig. Cheftrainer Julian Nagelsmann nahm Mukiele, Demme und Nkunku aus der Startformation heraus und ersetzte sie durch Laimer, Kampl und Forsberg. Zum ersten Mal in dieser Saison startete RBL mit einer 4-2-2-2-Formation.

Es spielten: Gulacsi – Klostermann, Orban, Konaté, Halstenberg (82. Mukiele) – Laimer, Kampl (70. Demme) – Sabitzer, Forsberg (63. Haidara) – Poulsen, Werner

Werner kurz vor dem Führungstreffer. Foto: Gepa Pictures
Werner kurz vor dem Führungstreffer. Foto: Gepa Pictures

1. Halbzeit: Beide Mannschaften gaben der anderen wenig Raum für gefährliche Situationen. Einzig Gladbach kam zu Beginn dennoch zu Chancen: Embolo schoss nach zehn beziehungsweise elf Minuten jeweils über das Tor. Gefährlich wurde es nochmal in der 32. Minute, als Gulacsi einen Schuss von Plea fangen musste. Doch dann nutzte Werner nach Zuspiel von Forsberg die erste Chance für RBL und verwandelte aus kurzer Distanz zur Führung.

Tor: 0:1 Werner (38.)

2. Halbzeit: Der zweite Durchgang begann wie der erste endete: mit einem Treffer durch Werner. Diesmal schaffte es der Stürmer mit einem Sprint quer durch die Hälfte der Gladbacher bis vors gegnerische Tor, um dort auf 2:0 zu erhöhen. Die bis kurz vor Abpfiff beste Chance für Gladbach hatte Lainer, der in der 58. Minute die Latte traf.

Ähnlich wie im vergangenen Heimspiel wurde es am Ende noch einmal spannend. Embolo erzielte nach einem Freistoß per Kopf den Anschlusstreffer in der Nachspielzeit. Mit seinem dritten Treffer an diesem Abend sorgte Werner jedoch kurz darauf für die Entscheidung: Der Gladbacher Ginter verlängerte einen Abstoß von Gulacsi unfreiwillig in den Lauf des Rasenballers, der erneut frei vor Gladbach-Keeper Sommer auftauchte und dort sicher verwandelte.

Tore: 0:2 Werner (47.), 1:2 Embolo (90.), 1:3 Werner (90.)

Besonderes: Beim zweiten Auswärtsspiel der Rasenballer in dieser Bundesliga-Saison gab es erneut Protest seitens der Heimfans. Diese pfiffen in den ersten 19 Minuten bei jedem Ballkontakt eines Leipzigers. Die Fans von Union hatten am 1. Spieltag eine andere Protestform gewählt: Sie schwiegen in den ersten 15 Minuten. In beiden Fällen griff eine unter RBL-Fans beliebte Faustregel: Wer protestiert, verliert.

Ausblick: Nach der Länderspielpause kommt es in Leipzig zum Top-Duell gegen Bayern München. Sollte RBL auch dieses Spiel gewinnen, dürften bei den Fans wohl die ersten Titelträume starten. Nur drei Tage nach diesem Duell steht bei Benfica Lissabon das erste Champions-League-Spiel der Saison an. Neben dem Club aus Portugal bekommt es RBL in der Gruppenphase mit Lyon und St. Petersburg zu tun.

BSG Chemie Leipzig vs. Fürstenwalde 1:4 – „Ein komplett gebrauchter Tag“

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